Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen

Redaktion am 21.06.2016

2016 Digitaler Flüchtlingsgipfel 2016

Gemeinsam mit betterplace lab, Initiative D21 und Open Transfer lud das Bundesministerium des Inneren (BMI) am 14. Juni 2016 zum "Digitalen Flüchtlingsgipfel" ein. Das Ziel: eine bessere Koordination unter den im letzten Jahr zahlreich entstandenen (digitalen) Flüchtlingshilfen und Aktionen.

2016 Digitaler FlüchtlingsgipfelDas Ziel des digitalen Flüchlingsgipfels 2016: Eine bessere Koordination unter den im letzten Jahr zahlreich entstandenen (digitalen) Flüchtlingshilfen und Aktionen (wynpnt / bearbeitet / pixabay / Lizenz CC0)

Bundesminister Thomas de Maizière sprach von vielen guten Anwendungen, aber teilweise auch Doppelungen und fehlender Abstimmung. Nicht nur eine bessere Zusammenarbeit der Initiativen sei notwendig, sondern auch eine bessere Abstimmung unter den Geldgebern.

Unter anderem wurden folgende Forderungen im Rahmen der Veranstaltung formuliert:
  • Geflüchtete immer bei der Entwicklung von Lösungen und Projekten beteiligen
  • Stellen für Austausch, Wissenstransfer, Kontakt, Kooperationen schaffen
  • Doppelungen vermeiden, keine Insellösungen
  • Bewertungen zulassen: Was funktioniert gut, welches Projekt ist weniger zielführend?
  • Koordination von Ministerien, Kommunen, Unternehmen, NGOs, Stiftungen und Kirchen
  • Fokussierung auf weniger Projekte, die aber konsequenter unterstützt und vermittelt werden
  • Nachhaltigkeit: Das Thema "Geflüchtete und erfolgreiche Integration" über mehrere Jahre denken
  • Marketing, Vermittlung und Verbreitung werden oft nicht ausreichend bei den Projekten mitgedacht
  • Verbesserung und insbesondere Beschleunigung der Prozesse bei Ausschreibungen und Vergaben des BMI, um schnell agieren zu können
Im Rahmen des folgenden Barcamps hat auch werkstatt.bpb.de die bisherigen Ergebnisse im Kontext "Geflüchtete & Bildung" in einem Workshop präsentiert und diskutiert:
  • Zielgruppen und deren Bedarfe genau definieren
  • Projekte und einfache Materialien zu Themen wie Geschichte, Politik, Ethik etc. sind noch unterrepräsentiert
  • Lehrende und Coaches, die mit Neuankömmlingen arbeiten, brauchen dringend Methodenkompetenz (Fortbildung), aktuelle Materialien und pädagogische Unterstützung
  • Die vorhandenen Materialien und Angebote sind oft nicht "frei", also nicht teilbar, aktualisierbar etc. (CC-Lizenzen oft noch nicht bekannt )
  • Gezielte, mehrsprachige Angebote und Materialien für jugendliche Geflüchtete und Kinder werden benötigt 
(bzw. Bildungsangebote und -kanäle, die diese besser erreichen)
  • Integrative Angebote fehlen, also Konzepte, um alle Bildungsakteure zu beteiligen
(Lehrende, Lernende, Eltern, Betreuende, Notunterkünfte etc.)
  • Visuelle, kompakte Bildungsangebote sind mit Blick auf die geflüchteten Schülerinnen und Schüler gefordert, mehr dynamische Inhalte mit "NEWS-Charakter", weniger statische Apps
  • Verstärkt mit Social Media arbeiten, Social-Media-Peers etablieren
  • Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
  • Ein stärkerer (deutschlandweiter) Austausch zwischen den Lehrenden und Akteuren sowie die Weitergabe von Erfahrungen
PDF-Icon Hier finden Sie die Präsentation des Workshops als PDF.

Unter dem Hashtag #DigiFG kann man auf Twitter weitere Meinungen und Ergebnisse des Digitalen Flüchtlingsgipfels nachverfolgen.

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