Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen

Redaktion am 10.07.2015

Medienkompetenz-Zertifikate für Lehrende, Technik für Schulen und Zusatzmodule für Studierende

Was ist digitale Lehrerbildung? Und wie sollte sie idealerweise aussehen? Zu diesen Fragen fand am 3. Juli 2015 an der TU Darmstadt das Barcamp Digitale Lehrerbildung 2015 statt. Der Arbeitsbereich Medienpädagogik und das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) gaben mit dieser Veranstaltung den Startschuss zum Projekt Digitale Lehrerbildung.

Bericht vom EduCamp Berlin 2015Das Barcamp Digitale Lehrerbildung 2015 zum Thema: Was ist digitale Lehrerbildung? Und wie sollte sie idealerweise aussehen? (Pawel Kadysz / bearbeitet / stocksnap / Lizenz CC0)

Nach einer Inputdiskussion mit Prof. Dr. Petra Grell (AB Medienpädagogik), TU Darmstadt, Christine Preuß (ZfL, TU Darmstadt), Horst Sulewski (Hessische Lehrkräfteakademie) und Torsten Larbig (Studienrat, Schillerschule Frankfurt), in der es um das allgemeine Verständnis von Medienkompetenz, aber auch um die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis in der Medienbildung ging, starteten die Barcamp-Sessions – unter anderem zu diesen Themen:

Horst Sulewski knüpfte an den vorangegangenen Austausch an und identifizierte in seinem Workshop Was man wissen sollte in Sachen Medienbildungden Mangel an Zeit, aber auch an technischem Know-how, als eine wichtige Erklärung für fehlende Medienprojekte in Schulen. Die Einführung eines Medienkompetenz-Zertifikates für Lehrende war einer der Lösungsansätze, die diskutiert wurden. In der zweiten Workshop-Session ging es unter anderem um den Umgang mit Tablets im Schulkontext. Sowohl die beiden Referentinnen Gülsah Kilic (Studentische Mitarbeiterin TU Darmstadt) und Sandra Ricker (edulektra) als auch die Teilnehmenden waren sich schnell einig über die Vorteile der Geräte, doch wurden auch die Schwachstellen der kleinen Computer, wie z.B. hohe Kosten und die notwendige komplexe Schultechnik kritisch besprochen. Parallel dazu diskutierte Jens Palkowitsch von der Goethe-Universität in Frankfurt in seinem Workshop die Themen Medien, Bildung, Religion und suchte nach Möglichkeiten, wie Smartphone, Tablet und Co in der Religionspädagogik eingesetzt werden können.

Zum Ende des Tages gaben Franco Rau und Tine Nowak (TU Darmstadt) Einblick in die zukünftigen Zusatzmodule der Digitalen Lehrerbildung an ihrer Universität und erläuterten, warum es so wichtig ist, Lehrende bereits im Studium mit der Nutzung digitaler Medien vertraut zu machen.

Die abschließenden Berichte aus den einzelnen Sessions verdeutlichten den allgemeinen Wunsch von Lehrenden und Lernenden nach einem sinnvollen Umgang mit digitalen Tools und strukturierter Vermittlung von Medienkompetenz.

Die Mitschriften aller Workshops stehen über ein Etherpad hier zur Verfügung.

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