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28.8.2008

Pro und Contra: Atomkraft

Die Nutzung von Atomkraft zur Stromerzeugung ist in der Politik und in der Bevölkerung umstritten. Gerade in den vergangenen Jahren hat die Diskussion angesichts steigender Öl- und Gaspreise und wachsender Erkenntnisse über eine beschleunigten Klimawandel wieder an Schärfe gewonnen.

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Befürworter verweisen meist auf die Klimaverträglichkeit der Nukleartechnologie, die vergleichsweise großen Uranreserven (die zudem zu einem großen Teil in politisch stabilen Ländern lagern) und mangelnde Alternativen. Die modernen Reaktoren würden zudem ein ausreichendes Maß an Sicherheit gewährleisten, das kontinuierlich weiter verbessert werde. Die Kritiker verweisen ihrerseits auf die regelmäßigen Störfälle selbst in europäischen Reaktoren und erinnern an die dramatischen Folgen des Super-GAUs von Tschernobyl von 1986, dem viele Menschen zum Opfer fielen. Die Kernkraft sei weiterhin eine Hochrisikotechnologie, die der Mensch niemals völlig kontrollieren werde. Das Szenario eines Terroranschlags, die Proliferation von waffenfähigem Plutonium an autoritäre Regime und die weiterhin ungelöste Frage einer sicheren Verwahrung der abgebrannten Brennstäbe (über Jahrtausende) sind ihrer Meinung nach ausreichende Gründe, endlich den endgültigen Ausstieg zu schaffen.

Tipp: Wer hat die besseren Argumente: Kritiker oder Befürworter? Die beiden Artikel eignen sich gut als Grundlage für eine Pro- und Contra-Diskussion, bei der jeweils eine Gruppe die Pro-Meinung recherchiert und vertritt und eine andere die Gegenmeinung. Vor Beginn und am Ende der Diskussion könnte eine Abstimmung stattfinden, um ein Meinungsbild der Gruppe und mögliche Veränderungen in Folge neuer Argumente festzustellen.


Pro Atomkraft

Nuclear Now! Wie saubere, grüne Atomenergie die globale Erwärmung stoppen kann, von Peter Schwartz und Spencer Reiss


In ihrem Artikel befürworten die Autoren eine massive Ausweitung der Atomenergie, um einerseits den Energiehunger der Welt dauerhaft befriedigen zu können und gleichzeitig eine weitere Erderwärmung durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe aufzuhalten. Atomenergie ist in ihrer Sichtweise die einzige ebenso saubere wie sichere und effiziente Alternative über die wir in den kommenden Jahrzehnten in industriellen Quantitäten verfügen können. Der Artikel ist hier im Internet erhältlich. Ein weiterer Artikel pro Atomkraft (auf deutsch) aus der Zeitschrift "DIE ZEIT" findet sich hier.



Contra Atomkraft

Atomenergie - ein Auslaufmodell, von Christina Hacker


Die Autorin dieses Artikels hält die Argumente der Befürworter eines Ausbaus der Atomenergie für wenig stichhaltig. Vor allem sei die Atomkraft keineswegs eine umweltschonende Energiequelle. Auch die Versorgungssicherheit sei nicht gegeben, das Atommüllproblem weiter gelöst und die Geschichte des "billigen Atomstroms" lediglich ein Märchen. Nach Ansicht von der Autorin kommt man beim Klimaschutz auch ohne die riskante Atomkraft aus, wie das Beispiel Österreich zeige. Hier geht es zum Artikel. Und hier geht es zu einem weiteren atomkraftkritischen Beitrag (DIE ZEIT, 2008)


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