Symbolbild gemalte Menschen mit Smartphones

Gesellschaft und Kultur Chinas

Tibetische Mönche stehen am 23. März, 2008 auf einer Straße oberhalb des Dongzhuling-Klosters in den Bergen, etwa 50 Kilometer östlich der Grenze zum autonomen Gebiet Tibet im Südwesten der chinesischen Provinz Yunnan. Ursprünglich im Jahre 1667 erbaut, wurde das Kloster nach der kommunistischen Machtübernahme in China zerstört und später an seinem neuen Standort wieder aufgebaut. Die Zugehörigkeit Tibets zur Volksrepublik China ist in der breiten Öffentlichkeit sowie völkerrechtlich umstritten.

Thomas Heberer

Ethnische Minderheiten

Die chinesische Gesellschaft ist auf den ersten Blick ethnisch sehr homogen. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung werden zu den Han-Chinesen gezählt. Die anderen 10 Prozent stellen die 55 anerkannten nationalen Minderheiten. Ihre Regionen stellen aber zwei Drittel der Gesamtfläche des Landes dar.

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Ein Daoistischer Priester im Pekinger Baiyun guan "Tempel der Weißen Wolken".

Christian Meyer

Religionen in China

Während der Kulturrevolution wurden Religionen in der Volksrepublik radikal verfolgt. Erst seit der Öffnung hin zu einer stärkeren Reformpolitik hat sich die Lage entspannt. Das Interesse am Buddhismus, Islam oder protestantischen Christentum ist enorm gestiegen, der Andrang in Kirchen und Tempeln spürbar. Dennoch bleibt die freie Ausübung der Religion eingeschränkt.

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Buchhandlung in Peking.

Chinesische Literatur in Moderne und Gegenwart

Schon immer wurde chinesische Literatur auch zu ideologischen Zwecken eingesetzt. Vor allem in der Gründerzeit der Volksrepublik. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis sich die Schriftsteller-Szene von dieser Bürde befreien konnte. Heute dominieren Bestseller-Autoren den Markt.

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Die Peking-Oper steht für die traditionelle chinesische Musik.

Musikalisches Leben in China

Musik in China ist häufig sehr eng an ihren historischen, sozialen und politischen Kontext gebunden. Propaganda-Stücke aus der Blütezeit des Kommunismus werden auch heute noch gespielt. Neben diesen lokalen, mitunter auch nationalen Ausprägungen hat sich aber längst eine globale Popszene etabliert.

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Polizistinnen beim Schwur im Vorfeld der 4. UN-Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.

Frauenrechte in China

Frauen und Männer sind in der Volksrepublik gleichberechtigt. So steht es in der chinesischen Verfassung. Doch es gibt erhebliche Unterschiede, je nachdem, ob die Frauen in den großen Metropolen wie Peking und Schanghai oder auf dem Land leben – mit teils katastrophalen Auswirkungen.

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Während in China die Städte prosperieren herrscht auf dem Land immer noch Armut.

Thomas Heberer

Gesellschaft im Umbruch

China ist ein Land im Umbruch; während in den Städten die Moderne Einzug gehalten hat und die Wirtschaft wächst, leben auf dem Land Millionen Chinesen in Armut.

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Junge Chinesen in einem Pekinger Internetcafé.

Martin Hala

Von der Wandzeitung zum Blog

In China, dem Land mit den meisten Internetnutzern der Welt, herrscht keine Presse- und Informationsfreiheit. Dennoch existieren vielfältige Blogs mit enormer Reichweite. Martin Hala wirft einen differenzierten Blick auf die chinesische Internetpublizistik.

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Der chinesische Leichtathlet Liu Xiang feiert mit einer chinesischen Flagge seinen Gewinn der Goldmedaille bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2007 in Osaka, Japan, in der Disziplin 110 Meter Hürden. Der chinesische Sportler ist allerdings nicht nur Athlet, sondern auch ein Kommunist. Sein Trainer Sun Haiping hielt in einem Statement vom 15. Oktober 2007ein politisches Engagement des Hürdenläufers, der Mitglied der kommunistischen Partei ist, z.B. als Deligierter bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag, für denkbar: "Er ist ein Mitglied der Partei, er hat also wirklich Interesse (an Politik)."

Benedikt Voigt

China trainiert für Olympia

Längst hat die kommunistische Regierung in China den Sport als Mittel entdeckt, um nach außen eigene Modernität und Leistungsfähigkeit zur Schau zu stellen. In den Sportschulen werden derzeit rund 372.000 Kinder und Jugendliche – unter teils extremen Bedingungen – ausgebildet. Ein System, das viele Nachteile aufweist.

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Das offizielle Logo für die Olympischen Spiele 2008 in Peking, wurde bereits 5 Jahre zuvor, am 3. August 2003 in Peking enthüllt.

Jens Weinreich

Die Olympischen Sommerspiele in Peking

Die XXIX. Olympischen Spiele sind ein Sportfest ohnegleichen. Das Internationale Olympische Komitee will sich mit diesem Medienereignis als menschlich, weltoffen und demokratisch präsentieren. Inwieweit diese Postulate mit der Realität übereinstimmen, ist die Kernfrage dieser Sommerspiele. Und das ist keine sportliche, sondern eine hochpolitische Frage.

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Chinesische Schulkinder schwenken am 18. Juni 2008 olympische und chinesische Flaggen auf dem Volksplatz in Kashgar während der Feierlichkeiten des Olympischen Fackellaufs. Eine Statue von Mao Tse-tung überragt die Bühne im Hintergrund auf der rechten Seite. Die olympischen Spiele 2008 in Peking beginnen am 8. August.

Sportpolitik und Olympia

Sport ist ein Feld kulturell-schöpferischen Handelns, ein enger Verwandter der Künste. Sportliches Handeln inszeniert dramatische Geschichten. Gerade deshalb ist für die Sportorganisationen politische Zurückhaltung geboten, der Verzicht darauf, sich heroisch in eskalierende tagespolitische Getümmel zu stürzen, wie es manche gern sehen würden.

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Vom chinesischen Militär freigegebene Luftaufnahme der olympischen Sportstätten in Peking vom 2. August 2008. Rechts das Nationalstadion, auch "Vogelnest" genannt, auf der linken Seite das nationale Wassersportzentrum, auch unter der Bezeichnung "Water Cube" (Wasserwürfel) bekannt. Das Vogelnest ist Gastgeber der Eröffnungsfeier und Austragungsort der Leichtathletik-Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2008, die am 8. August beginnen. Im Water Cube werden die Schwimm-Wettbewerbe ausgetragen. Hinter dem Water Cube ist das nationale Hallenstadion, in dem die Turn-Wettbewerbe stattfinden; dahinter befindet sich die Fecht-Halle.

Olympischer Moment

Die Olympischen Spiele 2008 sollen nach dem Willen der chinesischen Führung zeigen, wie weit das Land mit seinem Modernisierungskurs in den vergangenen dreißig Jahren gekommen ist: Die Rückkehr des Landes auf die Weltbühne, die Integration in die Weltwirtschaft und in die internationale Staatengemeinschaft sollen zelebriert werden.

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Die spanischen Synchronschwimmerinnen trainieren im Wettkampfbecken zwei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking 2008.

Randsportarten:

Ohne Olympia ist alles nichts - das wissen vor allem die Verbände der Randsportarten. Während der Deutsche Fußball-Bund es verkraften kann, mal wieder nicht dabei zu sein, sieht es für die Kleinen ganz anders aus. Für sie ist "dabei sein" nicht nur olympisches Motto, sondern Überlebensversicherung.

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Veranstaltungsdokumentation

Super-Scoring

Das Portal www.superscoring.de will den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs über die sozialphysikalische und digitaltechnologische Steuerung gesellschaftlicher Prozesse fördern. Interviews mit Wissenschaftlern aus mehreren Kontinenten und Tagungsbeiträge beleuchten das Social Credit System in China und vergleichbare Systeme weltweit.

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30 Jahre nach der Tiananmen-Protestbewegung

Anders als die friedliche Revolution in Deutschland im Herbst 1989 endeten die chinesischen Proteste im Frühjahr zuvor blutig: In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni räumte die chinesische Führung mit Gewalt den Platz des Himmlischen Friedens im Zentrum Pekings. Bis heute scheut die chinesische Führung die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der chinesischen Geschichte. Bis heute scheut die chinesische Führung die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der chinesischen Geschichte.

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Zahlen und Fakten

Europa - EU-USA-China

Im Jahr 2017 lebten in China 1,4 Milliarden Menschen, weit mehr als in den USA oder der Europäischen Union. In der EU, den USA und China hat sich die Altersstruktur der Bevölkerung deutlich verändert und wird dies auch in Zukunft tun. Der Film zeigt die wichtigsten Zahlen zur EU, den USA und China aus dem Angebot "Zahlen und Fakten: Europa".

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