Die „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ (SPD) ist aus dem 1875 entstandenen Zusammenschluss des 1863 gegründeten „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (ADAV) und der 1869 gegründeten „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei“ (SDAP) hervorgegangen. Sie ist damit die älteste Partei Deutschlands. Die SPD stimmte 1933 als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten und war bis 1945 verboten. Nach ihrer Neugründung 1945 wurde sie in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) mit der „Kommunistische Partei Deutschlands“ (KPD) 1946 zur „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (SED) zwangsvereinigt. 1990 wurde die SPD in Mecklenburg-Vorpommern wiedergegründet. Die Partei ist bis heute maßgeblich durch das Godesberger Programm von 1959 geprägt, in dem sie sich von marxistischer Programmatik abwandte und zur Marktwirtschaft bekannte. Heute vertritt die SPD moderat linke Positionen und beruft sich auf die Grundwerte „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“. Die SPD ist seit 2013 auf Bundesebene ununterbrochen an Regierungskoalitionen beteiligt und aktuell in der CDU-geführten schwarz-roten Koalition. In Mecklenburg-Vorpommern regiert sie seit 1994 in unterschiedlichen Koalitionen und stellt seit 1998 die Ministerpräsidentin, aktuell Manuela Schwesig, die auch bei dieser Landtagswahl Spitzenkandidatin ihrer Partei ist.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Manuela Schwesig*
Gründungsjahr Landesverband: 1990*
Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: 2.750*
Wahlergebnis 2021: 39,6%
* nach Angaben der Partei
Das Wahlprogramm zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 erstellte die SPD erstmals in einem partizipativen und parteiunabhängigen Prozess, bei dem auch Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen konnten. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt des Programms auf Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, wobei die maritime Wirtschaft, Zukunftsindustrien und Tourismus mit einem Investitionsprogramm in die Infrastruktur gefördert werden sollen. Außerdem sollen Investitionen in soziale Sicherheit ausgeweitet werden, um die Daseinsvorsorge in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Infrastruktur, besonders auch auf dem Land, sicherzustellen. Im Bereich Bildung soll die Kita weiterhin beitragsfrei sein und wohnortnahe Schulen unter anderem durch einen Bildungscampus sichergestellt werden. Das demokratische Miteinander soll durch Bürgerräte, Förderung des Ehrenamts sowie mehr Medien- und Demokratiebildung gestärkt werden.