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Die Linke | Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 | bpb.de

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Die Linke Die Linke

Prof. Dr. Wolfgang Muno

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„Die Linke“ (Die Linke) entstand 2007 durch den Zusammenschluss der SED-Nachfolgepartei „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (PDS, 2005 bis 2007: „Linkspartei.PDS“) mit der vor allem westdeutsch geprägten „Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative“ (WASG). Zeitgleich gründete sich in Mecklenburg-Vorpommern der Landesverband.

Die Partei strebt in ihrem Grundsatzprogramm einen „demokratischen Sozialismus“ an und tritt für eine Überwindung des Kapitalismus ein. Eine höhere Besteuerung großer Vermögen und hoher Einkommen soll zu einer Umverteilung von oben nach unten führen. Die ehemalige Co-Fraktionsvorsitzende Sarah Wagenknecht verließ 2023 die Partei und gründete 2024 die Partei „Bündnis Sarah Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW); etliche Parteimitglieder folgten ihr. Wie in anderen ostdeutschen Bundesländern hat sich Die Linke beziehungsweise ihre Vorgängerpartei PDS auch in Mecklenburg-Vorpommern an Regierungen beteiligt: 1998 bis 2006 unter dem SPD-Ministerpräsidenten Harald Ringstorff, dann erneut seit 2021 unter der SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und ist aktuell mit zwei Ministerinnen vertreten.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Hennis Herbst*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2007*

  • Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: 3.450*

  • Wahlergebnis 2021: 9,9%

* nach Angaben der Partei

Zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 hat Die Linke die Bildungsministerin Simone Oldenburg als Spitzenkandidatin aufgestellt. Die Landesliste der Partei ist auf den ersten Plätzen geschlechterparitätisch besetzt. In ihrem Wahlprogramm legt Die Linke einen Schwerpunkt u. a. auf Bildungs-, Wohnungs- und Sozialpolitik. In der Bildungspolitik fordert sie etwa kleinere Gruppengrößen in Krippen und Hort sowie Schulsozialarbeiter an jeder Schule sowie die Umwandlung aller Förderschulen in inklusive Regelschulen. Außerdem setzt sich die Partei für einen bundesweiten Mietendeckel für Orte mit angespanntem Wohnungsmarkt ein und will kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen fördern. In der Sozialpolitik fordert sie u. a. einen Aktionsplan gegen Armut, digitale und mobile Angebote der sozialen Infrastruktur auf dem Land, einen entgeltfreien öffentlichen Personennahverkehr für alle unter 21 Jahren sowie den Aufbau eines Landesfond im Pflegebereich. Weitere Forderungen sind die Abschaffung der Schuldenbremse und die Absenkung der Hürden für Volksbegehren und Volksentscheide.

Fussnoten

Prof. Dr. Wolfgang Muno ist Lehrstuhlinhaber der „Vergleichenden Regierungslehre“ an der Universität Rostock. Seine Forschungsschwerpunkte sind Populismus, Parteien und Wahlen sowie Demokratieforschung. Munos regionaler Fokus liegt dabei auf Lateinamerika und Europa bzw. Deutschland, hier speziell auf Mecklenburg-Vorpommern.