Die „PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ“ (Tierschutzpartei) wurde 1993 gegründet und setzt sich vorrangig für den Tier- und Umweltschutz ein. Die Umbenennung der ehemaligen „PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ“ erfolgte Anfang 2026 durch die Fusion mit der auf Klimapolitik fokussierten Partei „Klimaliste Deutschland“. Die Tierschutzpartei sieht Mensch, Tier und Natur als eine „untrennbare Einheit“. Zu ihren zentralen Forderungen gehören u. a. die Aufnahme von Tierrechten als eigener Artikel im Grundgesetz und das Verbot sämtlicher Tierversuche. Gesellschaftspolitisch vertritt die Partei linksliberale Positionen und spricht sich etwa für die Entkriminalisierung des Konsums weicher Drogen, einer Gleichberechtigung aller Geschlechtsidentitäten sowie für eine liberale und soziale Migrations- und Inklusionspolitik aus. In der Sozialpolitik befürwortet sie u. a. ein bedingungsloses Grundeinkommen sowie eine Rentenversicherung, in die alle einzahlen sollen. In der Umwelt- und Klimapolitik tritt sie für den Ausbau erneuerbarer Energien ein. Die Tierschutzpartei ist seit 2014 mit einem Sitz im Europäischen Parlament vertreten. Darüber hinaus hält sie einzelne Mandate auf kommunaler Ebene.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Robert Gabel*
Gründungsjahr Landesverband: 1998*
Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: 68*
Wahlergebnis 2021: 1,7%
* nach Angaben der Partei
Auch das Programm der Partei zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern legt einen Schwerpunkt auf Tier- und Klimaschutz. Die Tierschutzpartei fordert darin unter anderem ein Ende der „Massentierhaltung“ und der „Hobbyjagd“. Landwirtschaftliche Betriebe sollen dabei unterstützt werden, aus der Tierhaltung auszusteigen. Zur stärkeren Priorisierung des Themas fordert die Partei, das Amt eines unabhängigen Tierschutzbeauftragten zu schaffen. Sie spricht sich zudem dafür aus, dass Mecklenburg-Vorpommern bis 2035 klimaneutral werden soll. Neben einem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs tritt die Partei auch dafür ein, dass dieser langfristig entgeltfrei werden soll. Die Tierschutzpartei fordert außerdem, dass in allen Kitas, Horten und Schulen kostenfreies veganes Essen angeboten wird. Weitere Schwerpunkte sind unter anderem der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und die stärkere finanzielle Unterstützung von strukturschwachen Kommunen.