Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Christlich Demokratische Union Deutschlands | Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 | bpb.de

Mecklenburg-Vorpommern 2026 SPD AfD CDU Die Linke GRÜNE FDP Tierschutzpartei FREIE WÄHLER Die PARTEI PIRATEN ÖDP Bündnis C BSW Handwerker Partei Deutschland KPD PdF Team Freiheit Volt WLD Redaktion

Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU

Jan Müller

/ 2 Minuten zu lesen

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der „Christlich Demokratischen Union Deutschlands“ (CDU) wurde im Juli 1945 gegründet. Im Zuge der Verwaltungsreform in der DDR wurde er 1952 aufgelöst und durch die Bezirksverbände Neubrandenburg, Rostock und Schwerin ersetzt. Bis 1989 waren sie Teil der „Nationalen Front“ unter der Führung der „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (SED). Nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes erfolgte die Neugründung des CDU-Landesverbandes im März 1990. Als überkonfessionelle christliche Partei lag der Fokus auf der Einführung der sozialen Marktwirtschaft sowie dem schnellen Vollzug der deutschen Einheit durch eine Abkehr von der Politik der DDR-Zeit. Im Land setzte sich die CDU für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Stärkung der Landwirtschaft und Familienförderung sowie der inneren Sicherheit ein.

Die CDU stellte von 1990 bis 1998 als stärkste Fraktion den Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern. Danach war sie zwei Legislaturperioden alleinige Oppositionsfraktion im Landtag und von 2006 bis 2021 Teil der SPD-geführten Landesregierung. In der aktuellen Legislatur stellt die CDU die zweitgrößte Oppositionsfraktion nach der AfD.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Daniel Peters*

  • Gründungsjahr Landesverband: 1990*

  • Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: 4.005*

  • Wahlergebnis 2021: 13,3%

* nach Angaben der Partei

Spitzenkandidat der CDU ist Daniel Peters, Fraktionschef im Landtag und Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Die CDU fordert mit ihrem Programm zur Landtagswahl 2026 einen Politikwechsel. Dabei schließt sie eine Regierungsbildung mit der AfD und Die Linke aus. In der Wirtschaftspolitik setzt die CDU besonders auf die Ansiedlung von Industrieunternehmen und will dabei Unternehmen fördern, plant mehr Digitalisierung und Ausgleichszahlungen für hohe Stromkosten. In der Sicherheitspolitik plant sie Justiz und Polizei personell und technisch besser auszustatten, zudem u. a. die Videoüberwachung öffentlicher Räume auszuweiten. Die Verwaltung soll digitaler werden und durch künstliche Intelligenz der Bürokratieabbau vorangetrieben werden. In der Bildungspolitik hält sie am gegliederten Schulsystem, der Regionalen Schule und den Förderschulen fest. Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse sollen von der Einschulung zurückgestellt werden und an verpflichtenden Sprachförderungen teilnehmen. Für die Stärkung des ländlichen Raums will die CDU u. a. die Verkehrsinfrastruktur stärker ausbauen.

Fussnoten

Jan Müller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre. Er forscht und veröffentlich zur Landes- und Kommunalpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Er leitet seit 2021 die Arbeitsgruppe „Politik und Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern“.