Die „Partei des Fortschritts“ (PdF) wurde im Jahr 2020 in Köln gegründet und trat erstmals zur Bundestagswahl 2021, ausschließlich in Nordrhein-Westfalen, an. Bei der Europawahl 2024 hat die PdF ein Mandat errungen und ist dort Teil der liberalen Fraktion „Renew Europe“. Die PdF hat aktuell überall – außer im Saarland – Landesverbände. 2024 ging die Partei „Freiparlamentarische Allianz“, die 2021 bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern antrat, in der PdF auf.
Die PdF bekennt sich in ihrem Grundsatzprogramm zur freiheitlich demokratischen Grundordnung, aber fordert mehr basisdemokratische Instrumente wie etwa bundesweite Volksabstimmungen. Ihre Inhalte sollen durch wissenschaftsbasierte Erkenntnisse sowie der Perspektive der Bevölkerung entwickelt werden. Sie setzt sich für einen starken Sozialstaat ein, der Altersarmut, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit bekämpft, aber auch den Missbrauch staatlicher Leistungen verhindert. Die PdF bekennt sich zur europäischen Integration und zum europäischen Binnenmarkt. Sie sieht zudem in der Digitalisierung aller Bereiche die Grundvoraussetzung des Fortschritts und fordert u. a. den Ausbau der digitalen Infrastruktur.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Bastian Große*
Gründungsjahr Landesverband: 2026*
Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: 25*
Wahlergebnis 2021: nicht angetreten
* nach Angaben der Partei
In ihrem Programm zur Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern fordert die PdF in der Wirtschaftspolitik u. a. weniger Bürokratie für den Mittelstand und Handwerk, einen Infrastrukturausbau und die Förderung von Digitalisierung und KI. Im Bereich Wohnen setzt sie auf Wohnförderprogramme für Familien und Sozialwohnungen. Im Bereich Sicherheit soll etwa die Polizei mit Tasern und Bodycams ausgestattet werden und KI nutzen dürfen. Die Kommunen sollen zu mehr Bürgerbeteiligung und Digitalisierung verpflichtet werden. Auf Landesebene sollen zufällig ausgeloste Bürgerräte eingeführt werden. Die Partei möchte ein Lobbyregister für die Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern einführen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll in ein freiwilliges Abonnement-System umgewandelt werden. In der Bildungspolitik setzt die PdF auf digitale Kompetenz und Handwerk, lehnt konfessionellen Religionsunterricht ab und will die Kita-Gebühren wiedereinführen.