Die „Kommunistische Partei Deutschlands“ (KPD) wurde im 1990 in Ost-Berlin von ehemaligen Mitgliedern der DDR-Staatspartei SED gegründet. Sie versteht sich in der Tradition der 1918/19 gegründeten KPD, die 1933 faktisch verboten und 1945 neu zugelassen wurde. 1956 wurde die KPD in der Bundesrepublik als verfassungswidrig verboten und 1946 in der sowjetischen Besatzungszone mit der SPD in der SED zwangsvereint. Von der 1968 in Westdeutschland gegründeten „Deutschen Kommunistischen Partei“ (DKP) grenzt sich die KPD ab. Programmatisch beruft sich die Partei auf den Marxismus-Leninismus, ehrt Stalin und betrachtet die DDR als Vorbild. Ihr Ziel ist eine sozialistische Gesellschaftsordnung durch einen “revolutionären Bruch mit den kapitalistischen Macht- und Eigentumsverhältnissen“. Die Landesämter für Verfassungsschutz in Thüringen und Brandenburg stufen die KPD als linksextremistisch ein. Bislang ist sie in keinem bundesdeutschen Landtag vertreten; in Mecklenburg-Vorpommern tritt die KPD erstmals an.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: keine Angaben*
Gründungsjahr Landesverband: keine Angaben*
Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: keine Angaben*
Wahlergebnis 2021: nicht angetreten
* nach Angaben der Partei
Im Mittelpunkt des Wahlprogramms für Mecklenburg-Vorpommern 2026 steht die Forderung, dass „Energie, große Werften und Industrieanlagen, Verkehr, zentrale landwirtschaftliche Flächen, Wohnungsbestände und Pflegekonzerne“ in öffentliches Eigentum überführt werden sollen. Zudem fordert die KPD Lohnerhöhungen und die Angleichung an das Westniveau, den Erhalt aller Krankenhausstandorte, einen Mietendeckel, gebührenfreie Bildung nach Vorbild der DDR sowie die Abschaffung der Schuldenbremse. Die KPD wendet sich außerdem gegen die aus ihrer Sicht zunehmende Militarisierung des Landes, lehnt Rüstungsproduktion in Werften ab und fordert eine Umstellung auf zivile Produktion. Außenpolitisch betont sie die „deutsch-russischen Freundschaft“ und verlangt die Wiederinbetriebnahme der Gaspipeline Nord-Stream.