Die „Piratenpartei Deutschland“ (PIRATEN) wurde 2006 gegründet. Vorbild war die schwedische „Piratpartiet“. In Mecklenburg-Vorpommern formierte sich der Landesverband 2009 und nimmt seither regelmäßig an Wahlen teil. Zu Beginn lag der Schwerpunkt der PIRATEN vor allem auf netzpolitischen Themen wie Urheberrecht, Datenschutz sowie digitale Bürgerrechte. Mit der Zeit kamen weitere Themen hinzu: In der Sozialpolitik fordert die Partei beispielsweise die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Darüber hinaus legt die Partei einen starken Fokus auf Transparenz und Bürgerbeteiligung. Die Partei wird programmatisch als linksliberal eingestuft. In den Jahren 2011 und 2012 gelang den PIRATEN der Einzug in vier Landtage, bei den Europawahlen 2014 und 2019 erlangte die Partei jeweils einen Sitz. An diese Erfolge konnte die Partei seitdem nicht anknüpfen. Aktuell sind die PIRATEN auf Länder-, Bundes- und Europaebene parlamentarisch nicht vertreten.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Jonathan Darmann*
Gründungsjahr Landesverband: 2009*
Mitgliederzahl in Mecklenburg-Vorpommern: 35*
Wahlergebnis 2021: 0,4%
* nach Angaben der Partei
In ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 fordern die PIRATEN, entsprechend ihrem digitalpolitischen Fokus, das Briefgeheimnis auf E-Mails, Messenger-Nachrichten sowie Telefonate auszuweiten. Außerdem will die Partei ein Wahlrecht bei Kommunalwahlen unabhängig der Staatsbürgerschaft sowie mehr Transparenz bei Ämterbesetzung, Lebensmittelkontrollen und Mediengremien. Zudem sollen Sparkassengewinne an die Kommunen ausgeschüttet werden. Bildungspolitisch wollen die PIRATEN u. a. die Zeiten des Unterrichtsbeginns an Schulen flexibilisieren. Des Weiteren fordern die PIRATEN, das Recht auf freien Zugang zu Seen, Wäldern, Mooren und Küsten in die Landesverfassung aufzunehmen.