Symbolbild gemalte Menschen mit Smartphones

China

China ist nicht nur wegen der derzeit grassierenden Corona-Pandemie im Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Fragen wie, welche Rolle das bevölkerungsreichste Land der Erde zukünftig spielen und welchen Einfluss es auf Europa, auf Deutschland, haben wird, sind drängender denn je. Denn mit dem Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht verändern sich nicht nur globale Verflechtungen in Politik und Wirtschaft, sondern auch Werte und Normen.

Das öffentliche Meinungsbild zu China ist in vielen Fällen gespalten, teils fehlt es auch an Informationen. Manche sehen im Erfolg Chinas die Chance auf eine multipolare und gerechtere Weltordnung. Andere befürchten, dass mit China ein undemokratischer, nicht-liberaler Staat den Aufstieg schafft und damit Werte wie Menschenrechte und Demokratie untergräbt. Nicht zuletzt haben Schlagworte wie digitale Überwachung (Social Credit System) oder die Umerziehungslager für Uigurinnen und Uiguren den Anstoß für tiefgreifende Debatten über digitale Selbstbestimmung und Minderheitenrechte gegeben. Grund genug, sich also intensiver mit China zu befassen.

Das vorliegende Dossier wird 2021 aktualisiert und erweitert.

100 Jahre Kommunistische Partei Chinas

Eine Luftaufnahme zeigt Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Kommunistischen Partei Chinas. Tausende Bewohner/-innen der Stadt Yuncheng zelebrieren mit riesigen Flaggen und Bannern.

Nele Noesselt

100 Jahre KPCh –
Inszenierung einer Erfolgsgeschichte

Im Juli 2021 feiert die Kommunistische Partei Chinas ihr 100-jähriges Bestehen. Ausstellungen, Gemälde und Fernsehserien visualisieren die partei-offizielle Erfolgsgeschichte, die eine glorreiche Zukunft Chinas als Weltmacht in greifbare Nähe rückt.

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Warum ist China wichtig?

Chinas Präsident Xi Jinping besucht das Zuhause eines Dorfbewohners im Dorf Desheng im Norden Chinas.

Thomas Heberer

Rolle und Verständnis des
chinesischen Staates

Thomas Heberer, Universität Duisburg-Essen, gibt in seinem Kommentar einen Einblick in die chinesische Staatslogik. Er spricht sich für ein besseres Verständnis und den gemeinsamen Dialog aus, denn nur mit China seien globale Probleme wie etwa der Klimawandel lösbar.

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Vier Bildschirme zeigen Xi Jinping, Charles Michel, Angela Merkel und Ursula Von Der Leyen.

Eberhard Sandschneider

Chinas Außenpolitik – wie
umgehen mit dem selbstbewussten Riesen?

Wie umgehen mit Chinas gewachsener Bedeutung auf globaler Ebene? Eberhard Sandschneider, Freie Universität Berlin, rät zu Pragmatismus. In seinem Kommentar legt er auch dar, was Entscheidungsträger/-innen oft daran hindert, China multidimensional und ganz ohne Angst zu sehen.

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Eine Besucherin testet einen "Smart Robot" bei der JD Global Technology Discovery Conference in Peking.

Genia Kostka

Deutschlands Wirtschafts-
beziehungen zur wachsenden digitalen Weltmacht

Bis 2049, dem 100. Geburtstag der VR China, will das Land eine Weltmacht auf allen Ebenen sein. Genia Kostka, Freien Universität Berlin, beschäftigt sich mit dem im Jahr 2019 wichtigsten Handelspartner Deutschlands und skizziert u.a. Herausforderungen und Chancen digitaler Technologien.

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Gestapelte Container mit den projektierten Fahnen von China und USA

Birgit Eger

Verschobene Machtverhältnisse: Handelskrieg zwischen China und den USA

Worum geht es in dem Streit zwischen den Großmächten China und USA und wie soll sich Deutschland dazu positionieren? Darüber diskutieren Doris Fischer von der Universität Würzburg und Max Zenglein vom Mercator Institute for China Studies.

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Häufige Fragen

Zwei gezeichnete Personen schauen in ein Buch. Die Illustration ist ein Symbolbild für die FAQ.

FAQ zur Volksrepublik China

Wie wird in China regiert, welche Leitideen verfolgt die Kommunistische Partei, welche strategischen Ziele unterliegen der chinesischen Außenpolitik? Kurz und knapp erklärt die Politologin Nele Noesselt, Universität Duisburg-Essen, wichtige Fragen zum politischen System.

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Ein Globus zeigt südostasiatische Länder in der Chinesischen See

Zahlen und Karten

Die Volksrepublik China im statistischen Überblick, alle wichtigen Zahlen und Karten zu Demographie, Politik und Wirtschaft auf einen Blick.

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Mehr Hintergrund

Willkommenszeremonie anlässlich der Rückkehr der 37. Marine-Geleitflotte in den Hafen von Zhanjiang am 29.06.2021 nach einer Mission im Golf von Aden und vor der Küste Somalias.

Saskia Hieber

Chinas Sicherheitspolitik

Bei seinen Nachbarländern verfolgt China seine Interessen vehement, auf weltpolitischer Bühne ist die Volksrepublik zurückhaltender. Tatsächlich aber entwickelt sich China von einer Wirtschaftsmacht zu einem globalen Investor und einer politischen und militärischen Supermacht mit Präsenzambitionen im Weltraum und in Richtung beider Pole.

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Chinas Staatschef Xi Jinping bei einem Besuch in Guangdong

Kerry Brown

Chinas Staatschef Xi Jinping

Seit 2012 steht Xi Jinping an der Spitze Chinas. Wer ist der Mann und wie verändert seine Politik das bevölkerungsreichste Land der Welt? Ein Portrait.

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Eine App mit dem Namen "Xuexi Qiangguo" oder "Studie, um China stark zu machen", die ein Foto von Chinas Präsident Xi Jinping zeigt, wird am 15.10.2019 als Fotoillustration aufgenommen.

Ros Holmes

Xi Jinpings China

Unter Präsident Xi Jinping soll China "stark" werden. Wie kam es zu seinem Aufstieg? Welche Erzählungen benutzt er zur Unterstützung seiner Macht? Und wie setzt er sich in den Sozialen Medien in Szene? Eine Bilderstrecke.

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Unterstützerinnen und Unterstützer des Menschenrechtsanwalts Pu Zhiqiang protestieren am 14. Dezember 2015 in der Nähe des Mittleren Volksgerichts Nr.2 in Peking gegen dessen Verhaftung.

Christian Göbel

Proteste in China

Die Volksrepublik China wird autoritär regiert – die Versammlungsfreiheit ist stark eingeschränkt, und Gesetzesverstöße können empfindliche Strafen nach sich ziehen. Trotzdem demonstrieren täglich Menschen für ihr Recht. Warum lässt die Regierung das zu? Welche Rolle spielen Proteste im politischen System Chinas?

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Eine Illustration, wie US-Präsident Joe Biden (links) und Chinas Staatschef Xi Jinping (rechts) Xiangqi spielen.

Nele Noesselt

Chinas Außen- und Wirtschaftspolitik in der Xi-Ära

China ist zur weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft aufgestiegen. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ist die Volksrepublik auf internationalen Verhandlungstischen nicht mehr wegzudenken. Ein Überblick über Chinas außen- und wirtschaftspolitische Agenda.

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In einer chinesischen Fabrik in Huai'an in der Jiangsu Provinz arbeiten Mitarbeiter/-innen an der Fertigung von Druckleiterplatten für Smartphones.

Tobias ten Brink

Das chinesische Wirtschaftsmodell im Wandel

Seit den 1980er Jahren wuchs Chinas Wirtschaft und der Wohlstand der Bevölkerung kontinuierlich. Dafür musste China seine Wirtschaft umbauen. Welche Antriebskräfte steckten dahinter und wie wurde auf nationale sozio-ökonomische Probleme reagiert?

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Genia Kostka - Big Data Dreams and local reality in China

Mediathek

Genia Kostka - Big Data Dreams and local reality in China

Beitrag zur Redenreihe "Making Sense of the digital Society"

Von der Verwendung biometrischer Kontrollpunkte zu der Überwachung muslimischer Minderheiten bis hin zur Nutzung von KI für intelligentes Verkehrsmanagement, Big-Data-Anwendungen schießen in chinesischen Städten rasant aus dem Boden. Was sind Chinas digitale und Big-Data-Ambitionen und die tatsächlichen lokalen Realitäten?

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Der größte Saal in der Großen Halle des Volkes am Tiananmen-Platz in Peking fasst mehr als 10 000 Personen. Er ist Schauplatz der KPC-Parteitage und des Nationalen
Volkskongresses, der jährlichen Parlamentssitzung. Beginn des 19. Parteitages am 18. Oktober 2017

Sebastian Heilmann

Charakteristika des politischen Systems

Die Kommunistische Partei und ihre Funktionäre dominieren das politische Leben auf allen Ebenen des stark zentralistisch organisierten "Parteistaates". Politische Oppositionsbewegungen werden unterdrückt und ihre Vertreter strafrechtlich verfolgt. Derweil hat die Macht des Staatspräsidenten Xi Jinping, die mit einem gesteigerten Personenkult einhergeht, einen neuen Höhepunkt erreicht.

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Ying Huang

Werte oder Interessen? Maximen deutscher und europäischer Chinapolitik

Der Balanceakt zwischen Werte- und Interessenpolitik ist die wichtigste Leitlinie der deutschen und europäischen Chinapolitik. Doch wie soll die Balance mit Blick auf die zunehmende wirtschaftliche und strategische Bedeutung Chinas auf der Weltbühne erreicht werden?

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Jens Damm

Das "andere China"? Was wir über Taiwan wissen sollten

Für eine umfassende "Chinakompetenz" ist auch Wissen über Taiwans Geschichte und Gegenwart notwendig. Die Insel steht sowohl geopolitisch wegen der "Ein-China-Politik" im Fokus als auch wegen ihrer erfolgreichen Demokratisierung und Liberalisierung.

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Vergoldeter Bronzeleuchter in Gestalt einer Dienerin (2. Jh. v. Chr.).

Thomas O. Höllmann

Das alte China

Die Wurzeln der chinesischen Geschichte reichen 5.000 Jahre zurück. Im Laufe dieser Zeit bildeten sich Dynastien, die durch ein Wechselspiel von Krieg und Frieden, Annexion und Allianz geprägt waren.

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Luftaufnahme von Shanghai am 5. Oktober 2004. In der Mitte der Huangpu Fluss, ein Nebenfluss des Jangtse, zwischen massiven Hochhäusern.

Sebastian Heilmann

Chinas Wirtschaftspolitik

Die chinesische Politik nutzt die Chancen der wirtschaftlichen Globalisierung mit einer Beweglichkeit und Ausdauer, die kaum jemand ihr zuge­traut hätte. Wie aber kann ein eher starres Institutionensystem in der Lage sein, eine so außergewöhnliche Anpassungs- und Innovationsleistung zu erbringen? Mit einer besonderen Methodik des "Policy-Making".

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Bug eines Containerschiffs auf der Elbe

Margot Schüller, Yun Schüler-Zhou

China als Advokat des Freihandels?

Aufgrund des Rückzugs der USA aus multilateralen Institutionen fällt China zwangsläufig eine Führungsrolle im Welthandel zu. Es stellt sich die Frage, ob China sich für eine stärkere Liberalisierung einsetzen oder den Schutz einheimischer Industrien bevorzugen wird.

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Undatiertes Foto des chinesischen kommunistischen Führers Mao Tse-tung, winkend. Mao war als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (1943–1976), als Vorsitzender der Zentralen Volksregierung (1949–1954) sowie als Staatspräsident der Volksrepublik China (1954–1959) der führende Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert.

Gregor Delvaux de Fenffe

Mythos Mao

Bis zum heutigen Tag wird Mao Zedong in China wie ein Heiliger verehrt. Doch seine Herrschaft von 1949 bis 1973 war gekennzeichnet durch Rechtlosigkeit, Terror und totalitäre Gewalt. Der "Große Steuermann", der den "Großen Sprung" wagte und die Kulturrevolution ausrief, brachte das Reich der Mitte an den Rand des Abgrunds.

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Der chinesische Politiker und Veteran der kommunistischen Revolution Deng Xiaoping am 20. Januar 1978. Deng war zunächst eine der wichtigsten Machtstützen Mao Tse-tungs und wandelte sich dabei vom linken Hardliner zum marktorientierten Pragmatiker. Nach Maos Tod übernahm er die Führung der Kommunistischen Partei und regierte die Volksrepublik, ohne jemals die Spitzenämter persönlich einzunehmen, faktisch von 1979 bis 1997.

Uli Franz

Porträt: Deng Xiaoping

Nach Maos Tod übernahm Deng Xiaoping die Macht in China. Mit seinen Wirtschaftsreformen leitete er eine radikale Wende in der Politik ein: weg von der zentralistischen Planwirtschaft. Dennoch zielte er niemals auf die Schaffung eines freiheitlichen Staatswesens, auf mehr Demokratie und Liberalismus. Er blieb ein Kommunist chinesischer Prägung.

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Ein Händler auf einem Pekinger Flohmarkt sitzt Zeitung lesend vor seinem Stand mit Kopien von kommunistischen Propaganda-Plakaten aus der Zeit der chinesischen Kulturrevolution 1966-1976.

Heike Holbig

Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in China

Wie wird in China Vergangenheit reflektiert? Welche Rolle spielt die Wahrheit in diesem Denkprozess? Im Mittelpunkt stehen drei Beispiele: die Erinnerungen an die Kulturrevolution und den Sino-Japanischen Krieg und die Neuerfindung des Konfuzianismus – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

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Buchhandlung in Peking.

Wolfgang Kubin

Chinesische Literatur in
Moderne und Gegenwart

Schon immer wurde chinesische Literatur auch zu ideologischen Zwecken eingesetzt. Vor allem in der Gründerzeit der Volksrepublik. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis sich die Schriftsteller-Szene von dieser Bürde befreien konnte. Heute dominieren Bestseller-Autoren den Markt.

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Die Peking-Oper steht für die traditionelle chinesische Musik.

Lena Henningsen

Musikalisches Leben in China

Musik in China ist häufig sehr eng an ihren historischen, sozialen und politischen Kontext gebunden. Propaganda-Stücke aus der Blütezeit des Kommunismus werden auch heute noch gespielt. Neben diesen lokalen, mitunter auch nationalen Ausprägungen hat sich aber längst eine globale Popszene etabliert.

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Der chinesische Leichtathlet Liu Xiang feiert mit einer chinesischen Flagge seinen Gewinn der Goldmedaille bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2007 in Osaka, Japan, in der Disziplin 110 Meter Hürden. Der chinesische Sportler ist allerdings nicht nur Athlet, sondern auch ein Kommunist. Sein Trainer Sun Haiping hielt in einem Statement vom 15. Oktober 2007ein politisches Engagement des Hürdenläufers, der Mitglied der kommunistischen Partei ist, z.B. als Deligierter bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag, für denkbar: "Er ist ein Mitglied der Partei, er hat also wirklich Interesse (an Politik)."

Benedikt Voigt

China trainiert für Olympia

Längst hat die kommunistische Regierung in China den Sport als Mittel entdeckt, um nach außen eigene Modernität und Leistungsfähigkeit zur Schau zu stellen. In den Sportschulen werden derzeit rund 372.000 Kinder und Jugendliche – unter teils extremen Bedingungen – ausgebildet. Ein System, das viele Nachteile aufweist.

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Aus Politik und Zeitgeschichte

China(kompetenz)

In der Debatte, auf welchen Grundlagen eine strategische deutsche und europäische Chinapolitik aufbauen sollte, ist "Chinakompetenz" ein verbreitetes Schlagwort geworden. Dass es mehr davon braucht, darauf können sich viele einigen. Doch welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sind notwendig, um zu einem realistischen und differenzierten Bild des gegenwärtigen Chinas zu kommen?

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Zahlen und Fakten

Europa - EU-USA-China

Im Jahr 2017 lebten in China 1,4 Milliarden Menschen, weit mehr als in den USA oder der Europäischen Union. In der EU, den USA und China hat sich die Altersstruktur der Bevölkerung deutlich verändert und wird dies auch in Zukunft tun. Der Film zeigt die wichtigsten Zahlen zur EU, den USA und China aus dem Angebot "Zahlen und Fakten: Europa".

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