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Großer Lauschangriff

Großer Lauschangriff ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die akustische Überwachung von Wohnräumen, die durch Externer Link: Art. 13 Abs. 3 GG und Externer Link: § 100c StPO geregelt ist. Er ist zu unterscheiden vom sogenannten kleinen Lauschangriff, der die akustische Überwachung von privaten Gesprächen außerhalb von Wohnungen bezeichnet. Nach Art. 13 Abs. 3 GG und § 100c StPO darf eine Wohnung abgehört und dürfen Gespräche aufgezeichnet werden, wenn dies zum Zweck der Strafverfolgung bei besonders schweren Straftaten unerlässlich ist und gleichzeitig ein konkreter Tatverdacht vorliegt. Die akustische Wohnraumüberwachung erfordert nach Externer Link: § 100e Abs. 2 StPO zudem stets eine richterliche Anordnung.

Wegen des tiefgreifenden Eingriffs in die Privatsphäre ist der große Lauschangriff umstritten. Das Bundesverfassungsgericht erklärte ihn 2004 in weiten Teilen für mit dem Grundgesetz vereinbar, untersagte aber das Abhören des unantastbaren Kernbereichs privater Lebensgestaltung (d. h., unter anderem das Abhören intimer Gespräche und Gespräche mit engsten Vertrauenspersonen).

Fussnoten