Bildnachweis v. l. n. r.: Spielfigur „Blitzcrank“ aus „League of Legends“ (Quelle: Pixabay); Schutzbrief von Feist Hertz, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Leo Baeck Institute – New York | Berlin); Einsteinturm (Quelle: Wikimedia); Silberne Spielzeuglokomotive, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Jüdisches Museum Hohenems); „Der Vollkommene Pferdekenner“, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Leo Baeck Institute – New York | Berlin); Salvarsan-Ampulle, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Georg-Speyer-Haus); Stolpersteine für die Familie Frank in Aachen, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Volkshochschule Aachen); Siegel von Josel von Rosheim (© Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 56 U 15); Edikt von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Biblioteca Apostolica Vaticana); Motorroller "Schwalbe KR51" der Firma Simson, Lizenz: CC-BY-NC-ND (AKF Fahrzeugteile GmbH; Foto: Leo Baeck Institute – New York | Berlin)

20.10.2021

Leo Baeck Institute New York I Berlin

Über 500 Jahre deutsch-jüdische Geschichte

Porträt Rabbi Leo Baeck. Foto von Laelia Goehr (1950), Roland Merton Collection AR 11776Porträt Rabbi Leo Baeck. Foto von Laelia Goehr (1950), Roland Merton Collection AR 11776 (© Leo Baeck Institute New York | Berlin)
Im Sommer 1955 entschied sich eine Gruppe deutschsprachiger, jüdischer Intellektueller, denen es gelungen war, dem nationalsozialistischen Terror zu entkommen, das Leo Baeck Institute als lebendes Monument für die Geschichte und Kultur des deutschen Judentums zu gründen. Zu diesen Koryphäen gehörten Martin Buber, Ernst Simon, Robert Weltsch und Gershom Scholem. Sie beschlossen, dass dieses Institut zeitgleich in den Zentren der deutsch-jüdischen Emigration entstehen sollte: in Jerusalem, London und New York. Das Institut wurde benannt nach dem Rabbiner Leo Baeck, dem letzten Repräsentanten des deutschen Judentums im nationalsozialistischen Deutschland. Leo Baeck wurde der erste Präsident des Instituts.

Fassade vom Center for Jewish History, New YorkFassade vom Center for Jewish History, New York (© Leo Baeck Institute New York | Berlin)
Seit über 60 Jahren hat das Leo Baeck Institut New York I Berlin Dokumente, Bücher, Kunstwerke und Objekte gesammelt. Die Bestände in New York werden heute als eines der führenden Archive zu deutsch-jüdischen Themen und das kulturelle Herz der deutschsprachigen Diaspora anerkannt, wo das Erbe frühere Generationen für die Nachwelt bewahrt wird. Auch in Jerusalem und London sind in den letzten Jahrzehnten Archive entstanden, deren Materialien nach und nach erschlossen, digitalisiert und im gemeinsamen Katalog des Archivs des Leo Baeck Institute New York | Berlin aufgenommen werden.
Max Liebermann: Porträt Max Boehm (rechts), Eduard Magnus: Porträt Felix Mendelssohn-Bartholdy (Mitte), Max Liebermann: Porträt Leonhard Tietz (links), fotografiert von Jon Pack.Max Liebermann: Porträt Max Boehm (rechts), Eduard Magnus: Porträt Felix Mendelssohn-Bartholdy (Mitte), Max Liebermann: Porträt Leonhard Tietz (links), fotografiert von Jon Pack. (© Leo Baeck Institute New York | Berlin)
Die Bibliothek des Leo Baeck Institute New York | Berlin beherbergt mehr als 80.000 Bände, seine Kunstsammlung enthält tausende an Kunstwerken und sein Archiv bewahrt mehr als 25.000 Fotografien, über 2.000 Memoiren und mehrere laufende Kilometer an Dokumenten. Die Mehrheit davon, d.h. über 4 Millionen Seiten, wurde digitalisiert und ist nun über DigiBaeck online abrufbar.
Fotografie aus der Joseph Roth Collection: Friedl Roth mit einem Unbekannten, um 1920. Die Ehefrau Joseph Roths wurde am 12. Mai 1900 als Friederike Reichler in Wien geboren. Sie wurde 1940 im Zuge des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ermordet. Joseph Roth Collection AR 1764.Fotografie aus der Joseph Roth Collection: Friedl Roth mit einem Unbekannten, um 1920. Die Ehefrau Joseph Roths wurde am 12. Mai 1900 als Friederike Reichler in Wien geboren. Sie wurde 1940 im Zuge des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ermordet. Joseph Roth Collection AR 1764. (© Leo Baeck Institute New York | Berlin)



In Deutschland lebt die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Europas. Seit den 1990er Jahren hat sich jüdisches Leben in Deutschland mit einer ganz neuen Dynamik und Vitalität entwickelt, innerjüdische Pluralität mit seinen mannigfaltigen Erscheinungs- und Ausdrucksformen ist zum Wesensmerkmal jüdischer Gegenwart geworden. Das Dossier versucht diese Pluralität und Vielstimmigkeit sicht- und hörbar zu machen.

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Im Jahre 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich 1700 Jahre auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Für bpb und KMK ist das Festjahr ein Anlass auf der jährlichen Fachtagung der Frage nachzugehen: Wie kann Schule und Unterricht dazu beitragen, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

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Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders weiblichen jüdischen Lebens etwas entgegenzusetzen, hat sich die Redaktion des Deutschland Archivs vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Dazu wird eine Reihe mit Beiträgen, Interviews und Porträts veröffentlicht.

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Teaser Link www.chotzen.de
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chotzen.de

Auf der Webseite www.chotzen.de wird die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis heute erzählt. Mit vielen Filmen, Bildern und Dokumenten.

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Elf Familiengeschichten zeigen, was Verfolgung, Kriege und Ost-West-Konflikt für Juden in Europa konkret bedeuten konnten. Jede der elf Biographien wird in einem Film erzählt. Interaktive Karten lassen die Größenordnung des Völkermordes und die Flucht- und Auswanderungsbewegungen vor und nach 1945 nachvollziehen. Texte beleuchten u.a. die Situation im Nachkriegseuropa sowie nach 1990.

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Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

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In dem Arte-Zweiteiler "Jüdisch in Europa" begeben sich der Journalist Yves Kugelmann und die Filmproduzentin Alice Brauner auf eine Reise, um jüdisches Leben in Europa aufzuspüren. Dabei thematisieren sie die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen. Sie zeigen, wie Juden heute in Europa leben, wo die alten und neuen Zentren be- und entstehen und wie sich die jüdische Gemeinschaft (auch im Umgang mit Migrations- und Islamdebatten) wandelt.

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In dem Arte-Zweiteiler "Jüdisch in Europa" begeben sich der Journalist Yves Kugelmann und die Filmproduzentin Alice Brauner auf eine Reise, um jüdisches Leben in Europa aufzuspüren. Dabei thematisieren sie die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen. Sie zeigen, wie Juden heute in Europa leben, wo die alten und neuen Zentren be- und entstehen und wie sich die jüdische Gemeinschaft (auch im Umgang mit Migrations- und Islamdebatten) wandelt.

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Antisemitismus, was ist das? Kurz und leicht verständlich erklärt im Glossar des Dossiers Rechtsextremismus auf www.bpb.de. Getextet von Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner und FLMH. Eingesprochen von Jungschauspielern/-innen.

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Antisemitismus erscheint in vielen Formen. Dieser Film zeigt, was das eigentlich für Jüdinnen und Juden bedeutet: Diskriminierung auf der Straße, auf dem Schulhof oder im Netz.

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"Antisemitismus in Deutschland" lautet der Titel der Studie, die am Montag (23.01.2012) in Berlin zu sehen ist. Ein unabhängiger Expertenkreis hatte nach einem Bundestagsbeschluss aus dem Jahr 2008 das Ausmaß des Antisemitismus in Deutschland untersucht und nun die Studie vorgelegt.
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28–30/2014)

Antisemitismus

Antisemitische Ressentiments finden sich im Islamismus, sind verankert im Rechtsextremismus und brechen sich in Teilen des linksextremistischen Milieus Bahn. Zu einfach wäre es allerdings, judenfeindliche Einstellungen radikalen Gruppierungen allein zuzuschreiben, denn sie existieren auch in der Mitte der Gesellschaft.

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Farbfoto: Enkel und Großvater betrachten Fotos in einem Fotoalbum in Emmendingen.
Was hat Dein Opa im Krieg gemacht?

Familiengeschichte(n)

Wie haben meine Großeltern im Nationalsozialismus gelebt? Welche Erfahrungen haben meine Eltern als Kriegskinder gemacht? Welche Auswirkungen haben Traumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Diese Übersichtsseite zeigt Menschen auf ihrer Spurensuche und bietet mehr Infos zum historischen Kontext.

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Seit 75 Jahren ist der Nationalsozialismus Geschichte - und doch wirkt er bis heute weiter – in der eigenen Familie. Brigitte Baetz und Melanie Longerich gehen mit ihrem Podcast "gestern ist jetzt" auf die Suche nach Antworten.

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