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Politisch motivierte Kriminalität 2024 | Innere Sicherheit | bpb.de

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Politisch motivierte Kriminalität 2024 Aktuelle Zahlen des Hellfelds

Cornelia Weins Robert Pelzer

/ 5 Minuten zu lesen

Politisch motivierte Straftaten erreichten im Jahr 2024 einen neuen Höchststand. Seit 2023 gab es eine deutliche Zunahme bei den polizeilich registrierten Fällen.

Im Mai 2025 stellten der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, und der Bundesminister des Innern, Alexander Dobrindt, in einer Pressekonferenz die Fallzahlen der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) 2024 vor. (© picture-alliance, epd-bild | Christian Ditsch)

2024 registrierte die Polizei mit mehr als 84.000 Straftaten das größte Ausmaß Interner Link: politisch motivierter Kriminalität seit Einführung des geltenden Erfassungssystems im Jahr 2001 und einen sprunghaften Anstieg um 40 Prozent (plus 24.144 Taten) seit 2023. Knapp ein Viertel der Taten wurde im Internet oder mittels Internet begangen. Diese Fallzahlen haben sich von 2022 bis 2024 verdoppelt.

Politisch motivierte Kriminalität 2024 nach Phänomenbereichen

Bei mehr als der Hälfte aller 2024 verübten Taten geht die Polizei von einer politisch rechten Motivation aus (Tabelle 1). Mengenmäßig folgen Taten, deren Motivation nicht eindeutig zugeordnet werden konnte („Sonstige Zuordnung“, 2024: 26 Prozent) und – mit deutlichem Abstand – Straftaten, die im linken politischen Spektrum (12 Prozent), mit einer ausländischen (9 Prozent) oder religiösen Ideologie (2 Prozent) verortet wurden. Mit Ausnahme der im linken politischen Spektrum verorteten Straftaten liegen die 2024er Fallzahlen deutlich über dem Niveau der 2010er-Jahre.

Politisch motivierte Gewaltstraftaten waren 2024 prozentual am häufigsten politisch „rechts“ motiviert (36 Prozent), gefolgt von „ausländisch“ motivierten (24 Prozent) sowie politisch „links“ motivierten beziehungsweise weltanschaulich nicht zugeordneten Taten (jeweils 19 Prozent). Religiös motivierte Gewaltstraftaten treten insgesamt selten (2 Prozent) auf, zeichnen sich aber durch eine hohe Gewaltintensität mit durchschnittlich einer physisch verletzten Person pro Gewalttat und zwei Angriffen mit mehreren Todesopfern aus. Bei den islamistischen Messerangriffen im Mai 2024 in Mannheim und im August 2024 in Solingen wurden vier Menschen getötet und weitere Menschen zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Die inzwischen verurteilten Angreifer waren afghanischer und syrischer Herkunft.

Die Bewertung von Tatmotiven ist voraussetzungsvoll und kann strittig sein, insbesondere weil sich Täterin oder Täter nur selten zu ihren Motiven äußern. Der schwere Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Solingen im März 2024, durch den vier Menschen getötet und weitere Menschen schwer verletzt wurden, ist in den oben dargestellten PMK-Fallzahlen nicht enthalten. Die Motive des Angeklagten wurden vom Gericht und von der Nebenklagevertretung unterschiedlich gewertet: Auf Grundlage der Erkenntnisse zu Tatumständen und Täter gelangte das Gericht zu der Einschätzung, dass politische Tatmotive nicht vorlägen. Die Nebenklage wertete die Erkenntnisse anders und sah die Tat als rassistisch und rechtsextrem motiviert an.

2024 wurde bei 42 Prozent der politisch motivierten Straftaten mindestens eine tatverdächtige Person ermittelt. Die Aufklärungsquote war damit etwas niedriger als 2023 (47 Prozent). Bei den politisch motivierten Gewaltstraftaten im Jahr 2024 wurden 66 Prozent der Taten aufgeklärt (2023: 63 Prozent).

Entwicklung der PMK von 2022 bis 2024 nach Phänomenbereichen

Das Gesamtaufkommen politisch motivierter Kriminalität nahm von 2022 bis 2024 deutlich zu (mehr als 40 Prozent), bei unterschiedlichen Entwicklungen in den Phänomenbereichen. Die Zahl der Gewaltstraftaten bewegte sich 2024 auf dem Niveau von 2022.

Die zunehmende rechtspopulistische und rechtsextreme Mobilisierung von Teilen der Bevölkerung spiegelt sich im sprunghaften Anstieg rechtsmotivierter Straftaten seit 2022 – vor allem bei Propagandadelikten und Hasskriminalität, aber auch bei Gewaltstraftaten – wider. Der Anstieg politisch rechts motivierter Straftaten war – gemessen an der Bevölkerungsgröße – am stärksten in den Bundesländern ausgeprägt, in denen das Ausgangsniveau bereits 2023 hoch war (siehe Abbildung unten).

Im Bereich „ausländische Ideologie“ stieg die Zahl der Straftaten nach dem Interner Link: Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 ebenfalls sprunghaft an, während Straftaten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, die 2022 überwogen, seit 2023 deutlich rückläufig sind. Diese inhaltliche Verschiebung im Bereich ausländische Ideologie ging mit deutlich mehr Sachbeschädigungen, Propaganda- und auch Gewaltdelikten einher. Auch bei den religiös motivierten Taten erfolgte der Anstieg vor allem aufgrund von Straftaten im Kontext des Nahost-Konfliktes. Dieser Anstieg war vor allem durch Propagandadelikte geprägt.

Straftaten im Bereich „Sonstige Zuordnung“ befinden sich 2024 wieder ungefähr auf dem hohen Niveau der Interner Link: Corona-Pandemie, bei allerdings deutlich weniger Gewaltstraftaten. Straftaten aus der sogenannten Reichsbürger-Szene (Unterthemenfeld „Reichsbürger/Selbstverwalter“) wurden 2023 und 2024 überwiegend hier erfasst. Zahlenmäßig bedeutsamer waren im Bereich „Sonstige Zuordnung“ allerdings Straftaten im Zusammenhang mit Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Die 2024er Wahlen waren auch Treiber für den Anstieg politisch links motivierter Straftaten, wobei Gewaltkriminalität hier 2024 niedriger ausfiel als in den beiden Vorjahren. Bei den erfassten Delikten im Kontext der Wahlen handelte es sich vor allem um Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Propagandadelikte.

Hasskriminalität als besondere Herausforderung

Interner Link: Hasskriminalität stellt eine besondere Herausforderung für pluralistische Gesellschaften dar, da gruppenfeindliche Taten sich über die unmittelbar Betroffenen hinaus gegen die Opfergruppen als solche richten und vor allem auf die Ausgrenzung historisch marginalisierter Gruppen zielen. 2024 wurden insgesamt 21.773 Taten (auch) als Hasskriminalität bewertet. Taten im oder mit dem Internet in Form von Hasspostings haben sich dabei seit 2022 mehr als verdreifacht.

Tabelle 3 schlüsselt die Taten nach Phänomenbereichen und ausgewählte Unterthemenfelder der Hasskriminalität für das Jahr 2024 auf. Die polizeiliche Kategorie „ausländerfeindlich“ beinhaltet dabei Straftaten aufgrund von Vorurteilen gegenüber nicht-deutschen Staatsangehörigen, „Rassismus“ umfasst sowohl Straftaten aufgrund von Vorurteilen gegenüber ethnischen Gruppen als auch aufgrund der Hautfarbe von Menschen.

Ausländerfeindliche und rassistische Straftaten haben seit 2022 deutlich zugenommen. Die Zunahme geht in beiden Unterthemenfeldern (UTF) weitgehend auf eine größere Zahl politisch rechts motivierter Taten zurück. Rechts motivierte Taten machen auch 2024 mehr als 90 Prozent der Taten in beiden UTF aus. Auch bei religionsfeindlichen Taten ist ein Anstieg der Kriminalität zu beobachten: Antisemitische Straftaten sind nach dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 sprunghaft angestiegen. Der Anstieg von 2641 Straftaten im Jahr 2022 auf 6236 Straftaten im Jahr 2024 (plus 3595) geht zu zwei Dritteln auf Straftaten zurück, die polizeilich einer ausländischen oder religiösen Ideologie zugeschrieben wurden; knapp ein Viertel des Anstiegs resultiert aus politisch rechts motivierten Taten. Die Bedeutung unterschiedlicher politischer Motive für antisemitische Straftaten zeigt sich auch an der Relevanz von unterschiedlichen Phänomenbereichen (2024: 48 Prozent „rechts“, 31 Prozent „ausländische Ideologie“, 11 Prozent „religiöse Ideologie“). Die deutliche Zunahme islamfeindlicher Straftaten (seit 2022 plus 1.238) geht dagegen weitgehend auf politisch rechts motivierte Taten zurück, die auch 2024 das Gros der Taten ausmachten.

Bei Straftaten aufgrund von Vorurteilen gegenüber der sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität oder Diversität nahm die Kriminalität in etwa gleichem Umfang durch politisch rechts motivierte Taten und Taten, die polizeilich nicht eindeutig einem Phänomenbereich zugeordnet werden konnten, zu. 2024 konnten mehr als 50 Prozent der Taten nicht eindeutig einer weltanschaulichen Motivation zugeordnet werden („Sonstige Zuordnung“), 40 Prozent der Taten wurden als politisch rechts motiviert eingestuft.

Weitere Hintergründe zur PMK: Interner Link: Pelzer, Weins (2026): Was ist Politisch motivierte Kriminalität?

Quellen / Literatur

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Fussnoten

Fußnoten

  1. vgl. zu den 2024er Fallzahlen und Veränderungen seit 2023 Bundesministerium des Innern 2025a.

  2. Bundesministerium des Innern 2024: 8, 2025a: 8.

  3. vgl. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat 2020.

  4. vgl. Bundesministerium des Innern 2025a: 10.

  5. vgl. zu terroristischen Taten Bundesministerium des Innern 2025b.

  6. vgl. zur Berücksichtigung von Vorurteilsmotiven im Strafverfahren Klärner & Weins 2024; Henningsmeier et al. 2025. Vgl. dazu die Berichterstattung in der taz Externer Link: https://taz.de/Prozess-zu-rassistischem-Brandanschlag/!6099507/ und im WDR Externer Link: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/brandanschlag-solingen-urteil-lebenslang-100.html

  7. vgl. bereits Borstel 2016.

  8. Bundesministerium des Innern 2025a.

  9. vgl. Bundesministerium des Innern 2024: 25.

  10. vgl. Bundesministerium des Innern 2025a: 24 f.

  11. Bundesministerium des Innern 2025c: 28.

  12. Bundesministerium des Innern 2025a: 29.

  13. Der Anstieg der Straftaten im Zusammenhang mit Wahlen in 2024 betraf dabei mit Ausnahme der CSU alle Parteien (Bundesministerium des Innern 2025c: 19).

  14. In diesem Zusammenhang wurde die Erweiterung der Erfassung von Hasskriminalität um „deutschfeindliche“ (2019) und „männerfeindliche“ (2022) Taten kritisiert (vgl. Gränert & Seydel 2023; Laube 2024).

  15. Bundesministerium des Innern 2024, 2025a.

  16. Das UTF „Rassismus“ beinhaltet Straftaten aufgrund von Vorurteilen gegenüber Menschen einer anderen Hautfarbe und wird darüber hinaus bei Vorliegen der UTF „Antiziganistisch“ und „sonstige ethnische Zugehörigkeit“ vergeben (vgl. Bundeskriminalamt 2025e).

  17. vgl. Bundesministerium des Innern 2025c: 11, 31.

  18. vgl. Bundesministerium des Innern 2025c: 7.

  19. vgl. Bundesministerium des Innern 2025c: 27.

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Prof. Dr. Cornelia Weins ist Professorin für „Empirische Sozialforschung“ an der Fakultät für Sozialwissenschaft und Leiterin des fakultätsübergreifenden Methodenzentrums an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Politischen Soziologie und Vorurteilsforschung.

Dr. phil. Robert Pelzer leitet den Forschungsbereich Sicherheit - Risiko – Kriminologie am Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der Technischen Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte bilden unter anderem Logiken und Entscheidungsprozesse terroristischen Handelns, polizeilicher Staatsschutz und Terrorismusbekämpfung, Radikalisierungs- und Distanzierungsprozesse im Kontext des Salafismus/Dschihadismus und die gesellschaftliche Bewertung von Sicherheitslösungen.

Unter Rechtspopulismus versteht man eine politische Strategie, die autoritäre Vorstellungen vertritt und verbreitete rassistische Vorurteile ausnutzt und verstärkt.

Interner Link: Kompletten Eintrag "Rechtspopulismus" lesen

Straftatbestand, der die Beschädigung oder Zerstörung einer fremden Sache (Sache, fremde) regelt (§ 303 StGB). Auch die dauerhafte Verunstaltung von einiger Erheblichkeit ist unter Strafe gestellt, z. B. Graffiti. Siehe auch...

Interner Link: Kompletten Eintrag "Sachbeschädigung" lesen

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 2. Auflage, 2023. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.

Als "Reichsbürger" oder auch "Reichsregierungen" bezeichnen sich mehrere sektenartige Gruppen von Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern. Die Kernideologie der Reichsbürger ist antisemitisch, geschichtsrevisionistisch und demokratiefeindlich. Neben der Ablehnung der Demokratie, gehört häufig die offensive Leugnung des Holocaust zur Agitation. Das Bundesinnenministerium geht bundesweit von mehreren hundert Mitgliedern aus.

Interner Link: Kompletten Eintrag "Reichsbürgerbewegung" lesen

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Straftatbestand, der die Beschädigung oder Zerstörung einer fremden Sache (Sache, fremde) regelt (§ 303 StGB). Auch die dauerhafte Verunstaltung von einiger Erheblichkeit ist unter Strafe gestellt, z. B. Graffiti. Siehe auch...

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Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 2. Auflage, 2023. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.

Als "Reichsbürger" oder auch "Reichsregierungen" bezeichnen sich mehrere sektenartige Gruppen von Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern. Die Kernideologie der Reichsbürger ist antisemitisch, geschichtsrevisionistisch und demokratiefeindlich. Neben der Ablehnung der Demokratie, gehört häufig die offensive Leugnung des Holocaust zur Agitation. Das Bundesinnenministerium geht bundesweit von mehreren hundert Mitgliedern aus.

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