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Bundesnachrichtendienst (BND)

Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland. Er ist dem Bundeskanzleramt untergeordnet und wird durch das Parlamentarische Kontrollgremium überwacht. Historischer Vorläufer des BND war die von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen aufgebaute „Organisation Gehlen“ (1946–1956). Die BND-Zentrale befindet sich seit 2019 in Berlin.

Zu seinen zentralen Aufgaben gehören die Informationsbeschaffung, -auswertung und Lageanalyse zu außen- und sicherheitspolitisch relevanten Vorgängen im Ausland. Die gesammelten Informationen und Analysen gibt der BND an alle Ressorts der Bundesregierung weiter – vorrangig an Ressorts, die am stärksten mit Fragen der Außen- oder Sicherheitspolitik befasst sind. Im Gegensatz zum Bundesamt für Verfassungsschutz ist der BND nicht im Inland tätig. Zudem verfügt er über keine Exekutivbefugnisse und darf damit etwa niemanden verhaften. Er arbeitet ausschließlich mit nachrichtendienstlichen Mitteln (z. B. Observation, Abhören und Aufzeichnen von Telekommunikation, Bildaufzeichnungen) und unterhält Kontakt zu Geheimdiensten weltweit.

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