Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Terrorismus | Innere Sicherheit | bpb.de

Innere Sicherheit Innere Sicherheit: Grundlagen Warum ist innere Sicherheit ein großes Thema in der Gesellschaft? Wie sicher ist Deutschland? Wo häufen sich Straftaten? Wer ist für die innere Sicherheit in Deutschland zuständig? Wie wird in der Gesellschaft über Sicherheit gesprochen? Was passiert nach einer Straftat? Glossar Sicherheitsbegriff Dimensionen des Sicherheitsbegriffs Freiheit und Sicherheit Das Gewaltmonopol des Staates Innere Sicherheit in Parteiprogrammen Ethik der inneren Sicherheit Sicherheitslage Kriminalitätslage in Deutschland Messung von Kriminalität Urbane Sicherheit Sicherheit im ländlichen Raum Sicherheitsherausforderungen Politisch motivierte Kriminalität Politisch Motivierte Gewalt 2024 Jugendkriminalität Vorurteilskriminalität Sexualkriminalität Migration und Kriminalität Grafiken: Terrorismus Cyberkriminalität Wirtschafts- und organisierte Kriminalität "Ausländerkriminalität" Politisch motivierte Gewalt Wie entsteht kriminelles Verhalten? Kriminalitätsfurcht Sicherheitsarchitektur Polizeien Gewalt durch und gegen Polizistinnen und Polizisten Nachrichtendienste Europäisierung von innerer Sicherheit Das Zusammenwachsen von innerer und äußerer Sicherheit Jugendhilfe und Polizei Kontrolle der Polizei Sicherheitsproduktion Situative Kriminalprävention Stadtplanung als Kriminalprävention Technische Überwachungsmaßnahmen Strafe und Strafvollzug Debatte: Extremismus und Sicherheitsbehörden Redaktion

Terrorismus

Terrorismus ist eine extremistische Form Politisch motivierter Gewalt, die durch die gezielte und systematische Anwendung von Anschlägen gegen Repräsentanten, Institutionen oder Symbole eines bestehenden politischen Systems gekennzeichnet ist. Ziel ist der Umsturz der herrschenden Staats- und Gesellschaftsordnung oder die Durchsetzung ideologischer Forderungen durch Einschüchterung, Destabilisierung und mediale Wirkung. Terroristische Gewalt kann aus unterschiedlichen extremistischen Spektren hervorgehen – etwa aus dem linken, rechten oder religiös motivierten Extremismus.

Linksextremistischer Terrorismus wird in der Bundesrepublik Deutschland historisch insbesondere mit der Interner Link: Roten Armee Fraktion (RAF) verbunden. Die RAF versuchte durch gezielte Anschläge auf Vertreter von Staat und Wirtschaft, den Staat zu einer repressiven Reaktion zu provozieren und die Bevölkerung zur Systemopposition zu mobilisieren.

Rechtsterrorismus richtet sich gegen staatliche Institutionen, politische Gegner und gesellschaftliche Minderheiten. Den Anschlägen, Morden und anderen Formen systematischer Anwendung politisch motivierter Gewalt liegt hierbei eine rechtsextreme Ideologie zugrunde. Die rechtsterroristische Mordserie des sogenannten Interner Link: Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) sowie die Interner Link: Anschläge von Halle (2019) und Interner Link: Hanau (2020) gelten als zentrale Beispiele für diese Form des Terrorismus in Deutschland.

Seit den Interner Link: Anschlägen vom 11. September 2001 agiert der islamistische Terrorismus vermehrt auf globaler Ebene. Angriffe – etwa des Islamischen Staates (IS) – richten sich hier nicht nur gegen staatliche Institutionen, sondern auch gezielt gegen Zivilpersonen, die als Teil des bekämpften und nicht von Gott gewollten Wertesystems betrachtet werden.

Informationen zum Glossar

Das Glossar aus dem Jahr 2012 wurde aktualisiert und im Mai 2026 neu veröffentlicht.

Autor des überarbeiteten Glossars: Dr. Christian Wickert, Professor für Soziologie und Kriminologie an der HSPV NRW, ist Betreiber und Herausgeber der unabhängigen, wissenschaftlich fundierten digitalen Plattform für Soziologie und Kriminologie Externer Link: SozTheo.de und Externer Link: SozTheo.com. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Kritischen Kriminologie, Cultural Criminology sowie in der Beziehung zwischen Polizei, Medien und Kultur.

Begutachtung: Dipl.-Jur. Christian Steffan ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht und Medizinrecht einschließlich Jugendstraf- und Strafvollzugsrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Mitglied des dortigen Zentrums für interdisziplinäre Forensik (ZiF). Er studierte Rechtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kriminologie und Strafrecht und promoviert derzeit im Medizinrecht.

Fussnoten