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Terrorismus

Terrorismus ist eine extremistische Form Politisch motivierter Gewalt, die durch die gezielte und systematische Anwendung von Anschlägen gegen Repräsentanten, Institutionen oder Symbole eines bestehenden politischen Systems gekennzeichnet ist. Ziel ist der Umsturz der herrschenden Staats- und Gesellschaftsordnung oder die Durchsetzung ideologischer Forderungen durch Einschüchterung, Destabilisierung und mediale Wirkung. Terroristische Gewalt kann aus unterschiedlichen extremistischen Spektren hervorgehen – etwa aus dem linken, rechten oder religiös motivierten Extremismus.

Linksextremistischer Terrorismus wird in der Bundesrepublik Deutschland historisch insbesondere mit der Interner Link: Roten Armee Fraktion (RAF) verbunden. Die RAF versuchte durch gezielte Anschläge auf Vertreter von Staat und Wirtschaft, den Staat zu einer repressiven Reaktion zu provozieren und die Bevölkerung zur Systemopposition zu mobilisieren.

Rechtsterrorismus richtet sich gegen staatliche Institutionen, politische Gegner und gesellschaftliche Minderheiten. Den Anschlägen, Morden und anderen Formen systematischer Anwendung politisch motivierter Gewalt liegt hierbei eine rechtsextreme Ideologie zugrunde. Die rechtsterroristische Mordserie des sogenannten Interner Link: Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) sowie die Interner Link: Anschläge von Halle (2019) und Interner Link: Hanau (2020) gelten als zentrale Beispiele für diese Form des Terrorismus in Deutschland.

Seit den Interner Link: Anschlägen vom 11. September 2001 agiert der islamistische Terrorismus vermehrt auf globaler Ebene. Angriffe – etwa des Islamischen Staates (IS) – richten sich hier nicht nur gegen staatliche Institutionen, sondern auch gezielt gegen Zivilpersonen, die als Teil des bekämpften und nicht von Gott gewollten Wertesystems betrachtet werden.

Fussnoten