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Institutionelle Anleger

Caspar Dohmen

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Der Anteil der Banken am Finanzmarkt nimmt ab. Ihren ehemaligen Platz nehmen Versicherungen ein: Sie sind die größten Kapitalanleger in Deutschland und die bedeutendste Käuferin von Aktien.

Grundsätzlich gilt bei der Geldanlage mit Aktien: Je mehr Aktien aus verschiedenen Bereichen ein Fonds enthält, desto geringer ist das Risiko großer Verluste. (© picture-alliance/dpa, Boris Roessler)

In den vergangenen 30 Jahren haben Investmentgesellschaften den Globus erobert. Sie spielen wie Banken und Börsen eine Mittlerrolle zwischen Anlegerinnen und Schuldnern. Wer Geld übrig hat, kann es bei ihnen gegen Gebühren anlegen – und zwar in gebündelter Form: Denn Investmentgesellschaften legen Fonds auf, das heißt, sie verkaufen Anteilscheine für einen Anlagetopf. Mit den Geldern der Anleger kaufen sie je nach ihrem Konzept Aktien, Anleihen, Immobilien oder Kombinationen daraus. Das Portfolio, das sie zusammenstellen, ist in der Regel charakterisiert nach Branchen, Themen oder Regionen. Steigt der Wert des gesamten Anlagetopfs, dann wird jeder einzelne Anteil mehr wert und umgekehrt. Bei Investmentfonds können Anlegerinnen bereits kleine Summen auf unterschiedliche Anlagen verteilen: Dadurch wird das Risiko gestreut und entsprechend die Gefahr von Verlusten vermindert.

Versicherungen als Anleger

Versicherungen gehören zu den größten Kapitalanlegerinnen der Welt. Sie investieren sowohl die Beiträge aus Sachversicherungen wie Kfz-, Haus- oder Haftpflichtversicherung als auch die Raten aus Lebensversicherungen. Die Versicherungswirtschaft ist in Deutschland die bedeutendste Käuferin von Aktien. Bei starken Kursschwankungen an den Finanzmärkten können die Versicherer in bedrohliche Situationen geraten. Als die Technologieblase an den Börsen um die Jahrtausendwende platzte, verloren allein die deutschen Lebensversicherer zwischen 2000 und 2002 rund 100 Milliarden Euro an der Börse. Hätten die Versicherer vorschriftsgemäß ihre Verluste sofort abschreiben müssen, wären einige insolvent geworden. Der Gesetzgeber half mit Ausnahmeregelungen.

Staatsfonds

Staatsfonds erfüllen unterschiedliche Funktionen. Grundsätzlich handelt es sich um Fonds, die von Staaten gegründet werden und in ihrem Sinne Kapital anlegen. Staatsfonds umfassen eine heterogene Gruppe an Fonds: In Norwegen wird ein Teil der heutigen Öl- und Gaseinnahmen in Unternehmen investiert, wovon die Bevölkerung künftig profitieren soll, wenn es keine Öleinnahmen mehr gibt. Japan sichert mit einem staatlichen Pensionsfonds die Rentenzahlungen der Beamten ab, Saudi-Arabien hat einen Staatsfonds, der sich an verschiedenen Unternehmen weltweit beteiligt. In den vergangenen Jahrzehnten ist das Volumen dieser Fonds deutlich gestiegen. 2022 verwalteten sie ein globales Vermögen von 11.3 Billionen US-Dollar.

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