Bildnachweis v. l. n. r.: Spielfigur „Blitzcrank“ aus „League of Legends“ (Quelle: Pixabay); Schutzbrief von Feist Hertz, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Leo Baeck Institute – New York | Berlin); Einsteinturm (Quelle: Wikimedia); Silberne Spielzeuglokomotive, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Jüdisches Museum Hohenems); „Der Vollkommene Pferdekenner“, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Leo Baeck Institute – New York | Berlin); Salvarsan-Ampulle, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Georg-Speyer-Haus); Stolpersteine für die Familie Frank in Aachen, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Volkshochschule Aachen); Siegel von Josel von Rosheim (© Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 56 U 15); Edikt von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Biblioteca Apostolica Vaticana); Motorroller "Schwalbe KR51" der Firma Simson, Lizenz: CC-BY-NC-ND (AKF Fahrzeugteile GmbH; Foto: Leo Baeck Institute – New York | Berlin)

20.10.2021 | Von:
Felicitas Heimann-Jelinek

Sefardischer Chanukka-Leuchter / Chanukkia

Über Jahrhunderte bewahrte die türkisch-sefardische Gemeinde in Wien ihre ganz eigenen Traditionen als eine der zahlreichen das Habsburgerreich ausmachenden Ethnien.

Sefardischer Chanukka-Leuchter / Chanukkia.Sefardischer Chanukka-Leuchter / Chanukkia, Shared History Projekt. Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de (Jewish Museum NY)

Das Objekt

Dieser Leuchter wurde 1838 für den sefardischen Ritus vom Silberschmied Georg Jowanov in Wien hergestellt und von Dr. Harry G. Friedman dem Jewish Museum geschenkt. Friedman (1882–1965), einer der bedeutenden Stifter des Jewish Museum, war als Kind mit seiner Familie aus Polen in die USA eingewandert. Obwohl ordinierter Rabbiner arbeitete er als Ökonom. Ab den 1930er Jahren kaufte er im Antiquitätenhandel und von Immigranten Hebraica und Judaica für das Jewish Theological Seminary und das Jewish Museum.


Historischer Kontext

Typisch wienerisch, typisch türkisch
Wien:Türkischer Tempel der sephardischen Gemeinde. Das Gebäude wurde zwischen 1885 und 1887 errichtet und während der Novemberpogrome 1938 zerstört.Wien:Türkischer Tempel der sephardischen Gemeinde. Das Gebäude wurde zwischen 1885 und 1887 errichtet und während der Novemberpogrome 1938 zerstört. (© picture-alliance, IMAGNO/Sammlung Hubmann)
Der hier vorgestellte Chanukka-Leuchter bietet ein wunderbares Beispiel für ein hybrides, kulturübergreifendes und transkulturelles Objekt: Es ist ein wienerisches Objekt und Beispiel für die hohe Qualität typisch Wiener Silberarbeit zur Zeit des Biedermeier. Es ist ein jüdisches Ritualobjekt, verwendet während des winterlichen Chanukka-Fests, das an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels nach dem erfolgreichen Makkabäer-Aufstand im Jahr 164 v.u.Z. erinnert und während dessen achttägigen Gedenkens täglich ein Licht mehr angezündet wird. Und es ist ein sefardisches Objekt wie die halbrunde Lichtleiste und die als Öl-Brennstellen dienenden Glaseinsätze deutlich machen. Dies erinnert an sefardische Chanukka-Leuchter aus Nordwesteuropa oder aus orientalisch-jüdischen Gemeinden. Als Sefarden werden jene Juden bezeichnet, die im Schicksalsjahr 1492, dem Jahr als 800 Jahre arabisch-moslemischer Herrschaft in Spanien durch die endgültige Reconquista beendet wurde, das Land verlassen mussten, so sie nicht zum Christentum zu konvertieren bereit waren.

Die Formensprache zeigt deutlich, wie weit die Mitglieder der sefardischen Gemeinde sich ästhetisch mit der österreichisch-wienerischen Kultur identifizierten. Auf welchen Wegen aber kamen diese Sefarden nach Wien?

Die spanischen Exilanten fanden Aufnahme in Nordafrika, auch in einigen italienischen Städten, vor allem aber im Osmanischen Reich. Aus Spanien zunächst nach Portugal Geflüchtete verließen sie die Iberische Halbinsel später in Richtung Holland und Norddeutschland. Mit den osmanischen Eroberungen konnten die Sefarden kulturell und wirtschaftlich wichtige Gemeinden auf dem Balkan gründen. Sie blieben auch nach dem Rückzug der Türken bestehen. Erhalten blieb auch die reiche, spanisch und türkisch geprägte Kultur der Sefarden, die sich bis heute in ihren religiösen und sprachlichen, literarischen und musikalischen, aber auch in ihren kulinarischen Lebensbereichen findet.

Die Friedensverträge zwischen den Habsburgern und der Hohen Pforte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts leiteten eine neue Ära im Verhältnis zwischen Europa und der Türkei ein. Gepflegt wurden diese neuen ökonomischen und kulturellen Beziehungen von türkischen Staatsbürgern im Habsburger Reich und von Habsburger Untertanen in der Türkei. In dieser Situation ergriffen sefardische Juden die Chance, sich in Wien niederzulassen. Als osmanische Staatsbürger genossen sie im Habsburger Reich das Recht auf Freizügigkeit und auf freie Religionsausübung.

Die Gründung der türkisch-sefardischen Gemeinde im Jahr 1735 soll auf den sagenumwobenen Diego d‘Aguilar zurückgehen. Er wurde von Karl VI. nach Wien berufen, um das österreichische Tabakgefälle zu reorganisieren. Der schriftliche Niederschlag, den sein Aufenthalt in bürokratischen Kommentaren fand, weist deutlich auf die ambivalente Haltung der habsburgischen Administration Juden gegenüber hin: ablehnend im Allgemeinen, tolerant im Einzelnen, wenn wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten war. 1778 trat eine verbindliche Regulation für die türkische Gemeinde in Kraft. Im Vordergrund des behördlichen Interesses standen auch hier Finanzgebarung und Finanzkraft der Gemeinde.

Zur "Verschlankung" der Administration strebten die österreichischen Behörden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine einheitliche rechtliche Regelung für alle jüdischen Vereinigungen an. Mit dem neuen Israelitengesetz von 1890 verlor die sefardische Gemeinde ihre Autonomie. Als "Verband der türkischen Israeliten" wurde sie in die Israelitische Kultusgemeinde eingegliedert. Den Zusammenbruch der Habsburger Monarchie mit der Auflösung der traditionellen Ministerien interpretierte die sefardische Gemeinde als Aufhebung des Religionsgesetzes von 1890 und ergriff die Chance, ihre Gemeindeautonomie wieder zu erlangen. Eine entsprechende Proklamation wurde im neu gegründeten Organ, den Mitteilungen der Türkischen Israeliten-Gemeinde (Sephardim) zu Wien publiziert. Doch die zu Zeiten der Monarchie erlassenen Religionsgesetze wurden auch von der Republik als bindend betrachtet. 1922 verlor die sefardische Gemeinde ihren autonomen Status wieder und wurde neuerlich in die Kultusgemeinde eingegliedert. Obwohl die Sefarden sich eine gewisse, vor allem die Besteuerung betreffende Selbständigkeit erhalten konnten, blieben Streitigkeiten in der Folge nicht aus. Die Wirtschaftskraft der kleinen Gemeinde sank. 1929 wanderten viele Familien nach Paris aus.

Der Nukleus der türkischen Gemeinde in Wien bestand aus Händlern, die ursprünglich nur türkische Waren ins Habsburgerreich importieren konnten. Sie waren aus Vidin, Bukarest, Jassy, Temeswar, Niš, Kastoria, Belgrad, und Sarajevo gekommen. Ihre Handelsmöglichkeiten wurden rasch erweitert. Mit dem Ausbau des wirtschaftlichen Netzes ging ein Ausbau der kulturellen Strukturen einher. Von Wien aus wurde ein großer Teil des Bedarfes an religiösen sefardischen Druckwerken auf dem Balkan abgedeckt, türkisch-jüdische Vereine und Schulen entstanden und ladino-, d.h. judenspanisch-sprachige Zeitungen wurden gegründet. Fast eineinhalb Jahrhunderte lang war Wien ein Zentrum für den sefardischen Buchdruck. Die linguistische Abteilung der Balkan-Kommission der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften hatte großes ethnographisches Interesse an der sefardischen Kultur im Habsburger Reich. Feldforschungen auf dem Balkan wurden finanziert, um judenspanische Dialekte aufzuzeichnen, auch in Wien zeichnete man Gebete und Gesänge in Ladino auf.

Erinnerungstafel für die im November 1938 zerstörte Synagoge "Türkischer Tempel" in Wien.Erinnerungstafel für die im November 1938 zerstörte Synagoge "Türkischer Tempel" in Wien. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Public Domain, Gryffindor)
1887 wurde der neue türkische Tempel in der Zirkusgasse 22 im zweiten Wiener Gemeindebezirk eingeweiht. Er stellte stilistisch eine einmalige Mischung aus südspanisch-maurischer und türkischer Baukunst dar. Wie fast alle anderen Synagogen und jüdischen Bethäuser Wiens wurde auch der türkische Tempel im November 1938 zerstört, seine Träger mussten flüchten oder wurden in den Tod deportiert.

Heute gibt es wieder eine sefardische Gemeinde in Wien. Sie hat allerdings keine historische Anbindung an die Exilanten, die von der Iberischen Halbinsel kamen. Es sind Juden, die in den 1970er Jahren aus den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens auswandern konnten und sich hier niederließen. Sie stammen hauptsächlich aus Georgien und Buchara. Da ihre Liturgie dem sefardischen Ritus folgt, definieren sie sich als Sefardim. Gut organisiert und sehr aktiv konnten sie ein sefardisches Zentrum errichten.

Persönliche Geschichte

Manfred Papo, Hüter der türkisch-jüdischen Tradition

Postkarte mit Ansicht des Türkischen Tempels in Wien.Postkarte mit Ansicht des Türkischen Tempels in Wien. Lizenz: cc publicdomain/zero/1.0/deed.de (Public Domain, Wikimedia)
Über dreißig Jahre lang wirkte der aus Sarajevo stammende Vater Manfreds, Michael Papo als Chacham, als Rabbiner für die sefardische Gemeinde. Unter anderem hatte er die judeospanische Übersetzung von Zemlinskys "Geschichte der türkisch-israelitischen Gemeinde zu Wien von ihrer Gründung bis heute nach historischen Daten" besorgt. In Anerkennung seiner Tätigkeit schenkte ihm der Sultan eine goldene Doppelwanduhr und verlieh ihm 1905 den Medschidje-Orden 4. Klasse. Papo hatte auch den Kulturverein "Esperanza" sehr unterstützt und dafür gesorgt, dass diesem Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden, die als Clubräume und Bibliothek genutzt werden konnten. Der Verein gab die Zeitschrift El Mundo Sefardi heraus. Michael Papo starb 1918. Nach seinem Tod diente die "Esparanza" seinem Nachfolger als Vorbild zur Gründung eines ähnlichen Kulturvereins auf Gemeindeebene, der "Union Espagnola".

Michael Papos Sohn Manfred Menachem wurde am 17. Oktober 1898 in der Novaragasse 27 im zweiten Wiener Gemeindebezirk in nächster Nähe zum türkischen Tempel geboren. Am 6. Februar 1917 stellte ihm das k.k. Sophien-Gymnasium das Reifezeugnis aus. Er studierte Semitistik an der Universität Wien und dissertierte mit dem Thema: "Die sexuelle Ethik in Qoran und Bibel unter Einschluss der talmudischen Auslegung letzterer". Im Oktober 1919 schrieb er sich als ordentlicher Hörer in der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt ein. 1920 wurde Manfred Papo unter dem Inspektorat von Chacham Nissim Ovadia zum Schulleiter der türkischen Gemeinde bestellt. Daneben arbeitete er von 1920 an fünf Jahre an der Frauen-Oberschule der Gesellschaft der Schwarzwald’schen Schulanstalten als israelitischer Religionslehrer. Im März 1923 erhielt er ein Tentamen-Zeugnis, die Berechtigung "nach Ablauf der im Statute vorgeschriebenen Zeit sich zur Rabbiner-Prüfung zu melden". 1925 stellte Chacham Alkalai ihm das Rabbinerdiplom aus. Im selben Jahr wurde er von der israelitischen Kultusgemeinde Salzburg als Rabbiner berufen, kehrte jedoch im Herbst 1928 nach Wien zurück, um als Religionslehrer an den verschiedenen Gymnasien zu arbeiten. Im Oktober 1933 ehelichte er die damals erst 19-jährige Luise Eva Fleischer. 1936 wurde er als Rabbiner an die Kultusgemeinde St. Pölten berufen. Papo gab ein zweibändiges "Hebräisches Lesebuch" heraus, das im Unterricht verwendet wurde. Der Inspektor für den israelitischen Religionsunterricht attestierte ihm "eine beachtenswerte oratorische Begabung".

Im Herbst 1938 versuchte Papo, Einreisevisa nach Guatemala zu bekommen, was ihm offenbar nicht gelang. Am 10. Dezember wurde er verhaftet und nach Dachau verschickt. Mit Hilfe des Londoner sefardischen Rabbiners Chacham Gaster gelang es Luise Papo im Februar 1939, die Entlassung ihres Mannes zu erwirken. Das Ehepaar konnte nach England flüchten, wo Manfred Papo für elf Monate als feindlicher Ausländer auf der Isle of Man interniert wurde. Nach der Entlassung aus dem Lager wurde Papo in Manchester, wo es zwei sefardische und eine orientalische Gemeinde gab, zum "Acting Honorary Minister of the Withington Congregation of Spanish and Portuguese Jews" bestellt. Im Februar 1944 nahm er eine Berufung als Rabbiner nach Salisbury, damals Rhodesien, heute Simbabwe an. Nach zwanzig Jahren seelsorgerischer Tätigkeit im Süden Afrikas kehrten Manfred und Luise Papo nach Wien zurück, wo er 1966, Luise Papo 2002 verstarb.

Manfred Papos Schwester Rifka Elfriede wurde am 4. September 1942 nach Maly Trostinez deportiert und umgebracht. Seine Mutter Laura war wenige Tage vorher im Alter von 80 Jahren nach Theresienstadt deportiert worden, wo sie am 24. September umkam.

Dieser Beitrag ist Teil des Shared History Projektes vom Leo Baeck Institut New York I Berlin.

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