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Kriminalitätsstatistiken

Kriminalitätsstatistiken stellen die Häufigkeit und Ausprägung von Straftaten in einem bestimmten Zeitraum und geografischen Raum dar. Die erfassten Delikte werden systematisch geordnet und sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zur Bevölkerung (z. B. pro 100.000 Einwohner) ausgewiesen. Zudem enthalten Kriminalitätsstatistiken in der Regel Angaben zur Aufklärungsquote. Sie basieren ausschließlich auf dem sogenannten Hellfeld, also auf polizeilich bekannt gewordenen und registrierten Straftaten. Das Dunkelfeld bleibt statistisch unberücksichtigt und kann nur mithilfe sozialwissenschaftlicher Methoden – etwa durch Täter- und Betroffenenbefragungen – näherungsweise erfasst werden. Kriminalitätsstatistiken ermöglichen es, Entwicklungen und Tendenzen in der Kriminalität zu beobachten. Allerdings können Anzeigebereitschaft und andere Einflussfaktoren zu erheblichen Verzerrungen führen. Trotz dieser Einschränkungen bilden Kriminalitätsstatistiken eine wichtige Grundlage für kriminalpolitische Entscheidungen und Maßnahmen.

Beispiele für Kriminalitätsstatistiken in Deutschland sind die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) und die Strafverfolgungsstatistik.

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Fussnoten