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Kriminalprävention | Innere Sicherheit | bpb.de

Kriminalprävention

Kriminalprävention umfasst verschiedene Ansätze zur vorbeugenden Verhinderung von Straftaten. Auch die Stärkung des Sicherheitsgefühls ist teils Ziel, teils Nebenwirkung präventiver Maßnahmen. Unterschieden werden drei Ebenen: Primäre Prävention richtet sich an die Allgemeinbevölkerung (z. B. allgemeine Informationskampagne zum Thema Wohnungseinbruchdiebstahl mit allgemeinen Hinweisen: „Schließen Sie Türen und Fenster, wenn Sie Haus oder Wohnung verlassen.“), sekundäre Prävention an sogenannte Risikogruppen und damit besonders gefährdete Personen (z. B. Ansprechen von Bewohnern einer Straße, in der in jüngerer Vergangenheit vermehrt Einbrüche registriert wurden) und tertiäre Prävention an bereits straffällig gewordene Personen beziehungsweise Betroffene von Straftaten (z. B. psychologische Unterstützung von Betroffenen eines Wohnungseinbruchsdiebstahls und die technische Sicherung des Wohnraums). Die Maßnahmen reichen von Information und Sensibilisierung, über die Veränderung struktureller Rahmenbedingungen (z. B. Bekämpfung sozialer Ungleichheit) bis hin zur gezielten Ansprache bestimmter Personengruppen.

In der Kriminalprävention wirken polizeiliche, soziale und pädagogische Ansätze häufig zusammen. Kriminalprävention kann auf Täterinnen und Täter, Betroffene oder Situationen beziehungsweise Orte bezogen werden.

Fussnoten