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Strafe | Innere Sicherheit | bpb.de

Innere Sicherheit Innere Sicherheit: Grundlagen Warum ist innere Sicherheit ein großes Thema in der Gesellschaft? Wie sicher ist Deutschland? Wo häufen sich Straftaten? Wer ist für die innere Sicherheit in Deutschland zuständig? Wie wird in der Gesellschaft über Sicherheit gesprochen? Was passiert nach einer Straftat? Glossar Sicherheitsbegriff Dimensionen des Sicherheitsbegriffs Freiheit und Sicherheit Das Gewaltmonopol des Staates Innere Sicherheit in Parteiprogrammen Ethik der inneren Sicherheit Sicherheitslage Kriminalitätslage in Deutschland Messung von Kriminalität Urbane Sicherheit Sicherheit im ländlichen Raum Sicherheitsherausforderungen Politisch motivierte Kriminalität Politisch Motivierte Gewalt 2024 Jugendkriminalität Vorurteilskriminalität Sexualkriminalität Migration und Kriminalität Grafiken: Terrorismus Cyberkriminalität Wirtschafts- und organisierte Kriminalität "Ausländerkriminalität" Politisch motivierte Gewalt Wie entsteht kriminelles Verhalten? Kriminalitätsfurcht Sicherheitsarchitektur Polizeien Gewalt durch und gegen Polizistinnen und Polizisten Nachrichtendienste Europäisierung von innerer Sicherheit Das Zusammenwachsen von innerer und äußerer Sicherheit Jugendhilfe und Polizei Kontrolle der Polizei Sicherheitsproduktion Situative Kriminalprävention Stadtplanung als Kriminalprävention Technische Überwachungsmaßnahmen Strafe und Strafvollzug Debatte: Extremismus und Sicherheitsbehörden Redaktion

Strafe

Strafe bezeichnet eine staatliche Sanktion in Form einer Geld- oder Freiheitsstrafe oder eines Fahrverbots, die als Rechtsfolge für rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten verhängt wird. Sie hat sowohl einen schuldausgleichenden als auch einen kriminalpräventiven Charakter. Zu den anerkannten Strafzwecken zählen Schuldausgleich und Prävention. Letzteres umfasst etwa die Resozialisierung der Täterin oder des Täters.

Grundlage jeder Bestrafung ist der Schuldgrundsatz („Keine Strafe ohne Schuld“) sowie das Verhältnismäßigkeitsprinzip. Beide dieser Prinzipien verlangen eine angemessene Relation zwischen Schuld und Strafe. Neben der Strafe kennt das staatliche Sanktionssystem auch sogenannte Maßregeln der Besserung und Sicherung (z. B. Unterbringung in der Sicherheitsverwahrung oder in einem psychiatrischen Krankenhaus). Diese Maßregeln verfolgen keinen Schuldausgleich, sondern dienen der Gefahrenabwehr und entspringen der staatlichen Schutzpflicht.

Informationen zum Glossar

Das Glossar aus dem Jahr 2012 wurde aktualisiert und im Mai 2026 neu veröffentlicht.

Autor des überarbeiteten Glossars: Dr. Christian Wickert, Professor für Soziologie und Kriminologie an der HSPV NRW, ist Betreiber und Herausgeber der unabhängigen, wissenschaftlich fundierten digitalen Plattform für Soziologie und Kriminologie Externer Link: SozTheo.de und Externer Link: SozTheo.com. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Kritischen Kriminologie, Cultural Criminology sowie in der Beziehung zwischen Polizei, Medien und Kultur.

Begutachtung: Dipl.-Jur. Christian Steffan ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht und Medizinrecht einschließlich Jugendstraf- und Strafvollzugsrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Mitglied des dortigen Zentrums für interdisziplinäre Forensik (ZiF). Er studierte Rechtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kriminologie und Strafrecht und promoviert derzeit im Medizinrecht.

Siehe auch:

Fussnoten

Kriminalprävention umfasst verschiedene Ansätze zur vorbeugenden Verhinderung von Straftaten. Auch die Stärkung des Sicherheitsgefühls ist teils Ziel, teils Nebenwirkung präventiver Maßnahmen...

Interner Link: Kompletten Eintrag "Kriminalprävention" lesen