Bildnachweis v. l. n. r.: Spielfigur „Blitzcrank“ aus „League of Legends“ (Quelle: Pixabay); Schutzbrief von Feist Hertz, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Leo Baeck Institute – New York | Berlin); Einsteinturm (Quelle: Wikimedia); Silberne Spielzeuglokomotive, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Jüdisches Museum Hohenems); „Der Vollkommene Pferdekenner“, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Leo Baeck Institute – New York | Berlin); Salvarsan-Ampulle, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Georg-Speyer-Haus); Stolpersteine für die Familie Frank in Aachen, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Volkshochschule Aachen); Siegel von Josel von Rosheim (© Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 56 U 15); Edikt von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321, Lizenz: CC-BY-NC-ND (Biblioteca Apostolica Vaticana); Motorroller "Schwalbe KR51" der Firma Simson, Lizenz: CC-BY-NC-ND (AKF Fahrzeugteile GmbH; Foto: Leo Baeck Institute – New York | Berlin)

20.10.2021 | Von:
David Jünger

Karte von Fritz Freudenheim

Die meisten der über 500.000 deutschen Juden und Jüdinnen fühlten sich ihrem Heimatland durch Sprache, Kultur und Geschichte so eng verbunden, dass sie die Auswanderung als praktisch undenkbar betrachteten. 1938 änderte sich dies für viele.

Karte von Fritz FreudenheimKarte von Fritz Freudenheim, Mit freundlicher Genehmigung von der Familie Freudenheim in Brasilien und Israel. Shared History Projekt, Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de (Privatbesitz der Freudenheim Familie in Brasilien und Israel)

Das Objekt

Karte von Fritz Freudenheim
Diese Karte wurde von Fritz Freudenheim im Alter von zwölf Jahren an Bord des Schiffs Jamaïque gemalt, mit dem seine Familie im Oktober 1938 von Hamburg nach Montevideo in Uruguay ausreiste. Die Karte wurde zur Grundlage eines umfangreicheren Buchs über dieselbe Reise, das 2006 vom Jüdischen Museum Berlin herausgegeben wurde. Einige Jahre später widmete Fritz (der sich nun Federico nannte) das Buch seinem Enkel aus Anlass von dessen Bar Mitzwa. Federico entsann sich, dass kurz nach der Ankunft in Montevideo seine eigene Bar Mitzwa stattgefunden hatte. Die Familie konnte sich nur eine äußerst bescheidene Feier in der lokalen Synagoge leisten. Fredericos einzige Erinnerung an seine Bar Mitzwa war eine gelbe Kippa, die ihm sein Onkel Max schickte, der nach Palästina ausgewandert war. Bis heute befindet sich diese Karte im Besitz der Familie Freudenheim in São Paulo, Brasilien.

Historischer Kontext

Juden, die von der Verfolgung durch die Nazis bedroht waren, mussten nicht nur mit Ozeanen, sondern auch mit einem Meer von Bürokratie fertig werden, um in Sicherheit zu gelangen.
Das Objekt zeigt eine historische Landkarte, gezeichnet vom damals zwölfjährigen Fritz Freudenheim während seiner Überfahrt auf der Jamaïque von Hamburg über Antwerpen, Le Havre, Lissabon, Casablanca, Rio de Janeiro nach Montevideo, Uruguay im Herbst 1938. Es bildet das bewegte Leben eines Kindes ab, das bereits in jungen Jahren gezwungen war, seine "alte Heimat" zu verlassen, um auf einem anderen Kontinent eine "neue Heimat" zu finden. Die Karte ist jedoch nicht nur das Zeugnis einer persönlichen Odyssee. Vielmehr spiegeln sich im Schicksal des jungen Freudenheim zentrale Momente der jüdischen Geschichte der Moderne und insbesondere der Zeit des Nationalsozialismus. Geboren 1926 in Berlin, hatte Fritz Freudenheim den Großteil seiner Kindheit in einer thüringischen Kleinstadt verbracht, bevor er mit seiner Familie Anfang 1938 nach Berlin zurückging, um es wenige Monate später zu verlassen und Deutschland für immer den Rücken zu kehren.

Migrationsbewegungen sind ein fester Bestandteil der jüdischen Geschichte. Die große jüdische Migrationswelle des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts unterschied sich dabei nur wenig von der allgemeinen. Abermillionen Juden und Nichtjuden zogen aus Europa vorwiegend nach Amerika, um dort ein neues Leben zu beginnen. Die Ursachen waren zumeist ökonomischer Art, wenn auch häufiger politische Gründe hinzukamen. Insbesondere Glaubensfragen und auf Religion beruhende Diskriminierung konnten Migrationswellen auslösen. Nordamerika wurde so zum Refugium sowohl unterdrückter Protestanten als auch verfolgter Juden.

Die globale Situation änderte sich im Verlauf des frühen 20. Jahrhundert entscheidend. Mit der flächendeckenden Einführung von Reisepässen und Visa sollten Migrationsströme kontrolliert und unterbunden werden. Bereits vor aber mehr noch nach dem Ersten Weltkrieg bestimmten Nationalismus und ökonomischer Protektionismus die Politik vieler Staaten, begünstigt schließlich durch die Verheerungen der 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise. Als 1933 in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht kamen, war Migration zu einem komplizierten Unterfangen geworden.

Dennoch mussten tausende Menschen unmittelbar das Land verlassen, vorwiegend politische Gegner des Nationalsozialismus. Sie fügten sich ein in die Millionenschar politischer Exilanten, die das faschistische Mussolini-Regime in Italien hervorgebracht hatte und die infolge des Spanischen Bürgerkriegs 1936–1939, des Nationalsozialismus und einer autoritären Wende in ganz Europa immer weiter anwachsen sollte. Der Großteil derjenigen deutschen Juden, die nicht politisch verfolgt wurden, floh jedoch zunächst nicht und versuchte, sich mit den neuen Verhältnissen so gut es ging zu arrangieren.
Auswanderungswillige Juden stehen vor einem Reisebüro in der Meinekestraße.- Foto, 1939Auswanderungswillige Juden stehen vor einem Reisebüro in der Meinekestraße.- Foto, 1939 (© picture-alliance/akg)

Die meisten der über 500.000 deutschen Juden fühlten sich mit ihrer Heimat durch Sprache, Kultur und Geschichte so eng verbunden, dass eine Auswanderung kaum denkbar erschien. Auch wenn das nationalsozialistische Regime die Ausgrenzung der Juden schrittweise forcierte, schien es bis Ende 1937 so, als würde eine Zukunft der jüdischen Gemeinschaft auf deutschen Boden möglich sein. Und nicht zuletzt war es dazumal noch undenkbar, dass ein so zivilisiertes Volk wie die Deutschen den Juden nach dem Leben trachten könnte.

Doch selbst wenn man die Auswanderung erwog, waren die Hürden vielfältig und hoch. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise und nationalistischer Bewältigungsstrategien ließen viele Staaten nur eine sehr begrenzte Anzahl an Immigranten ins Land und verschlossen ihre Arbeitsmärkte vor ihnen. Um überhaupt einwandern zu können, musste man häufig beträchtliche Vermögenswerte vorweisen, deren Ausfuhr vom deutschen Staat jedoch nahezu unmöglich gemacht wurde.

Hinzu kam ein undurchsichtiges Netz an Reiseregularien. Nicht nur benötigte man gültige Reisepapiere des Herkunftslands und eine Aufenthaltsgenehmigung im Zielland, sondern Visa und Transitvisa für alle Stationen der Überfahrt. Im Falle der Familie Freudenheim waren dies beispielsweise Transitvisa für Belgien, Frankreich, Portugal, Marokko, und Brasilien, die jedoch nur zeitlich begrenzt ausgegeben wurden und daher bisweilen wiederholt beantragt werden mussten, wenn sich die Ausgabe anderer Visa entlang der Reiseroute verzögerte.

Folglich wanderte bis Ende 1937 lediglich ein Viertel der jüdischen Bevölkerung (129.000 Menschen) aus Deutschland aus. 1938 verschärfte sich jedoch der Druck. Beginnend mit dem "Anschluss" Österreichs im März und endgültig nach der Kristallnacht im November wurden die deutschen Juden von den Nationalsozialisten aus ihrer Heimat getrieben. Bis zum Verbot der Auswanderung im Oktober 1941 flohen weitere 140.000 Menschen und bis zum Ende des Krieges gelang es ungefähr zwei Dritteln der deutschen Juden zu entkommen. Die meisten von ihnen fanden Zuflucht in europäischen Staaten wie Frankreich, Portugal, Italien oder Großbritannien, sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Argentinien und anderen südamerikanischen Staaten, in Palästina aber auch in Shanghai.

Auch wenn alle jüdischen Emigranten vor dem Antisemitismus und den Nationalsozialisten flohen, war jedes Schicksal doch individuell und einzigartig. Das Erlernen neuer Sprachen, die Integration in andere Kulturen, Gesellschaften, und Religionsgemeinschaften oder die Umstellung auf neue Berufe waren Hürden, die unterschiedlich gemeistert wurden. Vielen, insbesondere den Jüngeren wie beispielsweise Fritz Freudenheim, gelang es, ein neues Leben in einer "neuen Heimat" aufzubauen, anderen wiederum sollte dieser Übergang nie gelingen.

Persönliche Geschichte

"Von der alten Heimat zu der neuen Heimat" – Fritz Freudenheims Reise
An Bord des Schiffes Warschau, das polnische Auswanderer nach Südamerika bringt.An Bord des Schiffes Warschau, das polnische Auswanderer nach Südamerika bringt. (© picture-alliance, IMAGNO/Austrian Archives)
Der Junge, der die Karte "Von der alten Heimat zu der neuen Heimat!" 1938 im Alter von zwölf Jahren an Bord der Jamaïque zeichnete, war Fritz Freudenheim. Geboren am 11. Juli 1926 in Berlin, zog Fritz mit seiner Familie ein Jahr später ins thüringische Mühlhausen, wo er die ersten Jahre seiner Kindheit verbrachte. Aufgrund verschiedener Haut- und Atemwegserkrankungen war er ein schüchternes und zurückhaltendes Kind, das nur wenige Freunde hatte. Mit dem Beginn der Naziherrschaft 1933 verschärfte sich die Isolation schlagartig. In der Schule spielte und sprach niemand mehr mit ihm, er wurde vom Rest der Schüler ferngehalten und weder seine Familie noch er selbst hatten jüdische Freunde oder Bekannte, die einen sozialen Ausgleich hätten bilden können.

Als die Situation unerträglich wurde, zogen die Freudenheims schließlich im März 1938 nach Berlin. Im Vergleich zur Provinz bot die Großstadt den Schutz der Anonymität und eine noch immer umfangreiche jüdische Gemeinschaft, die soziale Kontakte, religiöses Leben sowie bisweilen auch Verdienstmöglichkeiten bot. Für Fritz war es die wohl schönste Zeit seit Jahren. In einem ausschließlich jüdischen Umfeld wurde er akzeptiert, schloss Freundschaften und erholte sich etwas von den negativen Erfahrungen der Vorjahre. Für Fritz‘ Eltern muss die Situation eine andere gewesen sein. Der Umzug nach Berlin war wohl eher die Vorbereitung der Emigration, die unheimlich aufwändig war. Das Grundstück in Mühlhausen musste (zu einem Schleuderpreis) verkauft, Visa besorgt, eine Schiffsreise gebucht und alles genau aufeinander abgestimmt werden. Wenn wir auch nichts Genaues wissen, ist dennoch davon auszugehen, dass die Auswanderung bereits seit Ende 1937 geplant wurde, um sie schließlich ein knappes Jahr später in die Tat umsetzen zu können.

Ende Oktober 1938 machte sich die Familie schließlich nach Hamburg auf, um von dort Deutschland zu verlassen. Der Abschied muss bedrückend gewesen sein. Zum einen bestand die Unsicherheit fort, ob auch alles gutgehen würde, beginnend bei der Ausreise über die verschiedenen Schiffsrouten bis hin zur Ankunft in Uruguay, das die Familie als Emigrationsziel ausgewählt hatte. Zum anderen mussten viele Menschen zurückgelassen werden, von denen man nicht wusste, ob man sie jemals wiedersehen würde: Tanten, Onkel, Verwandte, und Bekannte aber vor allem Fritz‘ Großmutter Jetka und sein engster Freund Hambi (Kurt Hamburger).

Von Berlin ging es nach Hamburg. Hier schifften sich die Freudenheims auf die Jamaïque ein, auf der sie über Antwerpen, Le Havre, Lissabon, Casablanca, Rio de Janeiro nach Montevideo (Uruguay) fuhren, wo sie schließlich nach einer fünfwöchigen Reise am 30. November 1938 ankamen. Auf dem Schiff zeichnete Fritz jene Karte, die ihm Orientierung bieten sollte, zum einen für die Überfahrt selbst, zum anderen aber vermutlich auch als Erinnerungsstütze für sein junges und doch schon so turbulentes Leben.

Die Ankunft war schwierig. Viele Jahre kämpften die Freudenheims für ein anständiges wirtschaftliches Auskommen, das ihrem komfortablen, mittelständigen Leben in Deutschland jedoch nie wieder nahekommen sollte. Fritz kämpfte vor allem mit der Sprache, die er neu erlernen musste. Als ihm das schrittweise gelang, wurde sein Leben auch wieder glücklicher. Fritz, der sich nun Federico nannte, wuchs in Sicherheit auf, lernte in jungen Jahren seine spätere Frau Irene kennen, zog 1955 nach Brasilien, bekam Kinder und führte ein langes Leben, bevor er am 15. März 2008 in São Paulo im Alter von 81 Jahren verstarb.

Dieser Beitrag ist Teil des Shared History Projektes vom Leo Baeck Institut New York I Berlin.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


In Deutschland lebt die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Europas. Seit den 1990er Jahren hat sich jüdisches Leben in Deutschland mit einer ganz neuen Dynamik und Vitalität entwickelt, innerjüdische Pluralität mit seinen mannigfaltigen Erscheinungs- und Ausdrucksformen ist zum Wesensmerkmal jüdischer Gegenwart geworden. Das Dossier versucht diese Pluralität und Vielstimmigkeit sicht- und hörbar zu machen.

Mehr lesen

Im Jahre 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich 1700 Jahre auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Für bpb und KMK ist das Festjahr ein Anlass auf der jährlichen Fachtagung der Frage nachzugehen: Wie kann Schule und Unterricht dazu beitragen, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

Mehr lesen

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders weiblichen jüdischen Lebens etwas entgegenzusetzen, hat sich die Redaktion des Deutschland Archivs vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Dazu wird eine Reihe mit Beiträgen, Interviews und Porträts veröffentlicht.

Mehr lesen

Teaser Link www.chotzen.de
Online-Angebot

chotzen.de

Auf der Webseite www.chotzen.de wird die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis heute erzählt. Mit vielen Filmen, Bildern und Dokumenten.

Mehr lesen auf chotzen.de

Elf Familiengeschichten zeigen, was Verfolgung, Kriege und Ost-West-Konflikt für Juden in Europa konkret bedeuten konnten. Jede der elf Biographien wird in einem Film erzählt. Interaktive Karten lassen die Größenordnung des Völkermordes und die Flucht- und Auswanderungsbewegungen vor und nach 1945 nachvollziehen. Texte beleuchten u.a. die Situation im Nachkriegseuropa sowie nach 1990.

Mehr lesen

Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

Mehr lesen

In dem Arte-Zweiteiler "Jüdisch in Europa" begeben sich der Journalist Yves Kugelmann und die Filmproduzentin Alice Brauner auf eine Reise, um jüdisches Leben in Europa aufzuspüren. Dabei thematisieren sie die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen. Sie zeigen, wie Juden heute in Europa leben, wo die alten und neuen Zentren be- und entstehen und wie sich die jüdische Gemeinschaft (auch im Umgang mit Migrations- und Islamdebatten) wandelt.

Jetzt ansehen

In dem Arte-Zweiteiler "Jüdisch in Europa" begeben sich der Journalist Yves Kugelmann und die Filmproduzentin Alice Brauner auf eine Reise, um jüdisches Leben in Europa aufzuspüren. Dabei thematisieren sie die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen. Sie zeigen, wie Juden heute in Europa leben, wo die alten und neuen Zentren be- und entstehen und wie sich die jüdische Gemeinschaft (auch im Umgang mit Migrations- und Islamdebatten) wandelt.

Jetzt ansehen

Antisemitismus, was ist das? Kurz und leicht verständlich erklärt im Glossar des Dossiers Rechtsextremismus auf www.bpb.de. Getextet von Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner und FLMH. Eingesprochen von Jungschauspielern/-innen.

Jetzt ansehen

Antisemitismus erscheint in vielen Formen. Dieser Film zeigt, was das eigentlich für Jüdinnen und Juden bedeutet: Diskriminierung auf der Straße, auf dem Schulhof oder im Netz.

Jetzt ansehen

"Antisemitismus in Deutschland" lautet der Titel der Studie, die am Montag (23.01.2012) in Berlin zu sehen ist. Ein unabhängiger Expertenkreis hatte nach einem Bundestagsbeschluss aus dem Jahr 2008 das Ausmaß des Antisemitismus in Deutschland untersucht und nun die Studie vorgelegt.
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28–30/2014)

Antisemitismus

Antisemitische Ressentiments finden sich im Islamismus, sind verankert im Rechtsextremismus und brechen sich in Teilen des linksextremistischen Milieus Bahn. Zu einfach wäre es allerdings, judenfeindliche Einstellungen radikalen Gruppierungen allein zuzuschreiben, denn sie existieren auch in der Mitte der Gesellschaft.

Mehr lesen

Farbfoto: Enkel und Großvater betrachten Fotos in einem Fotoalbum in Emmendingen.
Was hat Dein Opa im Krieg gemacht?

Familiengeschichte(n)

Wie haben meine Großeltern im Nationalsozialismus gelebt? Welche Erfahrungen haben meine Eltern als Kriegskinder gemacht? Welche Auswirkungen haben Traumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Diese Übersichtsseite zeigt Menschen auf ihrer Spurensuche und bietet mehr Infos zum historischen Kontext.

Mehr lesen

Seit 75 Jahren ist der Nationalsozialismus Geschichte - und doch wirkt er bis heute weiter – in der eigenen Familie. Brigitte Baetz und Melanie Longerich gehen mit ihrem Podcast "gestern ist jetzt" auf die Suche nach Antworten.

Mehr lesen