Jugendliche sitzen bei einem Rollenspiel hinter Stacheldraht, 08.06.2016.

29.3.2016

M 01.08 Hypothesenorientierte Datenauswertung

Das Arbeitsblatt erklärt, worum es bei der hypothesenorientierten Datenauswertung geht. Es werden einige Beispiele für mögliche Hypothesen zum Musterfragebogen gegeben und die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, weitere eigene Hypothesen zu formulieren.

Schon bei der Erstellung des Fragebogens für eine Befragung sollte man an die Auswertung denken und sich Gedanken über mögliche Ergebnisse machen. Diese Annahmen, die einem logisch erscheinen und die man nach Durchführung der Befragung mit Hilfe der Daten untersuchen möchte, nennt man Hypothesen.

Ein einfaches Beispiel

Hypothese: Mädchen haben vor anderen Dingen Angst als Jungen.

Um diese Annahme später überprüfen zu können, muss man bei der Erstellung des Fragebogens darauf achten, dass die Merkmale, die man für die Auswertung braucht, auch im Fragebogen abgefragt werden. In diesem Fall heißt das:
  • Das Geschlecht der Teilnehmenden muss erfragt werden, um später zwischen Mädchen und Jungen unterscheiden zu können (siehe Frage 1 im Musterfragebogen).
  • Es muss eine oder mehrere Fragen geben, die abfragen, wovor die Befragten Angst haben (siehe Fragen 30-38 im Musterfragebogen).
Aufgabe:

Macht euch auf diesem Arbeitsblatt eine Liste mit Hypothesen, die ihr mit Hilfe eurer Befragung überprüfen wollt. Dabei könnt ihr euch an den schon vorhandenen Fragen im Musterfragebogen (M 01.05) orientieren oder euch Hypothesen ausdenken, für die ihr vielleicht neue Fragen in den Fragebogen mit aufnehmen müsst. Mögliche Hypothesen
  1. Jugendliche, die ihre eigene Zukunft eher pessimistisch sehen (Fr. 27), glauben weniger, dass sie selbst Einfluss auf ihren Lebensverlauf haben (Fr. 22 oder Fr. 23-26).

  2. Jugendliche mit Fluchterfahrung (Fr. 47, Fr. 8 oder Fr. 12) sehen die Zukunft weniger planbar an (Fr. 23-26), als Jugendliche ohne Fluchterfahrung.

  3. Jugendliche mit Fluchterfahrung (Fr. 47, Fr. 8 oder Fr. 12) sind weniger zufrieden mit ihrer Zukunftsperspektive (Fr. 21)

  4. Jugendliche, die ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben (Fr. 10), wenden sich bei Problemen eher an ihre Eltern (Fr. 48 oder Fr. 50) als die mit einem eher schlechten Verhältnis.

  5. Die Freizeitaktivitäten (Fr.9) von Jugendlichen ohne und mit Fluchterfahrung (Fr. 47, Fr. 8 oder Fr. 12) unterscheiden sich nicht groß voneinander.

  6. Jugendliche aus größeren Familien (Fr. 2) _______________________________

  7. Jugendliche mit Fluchterfahrung (Fr. 47, Fr. 8 oder Fr. 12) __________________

















Das Arbeitsmaterial ist hier als PDF-Icon PDF-Dokument abrufbar.


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