Dossierbild Geschichte im Fluss

11.5.2012 | Von:
Gerd Krumeich

Die Rheinlandbesetzung

Chronologie

1793: Unter dem Einfluss der französischen Revolution gründet sich in Mainz die Mainzer Republik

1806: Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bildete Napoleon den Rheinbund, ein Staatenbündnis, das neben den westrheinischen auch einige ostrheinische deutsche Territorialstaaten einschloss. Der Code Napoleon bringt Freiheits- und Menschenrechte.

1813: Die deutschen Befreiungskriege beenden den Rheinbund.

1815: Auf dem Wiener Kongress verliert Frankreich die linksrheinischen Gebiete, behält aber das Elsass. Das Rheinland kommt zu Preußen.

1840: Während der Rheinkrise beansprucht Frankreich den Rhein als natürliche Grenze. Es beginnt die Propagandaschlacht um den Rhein.

1871: Im deutsch-französischen Krieg annektiert das Deutsche Reich Elsass und Lothringen.

1918: Im Waffenstillstand vom 11. November wird die Demilitarisierung des Rheinlandes festgelegt.

1919: Der Versailler Vertrag regelt eine "Friedensbesetzung" des Rheinlands.

1923: Düsseldorfer Blutsonntag und Blutiger Karsamstag bei Krupp. Ruhrkampf.

1925: Antifranzösische so genannte Jahrtausendfeiern im Rheinland anlässlich des 1.000sten Jahrestags der Einverleibung des mittelfränkischen Lotharingen in das ostfränkische Reich Heinrichs I.

1930: Am 30. Juni beenden die französischen und belgischen Truppen die Rheinlandbesetzung.

1936: Hitler marschiert ins entmilitarisierte Rheinland ein.


Zum Weiterlesen

Der Rhein

  • Lucien Febvre: Der Rhein und seine Geschichte. Campus Verlag (2006): Der Klassiker der Rheinliteratur. Febvre beschreibt den Rhein erstmals aus einer übernationalen Perspektive. "Lucien Febvre ist der Aufklärung verpflichtet." (Die Zeit)

  • Horst Johannes Tümmers: Der Rhein. Ein europäischer Fluss und seine Geschichte. Beck Verlag München (1994). Tümmers hat sich die Geschichte des Stromes zu Fuß erlaufen. Noch immer ein Standardwerk. "Ein generalistisches, im besten Sinne gelehrtes, informatives und nicht zuletzt aufrüttelndes Buch." (Sehepunkte)

  • Gertrude Cepl-Kaufmann/Antje Johanning: Mythos Rhein. Kulturgeschichte eines Stromes. Primus Verlag (2003). Die Geschichte des Rheins als literarische Geschichte. "Ein origineller Ansatz zu einer Kulturgeschichte." (NZZ)

  • Karen Denni: Rheinüberschreitungen. Grenzüberwindungen. UVK-Verlag (2008). Karen Denni schreibt die Geschichte der Brücken zwischen Straßburg und Kehl und mit ihr ein Stück deutsch-französische Geschichte.