Dossierbild Geschichte im Fluss

14.5.2012 | Von:
Winfried Lücking

Zeit für die Oder

Chronologie

1997: Jahrhunderthochwasser an der Oder. In Polen und Tschechien sterben über 100 Menschen.

1999: Ausbau des Schwedter Oderhafens für Küstenmotorschiffe. Allerdings fehlt die Anbindung nach Stettin und oderaufwärts.

2001: Der polnische Sejm und die Regierung in Warschau beschließen das "Programm für die Oder 2006". Darin geht es weniger um den Hochwasserschutz als den Bau von Staustufen und eine Regulierung der Oder.

2001: Deutsche, polnische und tschechische Umweltschützer gründen das Bündnis "Zeit für die Oder".

2004: Mit dem Beitritt Polens zur EU bekommt auch Brüssel Mitsprache. Die EU weigert sich bislang, die polnischen Ausbaupläne zu finanzieren.


Zum Weiterlesen

Die Oder

  • Uwe Rada: Die Oder. Lebenslauf eines Flusses. Siedler Verlag (2009). Die erste Biografie des Stromes, der Deutsche und Polen verbindet und nicht mehr trennt. "Dieses Buch ist längst fällig gewesen" (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

  • Karl Schlögel/Beata Halicka (Hg.): Oder-Odra. Blicke auf einen europäischen Strom. Peter Lang Verlag (2007). Autoren aus Tschechien, Polen und Deutschland über die Rekonstruktion des Kulturraums Oder. "Das Buch ist mehr als nur ein Konferenzband." (Inter Finitimos)

  • Wolfgang Tschechne: Große Oder, großer Strom. Bergstadt Verlag Wilhelm Gottlieb Korn (2006). Eine Reise entlang des Stroms von der Quelle bis zur Mündung.

  • Institut für angewandte Geschichte (Hg.): Terra Transoderana. Zwischen Neumark und Ziemia Lubuska. Bebra Verlag (2008). Ein Almanach zu einer Brückenregion, deren Geschichte wieder entdeckt wird. "Und der Reiz dieses Buches nun liegt auch darin, die Widersprüchlichkeit aufzuzeigen und nach Wegen zu suchen, um zwei zumeist getrennt bestehenden Perspektiven zu verbinden." (Kulturradio)