"Die Freiheit führt das Volk“: Das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix (1830) mit Frankreichs Nationalfigur Marianne.

Aktuell: Wahlen in Frankreich

In Frankreich beginnen Ende April nicht nur die Präsidentschaftswahlen, im Juni wird auch über die Zusammensetzung der Nationalversammlung abgestimmt. An dieser Stelle sollen ausgewählte Themenschwerpunkte rund um die Wahlen beleuchtet und die einzelnen Präsidentschaftskandidaten vorgestellt werden.

Folgende Beiträge stammen vom Blog zur Präsidentschaftswahl der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP): "Liberté, Egalité, Elysée". Die DGAP und der Deutsch-französische Zukunftsdialog begleiten den französischen Wahlkampf mit Beobachtungen, Analysen und Meinungen. Zusätzlich zur Berichterstattung in den Medien analysieren und kommentieren die Beiträge den Wahlkampf. Bloggerinnen und Blogger aus Frankreich und Deutschland betrachten Themen, Kandidaten, Parteien und Debatten des Wahlkampfs aus einer Doppelperspektive (https://frankreich.dgap.org/).

Französische Flaggen wehen auf dem Dach und vor einem Fenster über dem Eingang des Elysee Palastes in Paris.

euro|topics-Debatten

Frankreich wählt

Beobachter erwarten ein knappes Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich. Wie kommentiert die europäische Presse den Wahlkampf? Und welchen Kandidaten werden welche Chancen zugerechnet? Weiter...

Präsidentschaftskandidaten

Jean-Luc Mélenchon bei einer Demonstration gegen die Reform des französischen Arbeitsrechts in Paris. Mélenchon plädiert für die Beibehaltung der 35-Stunden-Woche.

Jean-Luc Mélenchon

Jean-Luc Mélenchon kandidierte schon im Jahr 2012 für das Amt des französischen Präsidenten. Als Kopf der Bewegung La France insoumise stellt er sich nun erneut zur Wahl. Mélenchon gilt als Sozialist und macht sich darüber hinaus für Umweltthemen stark. Weiter...

Nach dem Sieg: François Fillon hält eine Rede, nachdem er die Vorwahlen der Konservativen für sich entscheiden konnte. Sein Wahlprogramm stützt sich vor allem auf traditionelle und liberale Werte.

François Fillon

Mit François Fillon setzen die französischen Konservativen auf eine bewährte Parteigröße: In der Vergangenheit bekleidete er bereits mehrere Ministerämter, zuletzt war Fillon Premierminister unter Sarkozy. Trotzdem überraschte sein eindeutiger Sieg bei den Vorwahlen viele Beobachter. Weiter...

Vor dem Sieg: Benoît Hamon während einer Rede im Rahmen der Vorwahlen der französischen Sozialisten.

Benoît Hamon

Benoît Hamon konnte die Vorwahlen der Sozialisten für sich entscheiden. In seinem Programm setzt der "Abtrünnige" auf eine linke Wirtschaftspolitik und eine liberale Gesellschaftsvorstellung. Damit steht er nun vor der schwierigen Aufgabe, die eigene Partei hinter sich zu vereinen und den rechten Parteiflügel für sich zu gewinnen. Weiter...

Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin des Front National, bei ihrer Neujahrsansprache in Paris.

Marine Le Pen

Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin des Front National, polarisiert immer wieder mit ihren radikalen Aussagen. Ihre zentrale Themen sind die innere Sicherheit und die Einwanderungspolitik. Außerdem kündigte Le Pen für den Fall eines Sieges ein Referendum über den Verbleib in der EU an. Weiter...

Emmanuel Macron hält im Rahmen des Präsidentschaftswahlkampfs eine Rede in Paris. Mit seiner Bewegung "En Marche" möchte der ehemalige Wirtschaftsminister die französische Politik neu beleben.

Emmanuel Macron

Emmanuel Macron hat sich vorgenommen, die politische Landschaft in Frankreich umzukrempeln und festgefahrene Strukturen zu überwinden. Der ehemalige Wirtschaftsminister gilt überdies als überzeugter Europäer. Doch kann er ohne ausgereiftes Programm im Präsidentschaftswahlkampf bestehen? Weiter...

Wahlkampfthemen

Die Flagge Frankreichs hängt neben derjenigen der Europäischen Union am französischen Generalkonsulat in München.

Die französische Präsidentschaftswahl und die Zukunft der Eurozone

Der Ausgang der Wahlen in Frankreich wird von vielen Beobachtern als richtungsweisend für die Zukunft der Europäischen Union und der Eurozone angesehen. Die europapolitischen Vorstellungen der einzelnen Präsidentschaftskandidaten könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein – Wie stehen sie zur europäischen Integration? Weiter...

Ein Obdachlose schläft auf einer Straßenbank in Paris. Armut ist ein zentrales Wahlkampfthema in Frankreich, insbesondere vor dem Hintergrund der Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Die Angst vor Verarmung lastet auf den französischen Wahlen

Die Armutsbekämpfung ist ein zentrales Thema des Wahlkampfes. Aktuell wird die Debatte insbesondere von der Frage nach der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens bestimmt. Wie positionieren sich die Parteien und Präsidentschaftskandidaten im Streit um die Zukunft der Arbeit? Weiter...

Das Bildungsministerium in Frankreich hat weit mehr Eingriffsrechte, als sein deutsches Pendant. Dem Thema Bildung wird deshalb im Wahlkampf traditionell eine hohe Bedeutung zugesprochen.

Bildungspolitik – Dauerthema jedes französischen Präsidentschaftswahlkampfs

Kopfnoten, Schuluniform, Geschichtsunterricht – Die Bildungspolitik wird im französischen Wahlkampf bis ins kleinste Detail diskutiert. Zu einer tiefgreifenden Reform des Schulsystems wird dies aber trotzdem nicht führen, glaubt Anne-Lise Barrière. Weiter...

Bei einer Kundgebung in Paris fordern die Demonstranten die Sechste Republik. Dadurch soll eine tiefgreifende Umwälzung der politischen Verhältnisse umgesetzt werden.

Erste, Zweite, Dritte, … Sechste Republik?

In Frankreich wird momentan vestärkt die Forderung nach einer Sechsten Republik artikuliert. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Verfassung grundlegend überarbeitet wird und das politische System einen nachhaltigen Wandel durchläuft. Gemeinsam ist dabei allen Reformvorschlägen, dass die Stellung des französischen Präsidenten neu definiert werden soll. Weiter...

Französische Studenten demonstrieren in Paris gegen die Abkehr von der 35-Stunden-Woche. Die Reformanstrengung von Präsident Hollande sollte die Konjunktur beleben und die Arbeitslosigkeit bekämpfen.

Ein Wahlkampf ohne Jugendarbeitslosigkeit: Die vergessene Generation?

Die Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich ist nach wie vor sehr hoch. Im Präsidentschaftswahlkampf wird diese Problematik jedoch nur unzureichend thematisiert, konstatiert Natalie Hallensleben. Vor allem die jungen Franzosen seien deshalb von der Politik enttäuscht und wenden sich von den großen Volksparteien ab. Weiter...

Themenschwerpunkte

An dieser Demonstration gegen Pestizide in Paris beteiligten sich 2016 auch Vertreter der grünen Partei Europe Ecologie Les Verts. Im Vordergrund Julien Bayou, Sprecher der französischen Grünen.

Frankreichs Grüne: Zwischen Aktivismus und Politik

Interne Machtkämpfe und Ideenmangel prägen laut Julie Hamann den Wahlkampf der zersplitterten französischen Grünen. Als Präsidentschaftskandidaten hat die Partei den als Aktivisten bekannten Yannick Jadot aufgestellt. Bleiben die Grünen letztendlich in der Opposition oder werden sie aktiv Politik machen? Weiter...

Unter Charles de Gaulle, dem ersten Staatspräsidenten der V. Republik, wurde der Grundstein für die Machtfülle des französischen Präsidenten gelegt.

Wie sich die Rolle des französischen Präsidenten in der post-gaullistischen Ära entwickelt hat

Welche Rechte und Freiheiten werden dem französischen Präsidenten laut Verfassung zugesprochen? Die Antwort auf diese Frage wurde maßgeblich durch den ersten Amtsinhaber, Charles de Gaulle, geprägt. Doch das politische System hat sich über die Jahre weiterentwickelt, urteilt Sabine Ruß-Sattar. Weiter...

 
Französische Flaggen wehen auf dem Dach und vor einem Fenster über dem Eingang des Elysee Palastes in Paris.euro|topics-Debatten

Frankreich wählt

Beobachter erwarten ein knappes Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich. Wie kommentiert die europäische Presse den Wahlkampf? Und welchen Kandidaten werden welche Chancen zugerechnet? Weiter... 

The Eiffel Tower is seen in Paris, Thursday July 14, 2011 at sunset. Behind is La Defense business district. (ddp images/AP Photo/Thibault Camus)euro|topics-Debatte

Verliert Frankreich den Anschluss?

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, lahmende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit: Viele Kommentatoren sehen in Frankreich eines der größten Sorgenkinder Europas und mahnen die Notwendigkeit von Strukturreformen an. Weiter... 

German Chancellor Konrad Adenauer, left, hugs France President Charles de Gaulle, right, after signing the Elysee friendship treaty in the Elysee palace in Paris, France on Jan. 22, 1963. France and Germany kicked off celebrations Wednesday, Jan. 22, 2003 to mark the 40th anniversary of the treaty with a raft of events intended to inject new vitality into their relationship, which is pivotal in efforts to expand and integrate the European Union. (ddp images/AP Photo) --- Bundeskanzler Konrad Adenauer (li) und Staatspraesident Charles de Gaulle umarmen sich nach der Unterzeichnung des Deutsch-Franzoesischen Vertrages am 22. Januar 1963 im Salon Murat im Pariser Elysee-Palast. Rechts neben de Gaulle steht M. Christian Fouchet. (ddp images/AP Photo)Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1–3/2013)


Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Als "Erinnerungsort" bietet das Datum immer wieder Anlass innezuhalten und sich der gegenseitigen Partnerschaft zu vergewissern. Weiter... 

FrankreichMigrationsprofil

Frankreich

Frankreich hat eine lange Tradition als Einwanderungsland. Zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive galt diese lange Zeit als Erfolgsgeschichte. Seit drei Jahrzehnten wird die Einwanderung allerdings verstärkt als Ursache sozialer Probleme und Auslöser von Konflikten wahrgenommen. Davon zeugen nicht nur ein politischer Rechtsruck, sondern auch immer wieder aufflammende Unruhen in den Vororten französischer Metropolen. Islamistisch motivierte Terroranschläge haben zudem die seit Jahren schwelende Debatte über den Umgang mit dem Islam weiter verschärft. Weiter...