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Bildungsförderung | Sozialbericht 2024 | bpb.de

Bildungsförderung

Maximilian Bach Katharina Gawronski Stefanie Hoffmann Michael Mudiappa

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Sozialbericht: Kapitel 3.1.6

Um die Chancengerechtigkeit in der Bildungsteilhabe zu erhöhen, hat der Staat verschiedene Förderprogramme geschaffen. Die bedeutsamsten Förderungen sind das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Förderung für Schülerinnen und Schüler

Im Jahr 2022 erhielten insgesamt 140.900 Schülerinnen und Schüler BAföG. Im Vergleich zu 2021 ist die Zahl der geförderten Schülerinnen und Schüler leicht um 9 % zurückgegangen. 2022 besuchten rund 91.000 von ihnen Berufsfachschulen sowie rund 9.200 Fachschulen mit oder ohne vorherige Berufsausbildung. Weitere 32.700 der geförderten Schülerinnen und Schüler gingen auf allgemeinbildende Schulen. Unter den Geförderten waren 63 % weiblich. Über die Hälfte der Schülerinnen und Schüler (56 %) wohnte während ihrer Förderung nicht bei ihren Eltern, sondern nutzte andere Wohnmöglichkeiten; der Anteil der Schülerinnen unter ihnen lag bei 64 %. Im Jahr 2022 wurden rund 521 Millionen Euro für das "Schüler-BAföG" aufgewendet. Der durchschnittliche monatliche Förderbetrag betrug dabei 517 Euro.

Förderung für Studierende

Im Jahr 2022 wurden 489.300 Studierende durch BAföG gefördert (siehe Abbildung 15). Darunter waren rund 322.900 an Universitäten und rund 161.500 an Fachhochschulen eingeschrieben. Die Anzahl der geförderten Studierenden ist seit 2021 leicht gestiegen (5 %). Damit setzt sich der seit 2012 bestehende Förderrückgang erstmals nicht weiter fort. Der Anteil der geförderten weiblichen Studierenden lag bei 56 %. Insgesamt wurden im Jahr 2022 fast 2,5 Milliarden Euro zur Studierendenförderung vom Bund bereitgestellt. In den vergangenen zehn Jahren gab es unterschiedliche BAföG-Änderungsgesetze, die verschiedene Formen der Anpassungen beinhalteten (zum Beispiel Erhöhungen der Bedarfssätze, Einkommensfreibeträge der Eltern). Infolge dieser Anpassungen ist die durchschnittliche Förderhöhe von 448 Euro je Monat (2012) auf monatlich 611 Euro (2022) angestiegen.

Aufstiegsfortbildungsförderung

Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) wurden im Jahr 2022 für insgesamt 192.400 Personen bewilligt (siehe Abbildung 15). Darunter waren 44 % Frauen. Von den geförderten Frauen absolvierten 70 % ihre Fortbildung in Vollzeit (Männer: 55 %) und 30 % in Teilzeit (Männer: 45 %). Ein Großteil der Geförderten (41 %) waren zwischen 20 und 25 Jahre alt. Die Maßnahmendauer fiel je nach Art der Fortbildungsteilnahme unterschiedlich aus und reichte am häufigsten von 21 bis 24 Monate (Vollzeit) beziehungsweise 24 bis 30 Monate (Teilzeit). Der finanzielle Aufwand durch den Bund lag 2022 bei rund 1 Milliarde Euro. Geförderte erhielten dabei im Durchschnitt 1.611 Euro pro Monat. Von allen geförderten Berufen ließen sich die meisten Personen zur/zum staatlich anerkannten Erzieherin/Erzieher, geprüften Industriemeisterin/Industriemeister Metall sowie geprüften Wirtschaftsfachwirtin/Wirtschaftsfachwirt fortbilden. Bei der Wahl der jeweiligen Fortbildungsberufe zeigen sich Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

Abb 16: Anzahl der Personen in geförderten Fortbildungsberufen nach Geschlecht 2022 (bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

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