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Die Agenda 2030 und die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie | Sozialbericht 2024 | bpb.de

Die Agenda 2030 und die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Doreen Taubmann

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Sozialbericht: Kapitel 12.2.1

Am 25. September 2015 verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen in New York die Agenda 2030 mit dem Titel "Die Transformation unserer Welt". Die darin formulierte Strategie basiert auf dem 1987 im Bericht der sogenannten Brundtland-Kommission festgelegten Begriff nachhaltiger Entwicklung. Dieser ist definiert als eine Entwicklung, "die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen". Kern der Agenda 2030 sind 17 globale Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs), repräsentiert durch ein Set von 231 Indikatoren, an denen die Ziele gemessen werden sollen.

Auf nationaler Ebene wurde bereits im Jahr 2002 von der Bundesregierung eine "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" beschlossen und in den folgenden Jahren in vierjährlichem Turnus weiterentwickelt. Seit ihrer Neuauflage von 2016 orientiert sich diese an der Agenda 2030 und wird als Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) bezeichnet. Sie ist die strategische Umsetzung der Agenda 2030 auf nationaler Ebene. Gleichzeitig setzt die Bundesregierung in der DNS ihre eigenen politischen Schwerpunkte im Rahmen der globalen Ziele. Diese Schwerpunkte drückt die Bundesregierung durch Nachhaltigkeitspostulate (vergleichbar mit den Unterzielen der Agenda 2030) unterhalb der 17 Ziele aus, definiert zu ihrer Messung nationale Indikatoren und setzt konkret zu erreichende Zielwerte und -jahre fest.

Derzeit besteht das Set der DNS aus 75 Indikatoren. Traditionell bezieht sich eine Vielzahl der Indikatoren und Ziele hauptsächlich auf ökologische und ökonomische Aspekte der Nachhaltigkeit, die nur mittelbar einen sozialen Bezug haben. Beispiele hierfür sind der Anteil des ökologischen Landbaus, die Höhe des Staatsdefizits oder der Anteil erneuerbarer Energien. Daneben verfolgt die Bundesregierung mit der DNS auch entwicklungspolitische Ziele, die sich nicht direkt auf ökologische, ökonomische oder soziale Aspekte im Inland beziehen. Ziele und Indikatoren mit starkem sozialem Fokus finden sich insbesondere in den Zielen 1, 3, 4, 5, 10, 11 und 16.

Tab 1: Ausgewählte Indikatorenbereiche, Nachhaltigkeitspostulate und Ziele mit direktem Sozialbezug der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Viele der Indikatoren und Zielwerte für die einzelnen Themenfelder sind dabei aus anderen Indikatorensystemen entliehen oder finden ihrerseits wiederum Verwendung in diversen fachpolitischen Strategien und Berichten wie der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, der Ressourceneffizienzstrategie oder dem Armuts- und Reichtumsbericht. Wie aus Info 2 hervorgeht, werden einige der Indikatoren, die die soziale ­Dimension in der DNS abbilden, auch an anderer Stelle im Sozialbericht 2024 ausführlich dargestellt.

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