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Rushhour des Lebens: Familien- und Erwerbs­arbeit im Lebensverlauf: Einleitung | Sozialbericht 2024 | bpb.de

Rushhour des Lebens: Familien- und Erwerbs­arbeit im Lebensverlauf: Einleitung

Martin Bujard

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Sozialbericht: Kapitel 4.6

Die Rushhour des Lebens bezeichnet die Phase für Eltern, bei der die Summe aus Erwerbsarbeit, Fürsorgearbeit und Hausarbeit besonders hoch ist. Dies zeigt sich insbesondere dann, wenn das jüngste Kind unter sechs Jahre alt ist, da der Zeitaufwand für Fürsorge bei kleinen Kindern besonders hoch ist. Wenn die Kinder älter werden, reduziert sich die Fürsorgearbeit deutlich, wenngleich die mentale Last ("mental load") oft hoch bleibt (siehe auch Interner Link: Kapitel 4.3). Die Rushhour des Lebens könnte entzerrt werden und die Erwerbstätigkeit von Müttern ­älterer Kinder erhöht werden, wenn sich die Erwerbsarbeit im Lebensverlauf mehr nach den Bedürfnissen von Familien richten würde. Dabei müssen Mütter und Väter gleichermaßen in den Blick genommen werden. Im Folgenden werden Normen bezüglich der wöchentlichen Arbeitszeiten im Familienzyklus mit realen Arbeitszeitmustern auf Basis von Daten des familiendemografischen Panels (FReDA) verglichen. Die Diskrepanz wird mit Mikrozensusdaten hochgerechnet, um den zeitlichen Mehrbedarf (vor allem von Vätern) in der Rushhour des Lebens und die Arbeitsmarktpotenziale von Müttern älterer Kinder zu quantifizieren.

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