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Zeigen Spanien, Irland und Portugal, dass die angebotsorientierte Politik sich auszahlt? | Europäische Wirtschaftspolitik | bpb.de

Zeigen Spanien, Irland und Portugal, dass die angebotsorientierte Politik sich auszahlt?

Till van Treeck

/ 3 Minuten zu lesen

Das Arbeitsblatt zur gleichnamigen Debatte im Dossier "Europäische Wirtschaftspolitik".

Nominales BIP und Bevölkerung im Jahr 2015

BIP in Milliarden Euro, Bevölkerung in 1.000 Personen

BIPBevölkerung
EU14.635,09509.521,82
Eurozone10.406,81338.822,35
Irland214,6234.642,24
Griechenland176,022710.858,02
Spanien1.081,1946.426
Portugal179,378910.351,9

Beispiel: Das nominale BIP Spaniens betrug 1,08 Billionen Euro. In Spanien lebten 46,4 Millionen Menschen.

Aufgaben

  1. Ermitteln Sie, welchen Anteil Irland, Griechenland, Spanien und Portugal im Jahr 2015 an der Wirtschaftsleistung der Eurozone bzw. der EU hatten.

  2. Ermitteln Sie, wie hoch das BIP pro Kopf in Irland, Griechenland, Spanien, Portugal im Vergleich zur Eurozone und der EU war.

M2 Interner Link: Thomas Fricke: Crash-Kurs mit jeder Menge Kollateralschäden

Aufgaben

  1. Erläutern Sie auf Grundlage des Debattenbeitrags von Thomas Fricke dessen These: "So richtig an Schwung gewann die Konjunktur erst, als der regierungsamtliche Austeritätskurs gestoppt wurde und dank steigender Nettoeinkommen wieder mehr Geld im Inland zur Verfügung stand – und ausgegeben wurde." Stellen Sie dar, worauf Thomas Fricke die bessere Wachstumsentwicklung Spaniens seit 2013 im Vergleich etwa zu Griechenland zurückführt.

  2. Erörtern Sie: Folgt die Erklärung der Wachstumsentwicklung in den Krisenländern durch Thomas Fricke eher den Denkmustern des Keynesianismus, der Neoklassik oder des Neuen Konsenses der Makroökonomik?

  3. "Kaum ein anderer EU-Staat hat seit 2009 so oft das Zieljahr verschoben (und verschieben dürfen), in dem sein Staatsdefizit unter die von Brüssel erlaubten drei Prozent der Wirtschaftsleistung sinken soll." Diskutieren Sie – auch mit Blick auf M1 –, worin politische Gründe dafür liegen könnten, dass Spanien im Vergleich zu Griechenland eher zugestanden wurde, die Defizitziele zu verfehlen. Erörtern Sie mit Hilfe einer zusätzlichen Internetrecherche (z.B. Externer Link: hier und Externer Link: hier), welche Rolle die politische Situation und insbesondere die Parlamentswahl 2015 für die Abkehr von der Austeritätspolitik in Spanien gespielt haben könnte.

M3 Interner Link: Holger Schmieding: Es schmerzt, aber die Reformen wirken

Aufgaben

  1. Erläutern Sie auf Grundlage des Debattenbeitrags von Holger Schmieding dessen These, die Krisenländer hätten "Zeit gebraucht, bis die angebotsorientierte Politik wirkte." Worauf führt Holger Schmieding die bessere Wachstumsentwicklung Irlands, Portugals und Spaniens im Vergleich zu Griechenland seit 2013 zurück?

  2. Analysieren Sie: Folgt die Erklärung der Wachstumsentwicklung in den Krisenländern durch Holger Schmieding eher den Denkmustern des Keynesianismus, der Neoklassik oder des Neuen Konsenses der Makroökonomik?

M4 Von der OECD erwartete Effekte bisheriger und künftiger Arbeits- und Produktmarktderegulierung in Portugal

Von der OECD erwartete Effekte bisheriger und künftiger Arbeits- und Produktmarktderegulierung in Portugal (© bpb)

Hinweis: Die Abbildung zeigt die von der OECD erwarteten Effekte bisheriger und künftiger Arbeits- und Produktmarktderegulierung in Portugal auf die Arbeitsproduktivität (Anstieg in Prozent) bis zum Jahr 2020. Quelle: OECD (2014), Portugal: Deepening Structural Reform to Support Growth and Competitiveness, OECD Publishing.

Aufgaben

  1. Erläutern Sie auf Basis der Entstehungsrechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie strukturelle Reformen auf die Entwicklung des BIP wirken können.

  2. Nennen Sie drei Strukturreformen, die von angebotsorientierten Ökonominnen und Ökonomen häufig empfohlen werden.

Hintergrundtexte:

Lösungsvorschläge

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