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Ist Deutschland ein Modell für Europa? | Europäische Wirtschaftspolitik | bpb.de

Ist Deutschland ein Modell für Europa?

Till van Treeck

/ 3 Minuten zu lesen

Das Arbeitsblatt zur gleichnamigen Debatte im Dossier "Europäische Wirtschaftspolitik".

M1 Interner Link: Holger Schmieding: Es schmerzt, aber die Reformen wirken

Aufgaben

  1. "Mitte der 1990er Jahre war Deutschland der kranke Mann Europas. … Anfang 2006 begann eine Trendwende." Stellen Sie dar, worin Holger Schmieding die Gründe dafür sieht, dass die deutsche Volkswirtschaft sich vier Jahre nach der Einführung des Euros zum Erfolgsmodell entwickelte.

  2. Arbeiten Sie heraus, inwiefern sich die Entwicklungen in Deutschland nach dem Beginn der Agenda 2010 im Jahr 2003 und den Entwicklungen in den heutigen Krisenländern nach Beginn der Deregulierungspolitik im Jahr 2010 ähneln. Worin könnten Unterschiede liegen?

M2 Interner Link: Angelo Bolaffi: Marktkonform und doch sozial gerecht

Aufgabe

Analysieren Sie, was Angelo Bolaffi damit meint, dass Deutschlands "konsensorientiertes Modell" zum Erfolg der deutschen Volkswirtschaft in der jüngeren Vergangenheit beigetragen hat.

M3 Leistungsbilanz und sektorale Finanzierungssalden, Deutschland, 1995-2015

Leistungsbilanz und sektorale Finanzierungssalden in Deutschland 1995-2015 (Interner Link: Grafik zum Download) (© bpb)

M4 Interner Link: Ulrike Guérot: Die Mär vom gesunden Staat

Aufgaben

  1. Beschreiben Sie anhand von M3 die Entwicklung des deutschen Leistungsbilanzsaldos und der sektoralen Finanzierungssalden. Erläutern Sie, warum die Summe der Finanzierungssalden der binnenwirtschaftlichen Sektoren stets dem Leistungsbilanzsaldo entspricht.

  2. Charakterisieren Sie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den Phasen 1995-2000 und 2002-2015 im Hinblick auf die Bedeutung der Binnenwirtschaft und der Außenwirtschaft.

  3. Ulrike Guérot beklagt den deutschen Exportüberschuss im Zusammenhang mit der aus Ihrer Sicht zu schwachen Investitionstätigkeit in Deutschland: "Stattdessen spart Deutschland weit mehr, als es investiert und hat in Konsequenz einen aktuellen Leistungsbilanzüberschuss von sieben Prozent des BIP." Entwickeln Sie Grundzüge einer Reformpolitik, welche die von Ulrike Guérot ausgemachten Schwächen der deutschen Wirtschaft beheben und zu einem Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses beitragen könnte.

M5 Das deutsche Modell im französischen Schulunterricht

In einer Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Eurokrise fasst das französische Bildungsministerium die Kritik am "deutschen Modell" wie folgt zusammen: "Die Eurokrise hat die Mehrheitsmeinung unter Ökonomen bestätigt: Ohne eine aktive staatliche Politik neigt die Eurozone zu einer Polarisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten, welche erheblich zu den Ungleichgewichten in den Leistungsbilanzsalden innerhalb der Eurozone beiträgt. Einem Nordeuropa, das exportfähige Güter und Dienstleistungen produziert, steht ein Südeuropa mit Leistungsbilanzdefiziten gegenüber. Zu den Ungleichgewichten, die durch die Logik des Marktes entstanden sind, kommen noch die Effekte nationaler Politik hinzu: Deutschland hat sich für eine Politik der Lohnsenkungen entschieden, weswegen das "deutsche Modell" nicht verallgemeinerbar ist." (Übersetzung Till van Treeck)

Quelle: Externer Link: http://cache.media.eduscol.education.fr/file/SES_terminale_allegements/32/6/2.2_UE_ds_l_eco_-_cor_264326.pdf

Aufgaben

  1. Diskutieren Sie: Mit welcher ökonomischen Denkschule lässt sich die Darstellung im zitierten Leitfaden des französischen Bildungsministeriums am ehesten in Verbindung bringen?

  2. Diskutieren Sie: Wie präsent ist nach Ihrem persönlichen Eindruck die Kritik am "deutschen Modell" in der deutschen Öffentlichkeit?

  3. Diskutieren Sie: Wie hängen ökonomische Interpretationsmuster und nationale politische Interessen zusammen?

Hintergrundtexte:

Lösungsvorschläge

    Interner Link: Lösungsvorschläge für Arbeitsblatt 8: Ist Deutschland ein Modell für Europa?

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