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Sollte man die Corona-Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen? | Europäische Wirtschaftspolitik | bpb.de

Sollte man die Corona-Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen?

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Europa steckt im Zuge der Corona-Rettungsmaßnahmen Milliarden auch in Unternehmen aus der fossilen Wirtschaft. Hätte die EU das Geld verstärkt für die Umstrukturierung hin zu einer CO2-neutraleren Ökonomie investieren sollen? Vier Antworten.

Die Konjunkturprogramme der EU und der Nationalstaaten seien richtig gewesen, müssten nun aber durch Zukunftsprogramme für mehr Klimaschutz ergänzt werden. Der "Green New Deal" der EU sei hierfür ein erster wichtiger Schritt, sagt Marcel Fratzscher:

Marcel Fratzscher: Sollte man die Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen?


Man sollte in nachhaltige, langfristig zukunftsfähige Geschäftsmodelle investieren. Das helfe nicht nur dem Klima, sondern könne auch der Wirtschaft helfen, glaubt Monika Schnitzer. Ein Teil der Corona-Hilfsmittel sollte zielgerichtet in diese Modelle gesteckt werden:

Monika Schnitzer: Sollte man die Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen?


Um einen Wirtschaftseinbruch wie jetzt abzufedern mussten die Regierungen zunächst die Konjunktur wieder anschieben, betont Ursula Weidenfeld. Längerfristig müsse man sich aber mit den großen Herausforderungen Europas und der Welt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auseinandersetzen:

Ursula Weidenfeld: Sollte man die Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen?


Man hat den Wirtschaftsapparat nach der Krise wieder in Gang bringen müssen und das zunächst unabhängig von Wachstums- und Strukturpolitik, so Michael Hüther. Die Corona-Krise könne nicht das Klimaproblem lösen. Für Lösungen bräuchte es vor allem Anreize und verlässliche Rahmenbedingungen:

Michael Hüther: Sollte man die Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen?