Europäische Schuldenkrise

2.11.2020

Wie hat sich die EU in der Corona-Krise bis jetzt geschlagen?

Das größte Hilfspaket der Geschichte, Kredite, Kurzarbeit: Die Europäische Union hat auf die Coronapandemie mit ungewöhnlich drastischen Maßnahmen reagiert. War das richtig? Vier Antworten.

Der gemeinsame Wiederaufbaufonds der EU sei aus zwei Gründen wichtig, so Marcel Fratzscher: damit sich auch die schwächsten Länder aus dieser Krise erholen können und damit die EU stärker zusammenwächst. Die Fliehkräfte in Europa dürfen seiner Ansicht nach nicht noch größer werden:

Prof. Marcel Fratzscher: Wie hat sich die EU in der Corona-Krise bis jetzt geschlagen? (© 2020 Bundeszentrale für politische Bildung/bpb)


Es war es eine wirtschaftliche Notwendigkeit, allen europäischen Staaten mit dem EU-Rettungspaket zu helfen, sagt Monika Schnitzer. Dass man sich auf diese Maßnahmen schnell geeinigt hat, wertet sie als Zeichen dafür, dass sich die EU in der Corona-Krise bewährt habe:

Prof. Dr. Monika Schnitzer: Wie wird sich die Pandemie auf Europas Wirtschaft auswirken? (© 2020 Bundeszentrale für politische Bildung/bpb)


Nach der ersten schnellen Abschottung der Nationalstaaten gab es eine sehr schnelle und positive Bewegung für mehr europäische Solidarität, so Ursula Weidenfeld. Dennoch kritisiert sie, dass Europa immer nur in Krisenzeiten lerne:

Dr. Ursula Weidenfeld: Wie hat sich die EU in der Corona-Krise bis jetzt geschlagen? (© 2020 Bundeszentrale für politische Bildung/bpb)


Auch wenn die Grenzschließungen besser hätten koordiniert werden können, hat die EU in der Krise schnell gehandelt und dann mit ihren Rettungsmaßnahmen auch die Themen Wachstum und Strukturwandel adressiert, lobt Michael Hüther:

Prof. Dr. Michael Hüther: Wie hat sich die EU in der Corona-Krise bis jetzt geschlagen? (© 2020 Bundeszentrale für politische Bildung/bpb)


Zu den weiteren Kurz-Interviews

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Sollte man die Corona-Krise nutzen, um die EU klimagerechter umzubauen?
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Über die Interviewpartnerinnen und -partner

Prof. Marcel Fratzscher, PhD ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Prof. Dr. Monika Schnitzer ist Inhaberin des Lehrstuhls für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und seit April 2020 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Dr. Ursula Weidenfeld ist freie Wirtschaftsjournalistin, Kolumnistin und Moderatorin in Berlin und Potsdam.

Prof. Dr. Michael Hüther ist Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und Honorarprofessor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre an der European Business School Oestrich-Winkel.

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