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Kommentar: Russlands Krieg gegen die Ukraine und die deutsche Erinnerungskultur

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Kommentar: Russlands Krieg gegen die Ukraine und die deutsche Erinnerungskultur Russland-Analysen Nr. 419

Franziska Davies

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Eine Historikerin beschreibt die Lücken der deutschen Erinnerungskultur zur Ukraine und ihre Bedeutung für den aktuellen Krieg. Welche Parallelen gibt es zum Zweiten Weltkrieg?

Das "Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst" erklärt sich solidarisch mit der Ukraine und hat sich temporär in "Museum Berlin-Karlshorst" umbenannt, 25.02.2022. (© picture-alliance/dpa, Jörg Carstensen)

In einem Text für die Neue Züricher Zeitung konstatierte der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel, dass die deutsche Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg längst zu einem "Ersatz für die Konfrontation mit der Gegenwart geworden" sei (NZZ vom 19.3.2022). Die rituell gewordenen Praktiken der Erinnerung an die Opfer von Gewalt und Krieg hätten die Übernahme politischer Verantwortung für die heutigen Herausforderungen eher behindert als befördert. Sollte diese These zutreffend sein, dann ist es an der Zeit über die Funktion der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Deutschland nachzudenken. Dabei steht man unweigerlich von einem Dilemma: auf der einen Seite die Forderung, die Opfer und Held:innen des Zweiten Weltkriegs nicht für die eigene politische Positionierung zu instrumentalisieren, andrerseits aber die Feststellung, dass eine komplett von der gegenwärtigen Politik losgelöste Erinnerung Gefahr läuft, eben diese bedeutungslos zu machen. Welchen gesellschaftlichen Wert hat das zeremonielle Gedenken an die Opfer von Massenerschießungen, Aushungerung und Zwangsarbeit, wenn wir in dem Moment, in dem wir eben solche Gewaltphänomene in der Gegenwart beobachten, den Bezug auf den Zweiten Weltkrieg als einen pietätlosen Missbrauch seiner toten Opfer zurückweisen?

In diesem Sinne ist die Frage nach der Bedeutung des russischen Kriegs gegen die Ukraine für die deutsche Erinnerungskultur verbunden mit einer zweiten Frage: Welche Analogien oder welche Vergleiche sind angemessen zwischen den Verbrechen NS-Deutschlands und denen der Russischen Föderation unter Wladimir Putin?

Tatsächlich lassen sich bereits jetzt bestimmte Ähnlichkeiten zwischen der russischen Besatzungspolitik in der Ukraine und der deutschen im östlichen Europa im Zweiten Weltkrieg beobachten. Vorneweg sei gesagt: das Ausmaß der deutschen Vernichtungspolitik ist bisher in der Ukraine (noch) nicht erreicht. Aber Vergleiche, die freilich immer auch die Funktion haben Unterschiede zu akzentuieren, helfen dabei, die Dynamisierung von Gewalt und Vernichtung in Besatzungsregime einzuordnen. Eine recht offensichtliche Parallele ist der Terror gegen die Zivilbevölkerung. Insofern bestätigt auch der heutige Krieg eine Erkenntnis der historischen Forschung: die Gewalt gegen die Bewohner:innen endet nicht mit dem Ende der Kampfhandlungen. Eindrücklichstes Beispiel dafür sind die Toten von Butscha und Irpin. Auch hier waren es unbewaffnete Zivilist:innen, die den Soldaten der russischen Armee zum Opfer gefallen sind. Wie genau diese Erschießungen zu erklären sind – wer die Befehle gegeben hat, die Rolle der anti-ukrainischen Staatspropaganda seit 2013/14, die Gewaltkultur der russischen Armee – werden zukünftige Forschungen klären müssen.

Die Tatsache aber, dass Putin die verantwortliche Brigade mit einem Ehrentitel ausgezeichnet hat, beweist, dass die Soldaten den Krieg so ausführen wie er auch vom Putin-Regime gerahmt wird: als die Mission die Ukraine als Staat zu vernichten, als Nation mindestens zu brechen und brutal unterzuordnen. Teil davon ist die gezielte Gewalt gegen die Eliten, die als Rückgrat der Nation gelten – eine Strategie, die etwa im deutsch besetzten Polen, aber auch in den von der Sowjetunion besetzten Regionen Ostmitteleuropas im Einklang mit dem Hitler-Stalin-Pakt zum Einsatz kam. Ob es sich dabei um einen Vernichtungskrieg handelt, also um einen Krieg mit der Absicht die Bevölkerung vollständig oder in großen Teilen zu ermorden oder zu vertreiben, ist derzeit schwer festzustellen. Betrachtet man die in den russischen Medien verbreiteten Botschaften, in denen offen zum Genozid am ukrainischen Volk aufgerufen wird, dann ist das Radikalisierungspotenzial dafür in jedem Fall vorhanden.

Was sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Ukraine nicht wiederholen wird, ist ein Völkermord wie der Holocaust. Der spezifische Charakter der Ermordung des europäischen Judentums lag in seiner entgrenzten Totalität der Vernichtung. NS-Deutschland baute eine Europa umfassende Infrastruktur des Mordens auf in der Absicht, auch noch den letzten Juden/die letzte Jüdin auf dem Kontinent zu töten. Ein solch rassenideologisch motivierter Wahn ist in Putins Russland nicht erkennbar. Zu beobachten ist vielmehr die Mobilisierung und Radikalisierung eines Feindbilds bzw. eines Stereotyps, das eine lange Vorgeschichte hat: die des letztlich minderwertigen Ukrainers, der sich Russland unterordnen zu hat. Diese Vorstellung ist keineswegs erst im Putin-Regime geboren. Der Satz, dass der "russische Liberalismus in der Ukraine endet" zeigt vielmehr, dass selbst in Putin-kritischen Kreisen die Abwertung der Ukraine durchaus verbreitet ist.

Schon im 19. Jahrhundert einte die Feindschaft gegenüber einer eigenständigen ukrainischen Kultur und Sprache die unterschiedlichen Lager russischer Nationalisten. Auch der russischen Hochkultur sind anti-ukrainische Ressentiments keineswegs fremd. Insofern wäre auch darüber nachzudenken, inwiefern wir es hier mit einer spezifischen Spielart russischer Xenophobie zu tun haben, die sich in dem Moment radikalisierte, in dem die Ukrainer:innen sich der russischen Erwartung der Subordination unter Moskau widersetzten. Dieser Aspekt der russischen Aggression gegen die Ukraine kam in der deutschen Debatte schon seit 2014 viel zu wenig zur Sprache. Diskussionen um die Rolle der NATO und russische "Sicherheitsinteressen" verdeckten den Blick auf einen entscheidenden Faktor des russischen Vorgehens. Die Ablehnung eines NATO-Beitritts war demnach nur die logische Folge einer Grundüberzeugung Putins und seiner Entourage: dass es die Ukraine als unabhängigen Staat schlicht nicht geben darf. Resümierend steht also fest, dass wir es mit einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands zu tun haben, in dem systematisch Kriegsverbrechen begangen werden und der ideologisch auf der Herabsetzung einer ganzen Nation fußt. Es handelt sich damit um einen Krieg, der zwar nicht die Ausmaße des deutschen Vernichtungskriegs gegen Polen und die Sowjetunion erreicht hat, bei dem aber strukturelle Ähnlichkeiten sowohl hinsichtlich der ideologischen Legitimierung des Kriegs als auch in der Besatzungspolitik erkennbar sind.

Inwiefern ist diese Feststellung relevant für die deutsche Erinnerungskultur? Es bedeutet, dass die Formel des "Nie Wieder" nun politische Relevanz bekommen muss, ohne dass damit notwendigerweise eine Gleichstellung von NS-Deutschland und Putins Russland einhergeht. Es geht um die Einsicht, dass die deutsche Verantwortung für die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs in Osteuropa auch bedeutet, dass Deutschland nun die Verpflichtung hat, die Ukraine langfristig – militärisch wie politisch – zu unterstützen. Damit einhergehen sollte eine kritische Befragung der eigenen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, in der bestimmte Elemente gerade der osteuropäischen Erinnerung an den Krieg eine eher marginale Rolle spielen. So etwa die Erinnerung an den bewaffneten Kampf gegen den Aggressor – einer erinnerungskulturellen Tradition, die etwa in Polen, der Ukraine und natürlich auch in Russland präsent ist, wobei sie im letzten Fall heute massiv missbraucht wird. Nicht zuletzt aber spielt diese Tradition in der jüdischen Erinnerung eine herausgehobene Rolle, etwa im Hinblick auf die Kämpfer:innen des Warschauer Ghettos oder die jüdischen Soldat:innen, die sich Partisanenverbänden anschlossen. Die bewusste Entscheidung zum Kampf, die Subjektwerdung vom Opfer zum Helden/zur Heldin, beobachten wir heute auch in der Ukraine. Die deutsche Erinnerung dagegen rekurriert besonders auf die Opfererfahrung und die Sehnsucht nach Versöhnung und übersieht dabei möglicherweise, dass die Selbstermächtigung zum Kampf und die Unmöglichkeit der Versöhnung in bestimmten Momenten integraler Bestandteil der Kriegserfahrung waren und sind.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Dr. Franziska Davies ist Akademische Rätin an der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der LMU München. Gemeinsam mit Katja Makhotina hat sie das Buch "Offene Wunden Osteuropas. Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs" verfasst, das im April bei der WBG erscheint.