Denkmal für die Berliner Mauer

Wirtschaft und Arbeit

Deutschland stellt einen Sonderfall dar unter den Transformationsstaaten, die 1989/90 aus der Auflösung des kommunistischen Ostblocks hervorgingen. Hier fielen der politische und ökonomische Systemwechsel und der Zusammenschluss zweier vormals getrennter Teilstaaten zusammen. Die Kontraste, welche die Situation der Zeiten vor und nach der Einigung im Oktober 1990 beschreiben, sind entsprechend deutlich und tief prägend.

Die ehemalige Strickwarenfabrik "MICADO" in Zwickau (Sachsen).

Bernd Martens

Der entindustrialisierte Osten

Die DDR-Wirtschaft war durch große industrielle Kombinate geprägt. Mit dem ökonomischen Umbruch gingen diese großen Industrieunternehmen in Ostdeutschland verloren. Ein Problem, das bis heute ungelöst ist.

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Abriss der Groß-Kokerei in Lauchhammer 1992

Bernd Martens

Wirtschaftlicher Zusammenbruch und Neuanfang nach 1990

Geringe Produktivität, überalterte Anlagen, Zusammenbruch der Märkte: Die Ausgangslage ostdeutscher Betriebe war schlecht, als sie sich mit der Währungsunion "über Nacht" der globalen Konkurrenz stellen mussten. Die Folge: eine Schocktherapie für die Wirtschaft.

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Arbeiter auf einer Baustelle in Potsdam

Ina Krause

Arbeit und Arbeitsmarkt - Angleichung bei sich verfestigenden Strukturdifferenzen

Die langjährige Abschöpfung der Arbeitskraftpotentiale hat in vielen Regionen in Ostdeutschland zu einer dauerhaften Abwertung des Wirtschaftsstandortes geführt. Mit der Energiewende, der Digitalisierung und der wirtschaftspolitischen Bearbeitung der Corona-Krise kommen weitere Anforderungen auf die ostdeutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu.

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Aufschrift auf einem Stahlblock in Eisenhüttenstadt. Ende März 2019 wurde bekannt, dass der Konzern Arcelor Mittal im Wege des Umbaus der Strukturen im Konzern die gesellschaftsrechtliche Eigenständigkeit des Standorts und die damit einhergehende Mitbestimmung in Frage stellt. Es erfolgte Widerstand seitens des Betriebsrates und der Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall.

Michael Fritsch / Michael Wyrwich

Ein langer Weg – Anpassungsprobleme in der ostdeutschen Unternehmenslandschaft

Von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft: Innerhalb kürzester Zeit mussten sich die Betriebe und Unternehmen in Ostdeutschland den neuen Bedingungen anpassen. Neben der Umstrukturierung der DDR-Altbetriebe "von oben" fand eine Transformation "von unten" durch Gründung neuer Unternehmen statt.

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"Das grüne Band", ehemaliger Grenzstreifen an der innerdeutschen Grenze, hier zwischen Thüringen und Hessen. Anfang Dezember 1989 trafen sich Natur- und Umweltschützer aus der Bundesrepublik und der DDR und verabschiedeten die erste Resolution, die die Unterschutzstellung des (ehemaligen) Grenzstreifens forderte.

Dieter Rink

Umwelt

Bereits zu DDR-Zeiten kritisierten viele Aktionsgruppen die starke Umweltverschmutzung. Umweltthemen spielten während der Mobilisierung im Herbst 1989 eine wichtige Rolle. Seit 1990 hat sich die Umweltsituation in Deutschland zwar verbessert, aber viele ambitionierte Umweltschutz- und Klimaziele werden noch immer nicht erreicht.

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Eine leerstehende Industrieanlage in Meissen, Sachsen.

Joachim Ragnitz

Strukturwandel nach Entindustrialisierung

Bis heute wirkt der massive Strukturbruch der frühen 1990er Jahre nach – auch weil der rapide Wachstumsprozess in Ostdeutschland in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ins Stocken geriet. Zwischen 1989 und 1991 erlebte die DDR-Industrie einen dramatischen Niedergang. Die Zahl der Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe schrumpfte bis zum Jahr 1991 von ehemals 3,3 Millionen auf nur noch 1,7 Millionen.

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01.01.1992, Demonstration ost-deutscher Betriebsräte in Berlin. Die Buna-Werke Schkopau war ein Chemieunternehmen für die polymere Kunststoffproduktion.

Michael Fritsch / Michael Wyrwich

Wirtschaft im Schock

Wettbewerb, Angebot, Löhne: Mit Wucht schlug der Einigungsprozess ein in die wirtschaftlichen Strukturen im Osten. In der Unternehmenslandschaft hat dies deutliche Spuren hinterlassen, die heute noch klar zu erkennen sind.

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Monteur bei der Arbeit in einem Leipziger Kombinat im Jahr 1989.

Michael Fritsch / Michael Wyrwich

Vom Plan zum Markt

Übergroß und bürokratisch erstarrt - so stellte sich die Situation der DDR-Wirtschaft zum Ende der 1980er Jahre dar. Eine Konsequenz dieser Zustände war eine wesentlich geringere Produktivität im Vergleich zur alten BRD.

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Abriss der Groß-Kokerei in Lauchhammer 1992

Bernd Martens

Wirtschaftlicher Zusammenbruch und Neuanfang nach 1990

Geringe Produktivität, überalterte Anlagen, Zusammenbruch der Märkte: Die Ausgangslage ostdeutscher Betriebe war schlecht, als sie sich mit der Währungsunion "über Nacht" der globalen Konkurrenz stellen mussten. Die Folge: eine Schocktherapie für die Wirtschaft.

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Braunkohlekraftwerk Espenhain, 1990.

Bernd Martens

Die Wirtschaft in der DDR

Auch wenn die DDR 1989 nicht bankrott war: Jahrelang hatte sie über die eigenen Verhältnisse gelebt. Zudem war die Wirtschaftspolitik von drei nicht miteinander zu vereinbaren Zielen bestimmt. Der ökonomische Zusammenbruch war damit abzusehen.

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Landwirtschaft im Osten lohnt sich: Mähdrescher auf einem Feld im brandenburgischen Belzig.

Bernd Martens

Landwirtschaft Ost: der späte Erfolg der DDR

Auch die DDR-Landwirtschaft litt unter den üblichen Problemen der Planwirtschaft. Doch seit 1990 hat sie sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Im Agrarbereich wird heute im Osten mit besseren Ergebnissen gewirtschaftet als im Westen.

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Arbeiter auf einer Baustelle in Potsdam

Ina Krause

Arbeit und Arbeitsmarkt - Angleichung bei sich verfestigenden Strukturdifferenzen

Die langjährige Abschöpfung der Arbeitskraftpotentiale hat in vielen Regionen in Ostdeutschland zu einer dauerhaften Abwertung des Wirtschaftsstandortes geführt. Mit der Energiewende, der Digitalisierung und der wirtschaftspolitischen Bearbeitung der Corona-Krise kommen weitere Anforderungen auf die ostdeutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu.

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"Umbruchsarbeitslosigkeit": Schlagartig wurden im Osten Millionen von Arbeitskräften entlassen. - Menschen am Eingang der Agentur für Arbeit.

Melanie Booth

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

Wie hat sich die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren in Deutschland entwickelt? Welche Unterschiede bestehen zwischen Ost und West? Und welche Personengruppen tragen ein hohes Risiko, arbeitslos zu werden?

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Über 70 Prozent der Beschäftigten im Friseurhandwerk arbeiten zu Niedriglöhnen.

Thorsten Kalina / Claudia Weinkopf

Niedriglohnsektor in Ost und West

Etwa 20 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten in Ost und West zu Niedriglöhnen. Sind Frauen stärker betroffen als Männer? Und in welchen Branchen werden besonders viele Niedriglöhner beschäftigt?

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Arbeiter der Union Werkzeugmaschinen GmbH in Chemnitz, die 1996 als Mitarbeitergesellschaft neu gegründet wurde.

Michael Fritsch / Yvonne Schindele / Alina Rusakova / Michael Wyrwich

Selbstständigkeit nach der Wiedervereinigung

In der DDR war berufliche Selbstständigkeit nur in wenigen ökonomischen Bereichen erlaubt. Mit der Wende erlebte der Osten aber einen wahren Gründungsboom.

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Flugverkehr, Schienennetz, Autobahn: Die DDR hinterließ enorme Infrastrukturlücken.

Tobias Jaeck

Infrastruktur und Infrastrukturlücke in Ostdeutschland

Die DDR hinterließ eine große Infrastrukturlücke. Ursachen dafür reichen bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Heute sind im Osten die Infrastrukturlücken größtenteils geschlossen. In einigen Bereichen ist die Versorgung sogar besser als im Westen.

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Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Der 18. März steht mit den revolutionären Berliner Barrikadenkämpfen vom 18. März 1848 und der ersten freien DDR-Volkskammerwahl vom 18. März 1990 in besonderem Maße für die repräsentative Demokratie, für Menschen- und Bürgerrechte und für die Einheit Deutschlands.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Auf der Seepromenade Warnemünde
3. Juli 1990
Dossier

Ostzeit

Die Fotografen der Agentur Ostkreuz erzählen in ihren Bildern Geschichten aus einem vergangenen Land – authentisch und ungeschönt. Sie zeigen den Alltag, die Arbeit und die Menschen hinter der DDR.

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Stacheldrahtsperre in der Bernauer Straße: Volkspolizisten halten Ost-Berliner in Schach, 13. August 1961
Online-Angebot

Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt.

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Angebote der Bundesregierung

Freiheit und Einheit

"Freiheit und Einheit" ist die Internetseite der Bundesregierung zur Erinnerung an die Ereignisse rund um Friedliche Revolution und Wiedervereinigung. Hier finden Sie eine Chronik der Ereignisse, Veranstaltungshinweise sowie eine umfangreiche Mediathek.

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