Denkmal für die Berliner Mauer

Wirtschaft und Arbeit

Deutschland stellt einen Sonderfall dar unter den Transformationsstaaten, die 1989/90 aus der Auflösung des kommunistischen Ostblocks hervorgingen. Hier fielen der politische und ökonomische Systemwechsel und der Zusammenschluss zweier vormals getrennter Teilstaaten zusammen. Die Kontraste, welche die Situation der Zeiten vor und nach der Einigung im Oktober 1990 beschreiben, sind entsprechend deutlich und tief prägend.

Braunkohlekraftwerk Espenhain, 1990.

Bernd Martens

Die Wirtschaft in der DDR

Auch wenn die DDR 1989 nicht bankrott war: Jahrelang hatte sie über die eigenen Verhältnisse gelebt. Zudem war die Wirtschaftspolitik von drei nicht miteinander zu vereinbaren Zielen bestimmt. Der ökonomische Zusammenbruch war damit abzusehen.

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Monteur bei der Arbeit in einem Leipziger Kombinat im Jahr 1989.

Michael Fritsch / Michael Wyrwich

Vom Plan zum Markt

Übergroß und bürokratisch erstarrt - so stellte sich die Situation der DDR-Wirtschaft zum Ende der 1980er Jahre dar. Eine Konsequenz dieser Zustände war eine wesentlich geringere Produktivität im Vergleich zur alten BRD.

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Szene im brandenburgischen Stahnsdorf im August 1996. In der DDR war Stahnsdorf der führende Standort für Leistungselektronik.

Bernd Martens

Wirtschaftlicher Zusammenbruch und Neuanfang nach 1990

Geringe Produktivität, überalterte Anlagen, Zusammenbruch der Märkte. Die Ausgangslage ostdeutscher Betriebe war schlecht als sie sich mit der Währungsunion "über Nacht" der globalen Konkurrenz stellen mussten. Die Folge: eine Schocktherapie für die Wirtschaft.

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1993: ABM-Schild vor dem Stahlwerk Maxhütte in Unterwellenborn.

Bernd Martens

Der entindustrialisierte Osten

Die DDR war stark von ihrer Industrie geprägt. Nach 1990 brach diese Basis weg. Auch wenn es heute wieder einige Leuchtturm-Regionen gibt: Ostdeutschland ist immer noch weitestgehend entindustrialisiert.

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Viele Verbraucher in den neuen Ländern bevorzugen "Ostprodukte".

Michael Fritsch / Michael Wyrwich / Yvonne Schindele

Anpassungsprobleme in der ostdeutschen Unternehmenslandschaft

Von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft: Innerhalb kürzester Zeit mussten sich die Betriebe und Unternehmen in Ostdeutschland den neuen Bedingungen anpassen. Diese Umwandlung führte zu dramatischen Verschiebungen der Eigentümerstruktur.

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Landwirtschaft im Osten lohnt sich: Mähdrescher auf einem Feld im brandenburgischen Belzig.

Bernd Martens

Landwirtschaft Ost: der späte Erfolg der DDR

Auch die DDR-Landwirtschaft litt unter den üblichen Problemen der Planwirtschaft. Doch seit 1990 hat sie sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Im Agrarbereich wird heute im Osten mit besseren Ergebnissen gewirtschaftet als im Westen.

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Im Vergleich zum Westen ist der Anteil an befristeten Arbeitsverhältnissen im Osten nach wie vor etwa doppelt so hoch. - Unterzeichnung eines Vertrags.

Christoph Köhler / Alexandra Krause

Arbeit

Hohe Arbeitslosigkeit, schwache Gewerkschaften, extremer Kostendruck: Gibt es den "wilden Osten", in dem eine Beschäftigungspolitik des Heuerns und Feuerns herrscht? Und ist der Osten zum Vorreiter eines flexiblen Kapitalismus geworden?

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"Umbruchsarbeitslosigkeit": Schlagartig wurden im Osten Millionen von Arbeitskräften entlassen. - Menschen am Eingang der Agentur für Arbeit.

Melanie Booth

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

Wie hat sich die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren in Deutschland entwickelt? Welche Unterschiede bestehen zwischen Ost und West? Und welche Personengruppen tragen ein hohes Risiko, arbeitslos zu werden?

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Über 70 Prozent der Beschäftigten im Friseurhandwerk arbeiten zu Niedriglöhnen.

Thorsten Kalina / Claudia Weinkopf

Niedriglohnsektor in Ost und West

Etwa 20 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten in Ost und West zu Niedriglöhnen. Sind Frauen stärker betroffen als Männer? Und in welchen Branchen werden besonders viele Niedriglöhner beschäftigt?

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Arbeiter der Union Werkzeugmaschinen GmbH in Chemnitz, die 1996 als Mitarbeitergesellschaft neu gegründet wurde.

Michael Fritsch / Yvonne Schindele / Alina Rusakova / Michael Wyrwich

Selbstständigkeit nach der Wiedervereinigung

In der DDR war berufliche Selbstständigkeit nur in wenigen ökonomischen Bereichen erlaubt. Mit der Wende erlebte der Osten aber einen wahren Gründungsboom.

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Flugverkehr, Schienennetz, Autobahn: Die DDR hinterließ enorme Infrastrukturlücken.

Tobias Jaeck

Infrastruktur und Infrastrukturlücke in Ostdeutschland

Die DDR hinterließ eine große Infrastrukturlücke. Ursachen dafür reichen bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Heute sind im Osten die Infrastrukturlücken größtenteils geschlossen. In einigen Bereichen ist die Versorgung sogar besser als im Westen.

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Lehrling in einem Projekt für die berufliche Qualifizierung arbeitsloser Jugendlicher in Berlin 2008.

Holle Grünert / Thomas Ketzmerick

Nachwuchskräfte für Betriebe – vom Überschuss zur Knappheit

Im Osten strömte eine immer größere Zahl an Schulabgängern auf einen Arbeitsmarkt mit geringer Nachfrage. Vielen gelang trotz abgeschlossener Berufsausbildung kein Einstieg in Beschäftigung.

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Deponie in der Nähe der Bitterfelder Chemie A.G. im Februar 1992.

Axel Salheiser

Umwelt

Bereits zu DDR-Zeiten kritisierten viele Aktionsgruppen die starke Umweltverschmutzung. Diese war auch abseits großer Industriestandorte spürbar. Wie sieht die subjektive Wahrnehmung und Bewertung von Umweltbelastungen heute aus?

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Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Auf der Seepromenade Warnemünde
3. Juli 1990
Dossier

Ostzeit

Die Fotografen der Agentur Ostkreuz erzählen in ihren Bildern Geschichten aus einem vergangenen Land – authentisch und ungeschönt. Sie zeigen den Alltag, die Arbeit und die Menschen hinter der DDR.

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Stacheldrahtsperre in der Bernauer Straße: Volkspolizisten halten Ost-Berliner in Schach, 13. August 1961
Online-Angebot

Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt.

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Angebote der Bundesregierung

Freiheit und Einheit

"Freiheit und Einheit" ist die Internetseite der Bundesregierung zur Erinnerung an die Ereignisse rund um Friedliche Revolution und Wiedervereinigung. Hier finden Sie eine Chronik der Ereignisse, Veranstaltungshinweise sowie eine umfangreiche Mediathek.

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