Dossierbild für "Einfach Politik - Flucht und Asyl": Links: Zerstörte Gebäude in der syrischen Stadt Homs im Mai 2014. Rechts: Flüchtlinge im September 2015 in einer Halle in Hanau, die als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt wird.

26.4.2016

Was sind Flüchtlinge?

Flüchtlinge sind Menschen.
Menschen, die ihre Heimat verlassen,
weil sie Angst um ihr Leben haben.
Syrische Flüchtlinge überqueren die Grenze zur Türkei (15. Juni 2015). Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert.Syrische Flüchtlinge überqueren die Grenze zur Türkei (15. Juni 2015) (© picture-alliance, AA)


Flüchtlinge haben keine Hoffnung mehr
auf ein menschenwürdiges Leben
in ihrer Heimat.

Das bedeutet:
  • Sie haben Angst,
    in ihrem Land nicht sicher leben zu können.
  • Sie sind dort nicht gut versorgt.
    Ihnen fehlen zum Beispiel Essen, Trinken und Medizin.

Flüchtlinge sind auch Mütter oder Väter,
Köche oder Lehrerinnen.
Die Flucht ist nur ein Teil ihres Lebens.
Manche sagen deshalb:
Es ist besser, Geflüchtete zu sagen
als Flüchtlinge.
Wir schreiben aber in 'einfach POLITIK:
Flucht und Asyl' Flüchtlinge,
weil mehr Menschen das Wort kennen.


Warum fliehen Menschen?

Syrische Flüchtlinge überqueren die Grenze zur Türkei (15. Juni 2015). Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert.Syrische Flüchtlinge überqueren die Grenze zur Türkei (15. Juni 2015) (© picture-alliance, AA)


Flüchtlinge möchten ihre Heimat nicht verlassen.
Sie sehen aber keine andere Möglichkeit.

Die meisten Menschen fliehen,
  • weil in ihrer Heimat Krieg ist,
  • weil sie in ihrer Heimat verfolgt werden:
    wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechtes,
    ihrer politischen Ansicht oder ihrer Religion.
Es gibt noch andere Gründe für Flucht:
  • Menschen fliehen vor Hunger und Armut,
  • Menschen fliehen vor Erdbeben
    oder Überschwemmungen.
Manche Menschen gehen auch freiwillig.
Diese Menschen nennt man nicht Flüchtlinge.
Sie heißen Migranten.


Flüchtlinge auf der Welt



Auf der ganzen Welt waren im Jahr 2015
60 Millionen Menschen auf der Flucht.
Zum Vergleich:
Italien hat fast 60 Millionen Einwohner.

Die meisten Flüchtlinge bleiben in ihrem Heimatland.
Sie ziehen in ihrem Land an einen sicheren Ort.
Diese Flüchtlinge werden Binnenflüchtlinge genannt.

Die anderen Flüchtlinge
Anteil der Binnenflüchtlinge und Flüchtlinge, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© bpb)
verlassen ihr Heimatland.
Sie ziehen meistens in die
Nachbarländer von ihrem Heimatland.
Zum Beispiel von dem Heimatland Syrien
in die Türkei oder in den Libanon.

Viele ziehen dort in ein Flüchtlingslager.
Flüchtlingslager sind oft überfüllt.
Die Flüchtlinge können dort nicht bekommen,
was sie brauchen.
Zum Beispiel:
Genug Essen,eine Unterkunft,
in die es nicht hineinregnet,
oder Schulen für die Kinder.

Nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge kommt
nach Europa oder nach Deutschland.






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