Luftballons mit der Flagge der EU

14.3.2019

Gemeinsamer Markt und gemeinsame Währung

Gemeinsamer Markt

Der Markt ist der Ort, an dem mit Waren gehandelt wird.
Ein Beispiel für einen Markt ist der Wochenmarkt.
Auf jedem Wochenmarkt gibt es andere Regeln.
Zum Beispiel gibt es Regeln darüber,
wann die Verkaufsstände auf- und abgebaut sein müssen.

Waren können auch von einem Staat in den anderen verkauft werden.
Zum Beispiel Autos aus Deutschland in die USA.
Die USA haben aber ganz andere Regeln für das Verkaufen von Autos.
Deswegen sagt man: Die USA sind ein eigener Markt.
Wer zum Beispiel Autos in die USA verkaufen will,
der muss die Regeln für das Verkaufen in den USA kennen.

In der ganzen EU gelten die gleichen Regeln für das Kaufen, Verkaufen
und Herstellen von Waren.

Alle Staaten der EU haben die gleichen Regeln.
Deshalb ist die EU ein gemeinsamer Markt.

Den gemeinsamen Markt der EU nennt man Binnenmarkt.
"Binnen" heißt "innerhalb".
Wenn ein Mann aus Frankreich mit einer Frau aus Deutschland handelt,
dann gelten für beide hier und dort die gleichen Regeln.
Man kann auch sagen: Sie handeln innerhalb des gleichen Marktes.

Das gehört alles zum EU Binnenmarkt:
  • Waren können von einem EU-Staat in den anderen transportiert werden.
    LKWs werden zum Beispiel an den Grenzen
    in der Regel nicht kontrolliert..
  • Händler müssen in der EU keinen Zoll zahlen. Das bedeutet:
    Die Händler müssen kein Geld zahlen,
    wenn sie ihre Waren in den EU-Staaten verkaufen.
    Wenn China Waren in die EU verkaufen will,
    gelten in jedem EU-Staat die gleichen Zölle.
  • In der EU gibt es auch Regeln,
    die die Käufer und Käuferinnen schützen.
    Man kann auch sagen: Verbraucher und Verbraucherinnen.
    Die Regeln nennt man: Verbraucherschutz.
Waren


Zum Beispiel:
Sie können Apfelsaft aus Polen kaufen.
Saft
Auf der Flasche steht in mehreren Sprachen,
was im Saft ist.
Apfelsaft muss in Europa 100% Fruchtgehalt haben,
wenn er Saft heißt.
Sonst muss es Fruchtsaftgetränk heißen.
Sie wissen dann, ob Sie einen Saft von
hoher Qualität haben
oder einen nicht so guten Saft.
Garantie
Eine andere Regel der EU ist:
Elektronische Geräte haben
mindestens 2 Jahre Garantie.
Zum Beispiel:
Ihr Handy hat beim Kauf einen Fehler
und geht nach einem Jahr kaputt.
Das Geschäft muss das Handy reparieren.
Oder Sie bekommen ein neues Handy.
Handwerker
Zum Binnenmarkt gehört noch mehr:
Auch Handwerker können in
allen EU-Staaten arbeiten.
Zum Beispiel: Sie wollen ein Haus bauen.
Dazu brauchen Sie Handwerker.
Sie können sich Handwerker überall
in der EU aussuchen.
Auch Sie können überall in der EU arbeiten,
wo Sie Arbeit finden.
Sie können auch überall in der EU wohnen, wo Sie wollen.

Gemeinsame Währung

Die meisten Staaten in der EU haben eine gemeinsame Währung: den Euro.
Mitgliedstaaten der EU mit der Währung Euro. Diese Staaten sind auf der Karte blau gekennzeichnet.Mitgliedstaaten der EU mit der Währung Euro. Diese Staaten sind auf der Karte blau gekennzeichnet.

Wenn Sie in diesen Staaten Urlaub machen,
müssen Sie kein Geld wechseln.
Zum Beispiel: Sie machen Urlaub in Frankreich.
Sie können dort mit dem Euro bezahlen, wie in Deutschland.

Euro-Münzen
In einigen Staaten gibt es den Euro nicht.
Zum Beispiel: Wenn Sie nach Schweden reisen,
müssen Sie vorher zur Bank gehen und Euros eintauschen.
Sie bekommen dann Kronen.
Das ist das Geld, mit dem Sie in Schweden bezahlen.

Der Euro macht auch den Handel in der EU einfacher.
Ein Beispiel für den Handel in der EU ist:
Eine Firma in Deutschland baut Möbel.
Sie kauft Holz aus Finnland. Sie verkauft die Möbel nach Italien.


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