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Gedenkstätten und Erinnerungsarbeit

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Es ist wichtig, etwas über die Zeit des Nationalsozialismus zu wissen und sich daran zu erinnern.

Das hat folgende Gründe:

  • Die NS-Zeit gehört zur Geschichte von Deutschland. Etwas über die Vergangenheit zu wissen, ist auch für die heutige Zeit und die Zukunft wichtig.

  • Viele Menschen wurden in dieser Zeit gequält und sogar getötet. Das dürfen wir nicht vergessen.

  • Das Wissen um diese Zeit soll verhindern, dass so etwas wieder passiert.

  • Die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen haben Menschlichkeit, Menschenwürde und Toleranz missachtet. Das soll nie wieder passieren. Deshalb ist es wichtig, dass viele Menschen davon wissen.

Über die NS-Zeit können Sie in Büchern und in Filmen etwas erfahren. Sie können aber auch Gedenkstätten besuchen.

Was sind Gedenkstätten?

Gedenken bedeutet: sich erinnern. Stätte bedeutet: Ort oder Platz. Eine Gedenkstätte ist also ein Ort, um sich zu erinnern.

Gedenkstätten sind häufig dort, wo die Verbrechen wirklich passiert sind. Eine Gedenkstätte ist auch ein Ort, an dem Menschen trauern können. Wenn etwas Schlimmes passiert ist, können die Menschen hier an die Opfer denken.

Die Gedenkstätte zeigt: Die Menschen sind gestorben. Aber sie sind nicht vergessen. Wir denken an sie. Gedenkstätten sind auch Orte zum Lernen. An Gedenkstätten gibt es häufig Informationen. So können Menschen dort erfahren, was früher an diesem Ort passiert ist. Die Menschen sollen wissen, was damals passiert ist. Und sie sollen dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert.

In Deutschland gibt es viele Gedenkstätten, die an den Nationalsozialismus erinnern. Zum Beispiel die T4-Gedenkstätte in Berlin, Tiergartenstraße 4. Das Bürogebäude der ‚Aktion T4‘ gibt es nicht mehr. Es wurde im Krieg zerstört. Heute sind dort ein Konzertsaal und die Gedenkstätte.

Viele Familien von Opfern haben sich für die Gedenkstätte eingesetzt. Die Menschen sollen nicht vergessen, was damals passiert ist. Der Ort erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Es gibt dort auch viele andere Informationen zu der Geschichte dieses Ortes.

Aber auch in kleineren Orten gibt es Gedenkstätten. Hier können die Menschen etwas über die NS-Zeit lernen. Und sie können um die vielen Menschen trauern, die damals ermordet wurden. Auch an den Orten der damaligen Tötungsanstalten gibt es heute Gedenkstätten.

Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen ,Euthanasie‘-Morde in der Tiergartenstraße 4, Berlin (picture-alliance/dpa) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Gibt es noch andere Orte der Erinnerung?

Eine besondere Art der Gedenkstätte ist ein Stolperstein. Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln aus Messing. Sie liegen wie ein Pflasterstein im Boden. Dadurch sollen Menschen auf sie aufmerksam werden. Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Jeder Stolperstein erinnert an eine Person, die Opfer des Nationalsozialismus war. Der Stolperstein liegt meist auf dem Fußweg vor der letzten Wohnung der Person.

Stolperstein in der Gutenbergstraße 27, 50823 Köln für Lydia Klein, geboren 1923, ermordet 1941. (© Anke Brodersen)

Auf dem Stolperstein steht meistens:

  • der Name der Person

  • ihr Geburtsjahr

  • was mit der Person im Nationalsozialismus passiert ist

  • ihr Todesjahr

Der Künstler Gunter Demnig hatte die Idee, Stolpersteine zu verlegen. Er wollte, dass die Menschen heute an die Opfer der NS-Zeit erinnert werden. Auf einem Spaziergang durch eine Stadt kann man plötzlich einen Stolperstein im Boden entdecken.

Vielleicht haben Sie auch in Ihrer Stadt schon einen gefunden? Es gibt über 75 000 Stolpersteine in mehr als 20 Ländern. Durch die Stolpersteine sollen Opfer des Nationalsozialismus in Erinnerung bleiben. Die Menschen sollen nicht vergessen werden. Die abgebildeten Stolpersteine auf diesen Webseiten erinnern auch an von Nationalsozialisten ermordete Menschen.

Zum Schluss

Wenn Sie einen Stolperstein betrachten oder Webseiten wie diese lesen, dann erfahren Sie etwas über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus. So helfen Sie mit, dass wir alle diese Zeit nicht vergessen. Das ist wichtig, damit wir alle gemeinsam sagen können: Solche Verbrechen sollen nie wieder passieren. Demokratie und Menschenwürde sind sehr wichtig.

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