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Lebenserwartung und Sterblichkeit in Deutschland

Michael Mühlichen

/ 7 Minuten zu lesen

Die Lebenserwartung der Deutschen ist in den letzten 150 Jahren stark gestiegen. Dazu trugen medizinische Fortschritte, gesundheitspolitische Maßnahmen und verbesserte Lebensbedingungen bei. Dennoch bestehen regionale und sozioökonomische Unterschiede und ein wachsender Rückstand zu anderen westeuropäischen Staaten.

(bpb, Leitwerk) Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

Zusammenfassung

  • Die Lebenserwartung in Deutschland ist in den vergangenen 150 Jahren stark gestiegen – vor allem aufgrund medizinischer Fortschritte, gesundheitspolitischer Maßnahmen und verbesserter Lebensbedingungen.

  • Lebensstilfaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum, Ernährung und körperliche Aktivität haben einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung.

  • Diese Faktoren sind wiederum vom sozioökonomischen Status beeinflusst (Bildung, Beruf, Einkommen).

  • Bei der Lebenserwartung gibt es regionale Unterschiede. Insgesamt ist die Lebenserwartung im Osten Deutschlands etwas niedriger als im Westen. Bei Männern ist sie geringer als bei Frauen. Im internationalen Vergleich liegt die Lebenserwartung in Deutschland im Mittelfeld.

Historische Entwicklung der Lebenserwartung

Die Lebenserwartung der Deutschen ist über die vergangenen 150 Jahre deutlich gestiegen. Im Deutschen Kaiserreich betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt im Zeitraum 1871 bis 1881 für Männer lediglich 35,6 Jahre und für Frauen 38,5 Jahre. Im Zeitraum 1932 bis 1934 war sie bereits 24 Jahre höher (59,9 Jahre für Männer und 62,8 Jahre für Frauen). Dieser deutliche Anstieg lässt sich in erster Linie auf eine erfolgreiche Eindämmung von Infektionskrankheiten zurückführen, wodurch insbesondere die Säuglings- und Kindersterblichkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückgegangen ist. Dazu trugen medizinische Fortschritte, gesundheitspolitische Maßnahmen und verbesserte Wohn-, Arbeits-, Hygiene- und Ernährungsbedingungen bei.

Ab den 1970er-Jahren verschob sich der Schwerpunkt der Einflussfaktoren: Medizintechnische Innovationen ermöglichten deutlich wirksamere Behandlungen, insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies führte vor allem bei älteren Menschen zu sinkenden Sterberaten und wird oft als „kardiovaskuläre Revolution“ bezeichnet.

Diese Fortschritte kamen zunächst in der westlichen Welt zum Tragen, also auch im damaligen Bundesgebiet, während kommunistische Staaten wie die DDR hiervon weitgehend unberührt blieben. Zuvor unterschied sich die Lebenserwartung zwischen Ost und West nur minimal – bei Männern sogar mit leichten Vorteilen im Osten über weite Teile der 1960er- und 1970er-Jahre. Ab den späten 1970er-Jahren wuchs der Vorsprung des Westens und erreichte 1990 – im Jahr der Wiedervereinigung – einen Höchststand mit 3,4 Jahren bei den Männern und 2,7 Jahren bei den Frauen. Nach der Wiedervereinigung wurde auch in den neuen Bundesländern die medizinische Versorgung schrittweise an moderne Standards angepasst. Dies trug in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren zu einem deutlichen Anstieg der Lebenserwartung und einer Angleichung zwischen Ost und West bei. Seitdem lässt sich bei den Frauen kein signifikanter Ost-West-Unterschied mehr feststellen, während die Lücke bei den Männern seit 2003 relativ stabil bei rund 1,2 Jahren liegt (siehe Abb. „Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt nach Geschlecht in Ost- und Westdeutschland“).

Seit 2005 – und verstärkt seit den 2010er-Jahren – hat sich der Zuwachs der Lebenserwartung in Deutschland merklich verlangsamt. Dennoch wurde im Jahr 2019 ein vorläufiger Höhepunkt erreicht mit einer Lebenserwartung von 78,8 Jahren bei Männern und 83,5 Jahren bei Frauen. Im Zuge der Coronapandemie ist die Lebenserwartung erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik in drei aufeinanderfolgenden Jahren gesunken (2020 bis 2022). Seit 2023 steigt sie wieder und erreichte 2024 das Vor-Pandemie-Niveau von 2019.

Lebenserwartung

Die in dieser Analyse verwendete durchschnittliche Lebenserwartung gibt an, wie viele Jahre ein Mensch bei Geburt oder in einem bestimmten Alter voraussichtlich noch leben würde, wenn die altersspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten des jeweiligen Jahres konstant blieben. Grundlage der Berechnung ist die Sterbetafel, die zeigt, wie sich eine Kohorte von Neugeborenen (meist auf 100.000 Personen normiert) mit zunehmendem Alter aufgrund der Sterblichkeit reduziert. Mit zunehmendem Alter steigt die zu erwartende Lebensdauer eines Menschen: Zum einen entfällt das Sterberisiko der bereits durchlebten Jahre, zum anderen sinken die altersspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten im Zeitverlauf. Letzteres gilt zumindest für die vergangenen, weitgehend kriegs- und krisenfreien Jahrzehnte.

Die fernere Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren – relevant unter anderem für die Rentenbezugsdauer – lag 2024 bei 18 Jahren für Männer und 21,2 Jahren für Frauen. Dies entspricht einer durchschnittlich insgesamt zu erwartenden Lebensdauer von 83 Jahren für Männer und 86,2 Jahren für Frauen. Im Zeitraum 1871 bis 1881 betrug sie etwa die Hälfte: 9,6 Jahre bei Männern und 10 Jahre bei Frauen.

Auf lange Sicht wird die Lebenserwartung laut gängiger Prognosen weiter steigen – vorausgesetzt, die Lebensbedingungen verbessern sich weiter, Tabak- und Alkoholkonsum nehmen ab, die Medizin macht neue Fortschritte und keine neuen unerwarteten Gesundheitsrisiken oder Pandemien treten auf. In der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung arbeitet das Statistische Bundesamt mit drei Szenarien: Je nach Variante könnte die Lebenserwartung bei Geburt bis zum Jahr 2070 um 2,4 bis 7,5 Jahre steigen, mit Höchstwerten von bis zu 86,4 Jahren für Männer und 89,3 Jahren für Frauen. Damit dürfte sich der Abstand zwischen Männern und Frauen weiter verringern.

Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Lebenserwartung

Gegenwärtig prägen vor allem Lebensstilfaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum, Ernährung und körperliche Aktivität die Unterschiede in der Sterblichkeit. Diese Verhaltensweisen werden stark vom sozioökonomischen Status beeinflusst – etwa durch Bildung, Beruf oder Einkommen – weshalb sich zwischen sozialen Gruppen teils erhebliche Unterschiede in Gesundheit und Lebenserwartung zeigen.

In einer Studie auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für den Zeitraum 1992 bis 2016 kam das Robert-Koch-Institut zu dem Ergebnis, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in der niedrigsten Einkommensgruppe bei Männern um 8,6 Jahre und bei Frauen um 4,4 Jahre unter der höchsten Einkommensgruppe liegt. Weitere Merkmale, die sich ungünstig auf die Lebenserwartung auswirken können, sind Arbeitslosigkeit, geringe Bildung und körperlich belastende Tätigkeiten.

Neben dem individuellen sozioökonomischen Status beeinflussen auch die vor Ort gegebenen sozioökonomischen Bedingungen sowie strukturelle Faktoren wie die medizinische Versorgung die Lebenserwartung. Aktuelle Ergebnisse des Robert-Koch-Instituts zeigen ein deutliches Gefälle in der regionalen Lebenserwartung zuungunsten sozioökonomisch benachteiligter Gebiete.

Regionale Unterschiede bei der Lebenserwartung

Das Ost-West-Gefälle bei der Lebenserwartung der Männer ist unter anderem auf die nach wie vor ungünstigeren sozioökonomischen Bedingungen im Osten zurückzuführen. Damit verbunden spielt auch die selektive Abwanderung junger, hochqualifizierter Menschen – insbesondere in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren – sowie die medizinische Unterversorgung in ländlichen Gebieten und ungesündere Lebensstile eine Rolle. Dass dieses Gefälle bei den Frauen nicht mehr besteht, liegt einerseits daran, dass das Gesundheitsverhalten von Frauen weniger stark durch den sozioökonomischen Status beeinflusst wird als das von Männern. Andererseits haben ältere Generationen von Frauen, die jetzt im sterblichkeitsrelevanten Alter sind, im Osten weniger geraucht als im Westen.

Neben dem Ost-West-Gefälle gibt es bei beiden Geschlechtern ein Nord-Süd-Gefälle zugunsten der wirtschaftsstarken süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Seit Jahrzehnten ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg bundesweit am höchsten: 2024 erreichte sie 80,2 Jahre bei Männern und 84,4 Jahre bei Frauen. Bei den Männern folgen Bayern (79,8 Jahre) und Hessen (79,3 Jahre), bei den Frauen Sachsen (84,3 Jahre) und Bayern (84 Jahre). Ein wichtiger Grund für die Spitzenposition Süddeutschlands ist der hohe ökonomische Entwicklungsstand und die günstigen sozioökonomischen Bedingungen. Diese machen die Region besonders attraktiv für hochqualifizierte Fachkräfte – im Fachkontext werden diese Personen gelegentlich als „gute Risiken“ bezeichnet, weil sie sich im Durchschnitt gesundheitsbewusster verhalten. Ein weiterer Grund ist, dass im Süden weniger Menschen rauchen oder jemals geraucht haben.

Bei den Männern war die durchschnittliche Lebenserwartung 2024 in Sachsen-Anhalt (76,4 Jahre), Mecklenburg-Vorpommern (76,6 Jahre) und Bremen (76,9 Jahre) am geringsten, bei den Frauen im Saarland (81,9 Jahre), in Bremen (82,4 Jahre) und Sachsen-Anhalt (82,7 Jahre). Insgesamt fallen die regionalen Unterschiede innerhalb Deutschlands im internationalen Vergleich moderat aus – ein bemerkenswerter Befund, wenn man berücksichtigt, dass die Lebenserwartung in den ostdeutschen Bundesländern zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung noch deutlich niedriger war.

Während der Coronapandemie zeigten sich regionale Unterschiede sowohl im Ausmaß als auch im Zeitpunkt erhöhter Sterblichkeit. In der ersten Welle im Frühjahr 2020 waren vor allem Gebiete betroffen, die nahe den ersten europäischen Hotspots in Norditalien und Österreich lagen (insbesondere Südbayern) oder in denen sich das Virus durch Großveranstaltungen wie dem Karneval lokal verbreitete (z.B. im Südwesten von Nordrhein-Westfalen). Die Übersterblichkeit während der späteren Wellen zwischen Herbst 2020 und Ende 2021 verlief räumlich weniger diffus, sondern wies europaweit ein deutliches Ost-West-Gefälle auf – innerhalb Deutschlands zuungunsten der ostdeutschen Bundesländer. 2022 war die Sterblichkeit im Nordwesten am höchsten, wobei neben COVID-19 auch andere Atemwegserkrankungen eine wichtige Rolle spielten. Die größten Verluste an Lebensjahren im Vergleich des Pandemiezeitraums 2020 bis 2022 zu den Vorjahren 2017 bis 2019 traten in den östlichen Bundesländern sowie in Bremen auf. Seit 2022 steigt die Lebenserwartung wieder im Osten, seit 2023 in allen Bundesländern.

Lebenserwartung in Deutschland im internationalen Vergleich

Dass die Lebenserwartung in vielen Ländern weltweit steigt, liegt auch an immer besseren medizinischen Maßnahmen – zum Beispiel der Bestrahlung von Tumoren. (© picture-alliance, Caro | Teich)

Deutschland nimmt in der europäischen Rangfolge der Lebenserwartung eine mittlere Position ein. Innerhalb Westeuropas liegt das Land jedoch im hinteren Bereich: Unter den 18 europäischen Ländern (ohne Kleinststaaten), die nicht zum Ostblock gehörten, rangierte Deutschland im Jahr 2024 bei den Männern auf dem letzten, bei den Frauen auf dem 16. Platz. Zwar hat sich auch in vielen anderen wirtschaftlich entwickelten Ländern der Anstieg der Lebenserwartung in den 2010er-Jahren verlangsamt, insbesondere im Vereinigten Königreich und in den USA. Trotzdem ist der Rückstand Deutschlands gegenüber den Vorreiternationen über die vergangenen 15 Jahre gewachsen. Im Jahr 2024 lag die Lebenserwartung der deutschen Männer 3,6 Jahre unter dem Spitzenwert der Schweiz; bei den Frauen betrug der Abstand zum Spitzenreiter Japan 3,7 Jahre.

Die Coronapandemie führte 2020 in zahlreichen Staaten weltweit zu einem deutlichen Rückgang der Lebenserwartung, der sich 2021 in vielen Regionen fortsetzte. Länder, die 2020 noch Zuwächse verzeichneten – darunter Australien, Dänemark, Japan, Neuseeland, Norwegen, Südkorea und Taiwan – erlebten 2021 und/oder 2022 einen Rückgang. In Deutschland fiel die Abnahme der Lebenserwartung infolge der Pandemie zunächst vergleichsweise moderat aus. Da der Rückgang jedoch über drei aufeinanderfolgende Jahre anhielt, war der Effekt dennoch bemerkbar: Im Jahr 2022 lag die Lebenserwartung bei Männern und Frauen jeweils um 0,6 Jahre unter dem Wert von 2019. Unter den westlichen Industriestaaten wurde der höchste Verlust an Lebensjahren zwischen 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, und 2021 in den USA beobachtet: -2,8 bei Männern und -2,1 bei Frauen (siehe Abb. „Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt nach Geschlecht im internationalen Vergleich“). Im Jahr 2024 haben die USA erstmals ihr Vor-Pandemie-Niveau überschritten, bleiben jedoch abgeschlagen hinter den anderen Hocheinkommensstaaten zurück. Von den europäischen Ländern gelang es nur Schweden und Luxemburg bereits 2021, wieder das Vor-Pandemie-Niveau zu erreichen. In Japan ging die Lebenserwartung erst 2021 und verstärkt 2022 zurück und stagniert seitdem.

Häufige Todesursachen

Die amtliche Statistik erfasst das auf der Todesbescheinigung diagnostizierte Grundleiden als Todesursache. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall, sind in Deutschland die häufigste Todesursachengruppe. In den vergangenen vier Jahrzehnten ist die standardisierte Sterberate für diese Krankheiten jedoch deutlich zurückgegangen. Bei der zweithäufigsten Gruppe, den sogenannten Neubildungen (Krebs und Tumore), fiel der Rückgang dagegen deutlich geringer aus, sodass diese nur noch knapp hinter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen rangieren. Atemwegserkrankungen (u.a. Grippe und Lungenentzündung) stehen an dritter Stelle, liegen aber mit großem Abstand hinter den beiden vorrangigen Gruppen.

Die Gruppe der psychischen und Verhaltensstörungen (z.B. Demenz, alkohol- und drogenbedingte Störungen) stieg ab Mitte der 2000er-Jahre als diagnostizierte Todesursache deutlich an und befindet sich seit 2023 auf Rang vier. Dahinter folgen äußere Ursachen (Unfälle, Suizide, Mord) und Krankheiten des Verdauungssystems (z.B. Leberzirrhose). Auf Rang sieben liegt COVID-19, das inzwischen als Todesursache an Bedeutung verloren hat (2021 war es noch auf dem dritten Rang).

Standardisierte Sterberate

Die Zahl der Todesfälle im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung wird „rohe Sterberate“ genannt. Sie wird maßgeblich von der Altersstruktur beeinflusst und kann Vergleiche zwischen Bevölkerungen mit unterschiedlicher Altersverteilung verzerren. Für demografische Untersuchungen werden deshalb häufig „standardisierte Sterberaten“ verwendet, bei denen die altersspezifischen Sterberaten mit der Altersstruktur einer Standardbevölkerung gewichtet werden. Für den vorliegenden Beitrag wurde die Europastandardbevölkerung 2013 verwendet. Die resultierende standardisierte Sterberate – die Summe der gewichteten altersspezifischen Raten – gibt an, wie viele Todesfälle auf 100.000 Lebende entfallen würden, wenn die Alters- und Geschlechterstruktur der betrachteten Bevölkerung der Standardpopulation entsprochen hätte. Dieses Verfahren ermöglicht sowohl regionale Vergleiche als auch Zeitreihenanalysen – unabhängig von Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur.

Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten vermeidbare Todesursachen häufiger auftreten, die durch wirksame Präventionsmaßnahmen oder eine rechtzeitige und angemessene Behandlung hätten verhindert werden können. Besonders im Bereich Prävention (Vorbeugung) gibt es noch Verbesserungspotenzial, etwa im Hinblick darauf, gesundheitsgefährdendes Verhalten wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung zu reduzieren.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vermeidbare Sterblichkeit bezieht sich auf vorzeitige Todesfälle im Alter unter 75 Jahren, u.a. an Lungenkrebs, Leberzirrhose, Verkehrsunfällen und Suiziden – als Beispiele für präventiv vermeidbare Todesfälle – sowie an Brust- und Darmkrebs und diversen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (medizinisch vermeidbar).

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Dr. Michael Mühlichen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Alterung, Mortalität und Bevölkerungsdynamik am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf langfristigen Trends bei ursachenspezifischen und regionalen Unterschieden in der Sterblichkeit in Europa.