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Lebenslagen und Teilhabe der Bevölkerung mit Migrationshintergrund

Nils Witte Nadja Milewski

/ 7 Minuten zu lesen

Zugewanderte und ihre Nachkommen prägen die deutsche Gesellschaft. Wie sie hier leben und im Bildungssystem sowie auf dem Arbeitsmarkt Fuß teilhaben, beeinflusst den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

(bpb, Leitwerk) Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

Zusammenfassung

  • Rund 30 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund, die meisten einen türkischen, gefolgt von einem polnischen.

  • Menschen mit Migrationshintergrund sind häufiger verheiratet und haben mehr Kinder als Menschen ohne Migrationshintergrund. Sie sind zudem häufiger arbeitslos.

  • Das deutsche Bildungssystem schafft es bisher nicht, herkunftsbedingte Nachteile auszugleichen. Kinder mit Migrationshintergrund schneiden in der Schule durchschnittlich schlechter ab als Kinder ohne Migrationshintergrund.

  • Für eine vollständige Integration und um bessere Erfolgsaussichten in Bildung und im Beruf zu haben, ist die deutsche Staatsbürgerschaft notwendig.

Knapp ein Drittel der in Deutschland lebenden Bevölkerung – gut 30 Prozent – hatte Ende 2024 einen Migrationshintergrund im weiteren Sinne (Destatis 2025a). Darunter versteht man Personen, die selbst ohne deutsche Staatsangehörigkeit geboren wurden oder mindestens ein Elternteil haben, das bei der Geburt keine deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Zehn Jahre früher, im Jahr 2014, hatte nur jede fünfte Person in Deutschland einen Migrationshintergrund (siehe Abb. „Bevölkerung mit Migrationshintergrund“).

Die größte Herkunftslandgruppe der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind Menschen, die entweder selbst oder deren Vorfahren aus der Türkei kommen (zwölf Prozent). Danach folgen Menschen aus Polen (8,8 Prozent), Ländern des ehemaligen Jugoslawiens (8,7 Prozent), Russland (5,3 Prozent), Kasachstan (5,2 Prozent) und Rumänien (4,4 Prozent), alles zusammen genommen Länder, aus denen über Jahrzehnte hinweg mehrere Millionen Menschen, teilweise als (Spät-)Aussiedler, zugewandert sind. Aufgrund der starken Zuwanderung von Schutzsuchenden in jüngerer Zeit zählen inzwischen auch Syrien (4,9 Prozent) und die Ukraine (4,8 Prozent) zu wichtigen Herkunftsländern. Rund 41 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund sprechen zu Hause überwiegend Deutsch. Daneben identifiziert die amtliche Statistik 28 weitere Sprachen in den migrantischen Haushalten. Diese Entwicklung verdeutlicht: Die Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten vielfältiger geworden.

Im Folgenden stehen die Lebenslagen und Teilhabe der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in zentralen Bereichen der deutschen Gesellschaft im Fokus: Lebensformen, Bildung, Arbeitsmarkt und politische Teilhabe. Maßgeblich für diese Teilhabe sind nicht allein individuelle Faktoren, sondern auch der integrationspolitische Rahmen, zu dem gesetzliche Regelungen, institutionelle Zugänge und gesellschaftliche Einstellungen gehören.

Lebensformen

Die soziodemografischen Merkmale der Menschen mit Migrationshintergrund unterscheiden sich von der Gesamtbevölkerung. Ihr Durchschnittsalter beträgt 36 Jahre und liegt damit mehr als zehn Jahre unter dem der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (Destatis 2025a). Die Altersstruktur, Familientraditionen in den Herkunftsländern und Einreiseregelungen nach Deutschland führen dazu, dass sich auch die Lebensformen von Personen mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden. Insgesamt leben Personen mit Migrationshintergrund seltener allein, dafür in größeren Haushalten und sind häufiger verheiratet. Die migrantische Bevölkerung ist sehr heterogen, also vielfältig. So leben 38 Prozent der Menschen aus Afrika (einschließlich Maghreb und Ägypten) und 46 Prozent der Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten in Haushalten mit drei oder mehr Mitgliedern, während dieser Anteil für Zugewanderte aus EU-Ländern bei nur etwa 34 Prozent und bei Haushalten ohne Mitglieder mit Migrationshintergrund bei 20 Prozent liegt (Destatis 2025a).

Im Durchschnitt gründen Menschen mit Migrationshintergrund früher eine Familie und bekommen mehr Kinder (Milewski 2010). Für Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit betrug die Gesamtzahl der Geburten in Deutschland im Jahr 2024 gut 194.000; dies entspricht einer zusammengefassten Geburtenziffer (englisch Total Fertility Rate, kurz Externer Link: TFR) von etwa 1,84 pro Frau (Destatis 2025b). Zum Vergleich: Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit brachten im selben Jahr knapp 483.000 Kinder zur Welt, was einer TFR von 1,23 pro Frau entspricht. Ein Viertel der zugewanderten 30-Jährigen wohnte im Jahr 2022 mit einem Kind im Haushalt, jede fünfte Person mit zweien, und knapp jede zehnte Person lebte mit drei oder mehr Kindern im Haushalt (Straub et al. 2024). Zuwanderung von Familien, Familiennachzug sowie Geburten in Deutschland tragen zusammen dazu bei, dass der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund insbesondere in den Kindes- und Jugendaltern steigt.

Teilhabe im Bereich Bildung

Bildung ist der Schlüssel gesellschaftlicher Integration und eines der Felder, in denen sich Ungleichheiten besonders früh zeigen. Zugleich bestehen auf allen Stufen der Bildungsbiografie Ungleichheiten nach ethnischer und sozialer Herkunft. Mit anderen Worten: Das deutsche System von Kinderbetreuung, Schulen und Berufsbildung ist vergleichsweise schwach darin, herkunftsbedingte Nachteile zu verringern.

Im Bereich der Interner Link: frühkindlichen Bildung hat sich die Kita als ein zentrales Instrument zur Verringerung von Ungleichheiten erwiesen (Schmitz et al. 2025). Im Jahr 2023 betrug die Differenz der Betreuungsquoten von Kindern im Vorschulalter mit und ohne Migrationshintergrund jedoch Externer Link: 22 Prozentpunkte. Nur jedes zweite Kind mit Migrationshintergrund besuchte eine Kindertageseinrichtung.

Dieser Unterschied setzt sich bis ins Schulalter fort und äußert sich dort in geringeren Kompetenzen in Lesen und Mathematik (OECD 2024). Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungserfahrung erreichen im Durchschnitt geringere Kompetenzniveaus – selbst bei vergleichbarer sozialer Lage.

Die Nachteile von Personen mit Migrationshintergrund zeigen sich auch durch einen vergleichsweise hohen Anteil ohne Schulabschluss (17 Prozent), der sich nur teilweise durch Neuzuwanderung erklärt (Destatis 2025a). Noch deutlicher ist der Abstand auf Ebene der berufsqualifizierenden Abschlüsse: 44 Prozent der zugewanderten Personen mit Migrationshintergrund und 26 Prozent der Gruppe ohne eigene Migrationserfahrung bleiben ohne Abschluss, im Vergleich zu 13 Prozent der Personen ohne Migrationshintergrund (siehe Abb. „Berufliche Bildung nach Migrationshintergrund und Migrationserfahrung“). Nur am oberen Ende ziehen Personen mit und ohne Migrationshintergrund gleich, mit leicht höheren Quoten von Hochschulreife bei Personen mit Migrationshintergrund (38 Prozent / 44 Prozent / 37 Prozent) und beinahe identischen Quoten von Hochschulabschlüssen (23 Prozent / 22 Prozent / 23 Prozent) in den drei Vergleichsgruppen-Personen mit eigener Migrationserfahrung, ohne eigene Migrationserfahrung und ohne Migrationshintergrund. Es gibt also Hinweise auf eine Verbesserung der Bildungssituation im Generationenverlauf.

Teilhabe am Arbeitsmarkt

Für Geflüchtete, die nach Deutschland kommen, ist ein Job essenziell. In manchen Notunterkünften gibt es direkte Anlaufstellen. (© picture-alliance, Jochen Eckel)

Der Arbeitsmarkt ist ein Schlüsselbereich für gesellschaftliche Teilhabe. Erwerbsarbeit ermöglicht ökonomische Unabhängigkeit und befördert den sozialen Austausch mit anderen Gesellschaftsmitgliedern, häufig auch mit Menschen ohne Migrationshintergrund.

Der Anteil der Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen lag 2024 bei Menschen mit eigener Migrationserfahrung bei 6,2 Prozent und bei Menschen ohne eigene Migrationserfahrung bei 5,1 Prozent. In beiden Fällen ist das mehr als doppelt so hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund (2,3 Prozent) (Destatis 2025a). Die Arbeitslosenquote von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag mit 15 Prozent im gleichen Jahr fast drei Mal so hoch wie die von deutschen Staatsangehörigen (5,3 Prozent) (BA 2025).

Bei Erwerbstätigen ist auch die sogenannte Externer Link: Stellung im Beruf relevant. Auffällig ist, dass ein vergleichsweise hoher Anteil der Nachkommen von Zugewanderten eine berufliche Ausbildung absolviert. Mit neun Prozent lag der Anteil von Personen in Ausbildung 2024 drei Mal so hoch wie bei Menschen mit eigener Migrationserfahrung oder ohne Migrationshintergrund (jeweils drei Prozent). Das zeigt, dass der Anteil jüngerer Nachkommen von Zugewanderten in Deutschland relativ hoch ist. Wenig überraschend war der geringe Anteil von Beamtinnen und Beamten bei Zugewanderten (ein Prozent). Aber auch bei ihren Nachkommen blieb der Anteil mit vier Prozent noch unter dem von Personen ohne Migrationshintergrund (sechs Prozent). In allen drei Gruppen bilden Angestellte sowie Arbeiter und Arbeiterinnen mit Anteilen zwischen 80 und 88 Prozent die mit großem Abstand häufigsten Berufsgruppen (Destatis 2025a).  

Politische Repräsentation und Staatsangehörigkeit

Unter den 14 Millionen Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren etwa acht Prozent bereits in Deutschland geboren. Die größte Gruppe stellten im Jahr 2024 nach wie vor EU-Staatsangehörige (38 Prozent) dar, gefolgt von Personen mit zeitlich befristeten Aufenthaltstiteln (31 Prozent) (Destatis 2025c). Die Befristungen haben unterschiedliche Ursachen: Über die Hälfte beruht auf humanitären oder politischen Gründen (56 Prozent) gefolgt von familiären Gründen (23 Prozent), Erwerbstätigkeit (zehn Prozent) und Ausbildung (sechs Prozent).

Da die deutsche Staatsangehörigkeit eine Hauptbedingung für das Wahlrecht ist, ist diese auch entscheidend für die politische Teilhabe und Partizipation. Staatsangehörigkeit ist außerdem ein wichtiger Faktor, um erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt zu sein (Peters et al. 2018), Erfolg im Bildungssystem zu haben (Ziege 2025) und sich mit Deutschland zu identifizieren (Fick 2016).

Jede zweite Person mit Migrationshintergrund (52 Prozent) besaß 2024 die deutsche Staatsangehörigkeit (Destatis 2025a). Dabei haben insbesondere Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre mit 65 Prozent häufiger die deutsche Staatsangehörigkeit als Erwachsene (48 Prozent). Ein Grund hierfür ist, dass Kinder von Ausländerinnen und Ausländern seit dem Jahr 2000 bei Geburt in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten können, sofern ein Elternteil seit mindestens acht Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt.

Die Einbürgerungszahlen lagen seit 2010 bei jährlich deutlich über 100.000. Seit 2020 sind die Zahlen stetig gestiegen auf 292.000 Einbürgerungen im Jahr 2024 (Destatis 2025d). Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotential lag damit erstmals seit dem Jahr 2000 bei über fünf Prozent (siehe Abb. „Einbürgerungen, Einbürgerungsquote und ausgeschöpftes Einbürgerungspotential“).

Einbürgerungen, Einbürgerungsquote und ausgeschöpftes Einbürgerungspotential, 2014–2024 Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

Stand der Integration und Herausforderungen

Ein steigender Anteil der Bundesbevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Im Jahr 2024 traf das auf fast jede dritte in Deutschland lebende Person zu. Wiederum knapp die Hälfte dieser Personen hatte die deutsche Staatsangehörigkeit und fast jede vierte Person mit Migrationshintergrund war bereits in Deutschland geboren. Als Herkunftsländer sind dabei neben den früheren Anwerbeländern der Nachkriegszeit wie der Türkei, Italien, Spanien, Griechenland oder dem ehemaligen Jugoslawien und Spätaussiedlern aus Osteuropa, zuletzt auch von Kriegen betroffene Staaten wie Syrien und die Ukraine bedeutsam geworden. Für die Gestaltung des demografischen Wandels in Deutschland, die Ausbildung der Arbeitskräfte von Morgen und für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts muss die zunehmende Heterogenität der Bevölkerung mitgedacht werden.

Da Bildungsungleichheiten aus der Kindheit lange nachwirken, scheint es politisch geboten, früher bei Bildung und im Schulsystem anzusetzen. Das leitet sich auch daraus ab, dass Deutschland im Bereich der Schulbildung zuletzt in den PISA-Studien der OECD schlechte Noten bekam. Die Investition in frühe Bildung lohnt sich für den Staat auch deshalb, weil die Bevölkerung mit Migrationshintergrund durchschnittlich jünger ist und in bestimmten Herkunftsgruppen höhere Kinderzahlen aufweist als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.

Die Bildungsnachteile von Menschen mit Migrationshintergrund schlagen sich in höheren Erwerbslosenquoten nieder. Dramatisch erhöht ist die Arbeitslosigkeit aber insbesondere bei der ausländischen Bevölkerung. Mehr Sprachkurse und die vereinfachte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse könnten die Erwerbstätigkeit ausländischer Staatsangehöriger fördern.

Um langfristig ein vollwertiges Mitglied der deutschen Gesellschaft sein zu können, ist die Staatsangehörigkeit mit ihren einhergehenden Rechten und Pflichten langfristig unerlässlich. Deutschland hat sein Staatsangehörigkeitsrecht in den vergangenen Jahrzehnten entgegen dem internationalen Trend zunehmend liberalisiert. Wichtige Schritte waren die Einführung der Einbürgerung durch Geburt und die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft. Durch den Abbau von Bürokratie und die hinreichende Ausstattung von Ausländerämtern bzw. Ausländerbehörden könnten Staat und Kommunen einem Stau bei den Einbürgerungen vorbeugen.

Quellen / Literatur

Bundesagentur für Arbeit (2025): Migration und Arbeitsmarkt.

Milewski, Nadja (2010): Fertility of Immigrants. A Two-Generational Approach in Germany. Berlin: Springer. OECD 2024. PISA 2022 Results (Volume I and II) - Country Notes: Germany. Externer Link: https://www.oecd.org/en/publications/pisa-2022-results-volume-i-and-ii-country-notes_ed6fbcc5-en/germany_1a2cf137-en.html#section-d1e313

Schmitz, Sophia; Spieß, C. Katharina; Huebener, Mathias (2024): Wer geht ab wann in die Kita? Wer hat Bedarf? Sozioökonomische Unterschiede und ihr zeitlicher Verlauf. Statistisches Bundesamt; Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung; Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Hrsg.): Sozialbericht 2024. Ein Datenreport für Deutschland. Reihe Zeitbilder. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung: 73–77.

Destatis (2025a): Statistischer Bericht. Bevölkerung mit Migrationshintergrund 2024. Erstergebnisse.

Destatis (2025b): Statistik der Geburten.

Destatis (2025c): Statistischer Bericht. Ausländische Bevölkerung 2024. Erstergebnisse.

Destatis (2025d): Statistischer Bericht. Einbürgerungen 2024.

Fick, Patrick (2016): Does Naturalization Facilitate Integration? A Longitudinal Study on the Consequences of Citizenship Acquisition for Immigrants’ Identification with Germany. Zeitschrift für Soziologie 45(2), 107-121.

Grigoriev, Olga; Körner, Thomas (2024): Eingewanderte und ihre Nachkommen. In: Statistisches Bundesamt; Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung; Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Hrsg.): Sozialbericht 2024. Ein Datenreport für Deutschland. Reihe Zeitbilder. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung: 30-43.

Peters, Floris; Vink, Maarten; Schmeets, Hans (2018): Anticipating the citizenship premium: before and after effects of immigrant naturalization on employment. Journal of Ethnic and Migration Studies 44(7), 1051-1080.

Straub, Sophie; Sulak, Harun; Sander, Nikola; Milewski, Nadja; Spieß, C. Katharina; Weinmann, Martin (2024): Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund neu entdecken. Wiesbaden: BiB.

Ziege, Elena (2025): Passport to progress: The effects of birthright citizenship on siblings’ education, Economics of Education Review 109, 102722.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Wir verwenden durchgehend das Konzept des Migrationshintergrunds im weiteren Sinn, soweit Informationen zu dieser Kategorisierung verfügbar sind. Das neuere Konzept der Externer Link: Einwanderungsgeschichte erlaubt keine längeren Zeitvergleiche, weil das Konzept vom Statistischen Bundesamt erstmals für die Auswertung des Mikrozensus 2021 angewendet wurde.

  2. Die Geburtenziffer wird in der öffentlichen Statistik nicht nach Migrationshintergrund ausgegeben. Daher beziehen sich diese Zahlen auf die Staatsangehörigkeit.

  3. Zahlen hier und im Folgenden bezogen auf Personen die weder in Ausbildung noch schulpflichtig sind. Eigene Berechnungen.

Lizenz

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht. Autoren/-innen: Nils Witte, Nadja Milewski für bpb.de

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Nils Witte, PhD, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Migration und Mobilität“ am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Aktuell arbeitet er im Projekt „Migration, Einkommen und Lebensqualität in vergleichender Perspektive“.

Dr. Nadja Milewski ist Leiterin der Forschungsgruppe Fertilität am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden. Ihre Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf Partnerwahl, Fertilität und Familiendynamiken in migrantischen-, religiösen und anderen Minderheitenpopulationen in Deutschland und Europa. Von 2009 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock und von 2013 bis 2020 dort Professorin für Demografie.