Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Strenge Armut

Europa Bevölkerung Europa Bevölkerungsstand und -entwicklung Themengrafik: Natürliche Bevölkerungsentwicklung und Wanderungssaldo Flächen und Bevölkerungsdichte Altersstruktur Lebenserwartung Geburtenziffer Außereheliche Lebendgeburten Eheschließungen und Scheidungen Themengrafik: Religionszugehörigkeit Wirtschaft und Finanzen Bruttoinlandsprodukt (BIP) BIP pro Kopf Entwicklung des BIP Binnenhandel der EU Außenhandel der EU Handelspartner der EU Leistungsbilanzen Unternehmenssteuern Steuern und Sozialbeiträge Öffentlicher Schuldenstand Öffentlicher Finanzierungssaldo EU Haushaltseinnahmen Nettozahler und Nettoempfänger Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Erwerbstätigkeit Erwerbstätigkeit nach Bildung Erwerbstätigkeit nach Geschlecht Erwerbstätigkeit nach Anzahl der Kinder Teilzeitbeschäftigung Befristete Arbeitsverhältnisse Unterbeschäftigung Arbeitslosigkeit 2021 Arbeitslosigkeit – Globale Finanz- und Wirtschaftskrise Dauer der Arbeitslosigkeit Arbeitslosigkeit nach Bildung Arbeitslosigkeit nach Alter Arbeitslosigkeit nach Staatsangehörigkeit Migration Flüchtlinge und Asylbewerber – Aufnahmestaaten Flüchtlinge und Asylbewerber – Bewegungen Migranten Staatsangehörige und Ausländer Einbürgerungen Wanderungssaldo Armut, Einkommen und sozialer Schutz Armut vor und nach Sozialleistungen Strenge Armut Armutsgefährdungsquoten Armutsgefährdungslücke Einkommensungleichheit Einkommen Themengrafik: Einkommensverteilung Sozialschutzleistungen Sozialschutzausgaben Bildung Bildungsausgaben Bevölkerung nach Bildungsstand Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger Hochschulabschluss Deutsch als Fremdsprache Internetnutzung nach Staaten Internetnutzung nach Nutzungsart Forschung und Entwicklung (FuE) Finanzierung und Ausgaben Firmensitze Unternehmen Forschungssektoren Staaten nach Forschungssektoren Hightech, Mediumtech, Lowtech Energie Versorgung pro Kopf Energiemix EU-28 Themengrafik: Energiemix nach Staaten Erneuerbare Energien Energieabhängigkeit Themengrafik: Energieimport der EU-28 Die Bürger der Europäischen Union Europäische Werte Persönliche Werte Probleme auf europäischer Ebene Probleme auf nationaler Ebene Errungenschaften der EU Prioritäten der EU Bürger der EU Vertrauen in die EU Die Zukunft der EU Religion und Glaube EU – USA – China Bevölkerungsentwicklung Altersstruktur Bruttoinlandsprodukt (BIP) BIP pro Kopf Energiemix Handelsanteile Handelsbeziehungen – Export Handelsbeziehungen – Import Forschung und Entwicklung Hightech, Midtech, Lowtech Quiz Quiz – Bevölkerung Quiz – Wirtschaft und Finanzen Quiz – Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Quiz – Migration Quiz – Armut und Einkommen Quiz – Energie Quiz – Die Bürger der EU Quiz – EU - USA - China Filme Downloads und Themengrafiken Redaktion Nutzungsbedingungen

Strenge Armut

/ 3 Minuten zu lesen

Armutsgefährdungsquoten in Prozent, ausgewählte europäische Staaten, 2017

Armutsgefährdungsquoten in Prozent, ausgewählte europäische Staaten, 2017

Armutsgefährdungsquoten in Prozent, ausgewählte EU-Mitgliedstaaten, 2017

Quelle: Eurostat: EU-SILC Erhebung: Streuung um die Armutsgefährdungsschwelle (Stand: 11/2018)
Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Herunterladen:

Die Armutsgefährdungsquote der Europäischen Union lag im Jahr 2017 bei 16,9 Prozent – das entsprach 85 Millionen Personen. Als armutsgefährdet gelten Personen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Von strenger Armut (weniger als 40 Prozent des mittleren Einkommens) waren 2017 EU-weit 6,1 Prozent der Bevölkerung betroffen. Weiter litten in der EU knapp 35 Millionen Personen bzw. 6,9 Prozent der Bevölkerung unter erheblichen materiellen Entbehrungen (Deprivation). Und 34,4 Millionen Personen lebten 2017 in Haushalten, in denen die Erwachsenen im Vorjahr nur 20 Prozent oder weniger gearbeitet haben. Insgesamt gab es im Jahr 2017 in den EU-28-Staaten 112,9 Millionen Personen (22,5 Prozent der Bevölkerung), die von mindestens einer der drei Arten sozialer Ausgrenzung (Armutsgefährdung, materielle Entbehrung, Haushalt mit niedriger Erwerbstätigkeit) betroffen waren.

Fakten

In der Europäischen Union (EU) waren im Jahr 2017 insgesamt 85 Millionen Menschen armutsgefährdet – etwa jede sechste Person (16,9 Prozent). Als armutsgefährdet gelten Personen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt (Armutsgefährdungsgrenze). Von strenger Armut sind Personen betroffen, deren Einkommen weniger als 40 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. In der EU galt dies im Jahr 2017 für 6,1 Prozent der Bevölkerung, im Euroraum für 6,0 Prozent. Rumänien (12,1 Prozent), Bulgarien (10,6 Prozent) und Spanien (10,5 Prozent) waren dabei die EU-Mitgliedstaaten, bei denen der Anteil der von strenger Armut betroffenen Bevölkerung bei mehr als zehn Prozent lag. In Finnland (1,9 Prozent), Tschechien (2,2 Prozent), Zypern (2,7 Prozent) und Malta (2,8 Prozent) war der entsprechende Anteil am niedrigsten. In Deutschland waren im Jahr 2017 4,4 Prozent der Bevölkerung von strenger Armut betroffen.

Neben der relativen Armutsgefährdung liegen Eurostat für das Jahr 2017 noch weitere Armutsindikatoren vor: So litten in den 28 Staaten der EU 34,8 Millionen Personen bzw. 6,9 Prozent der Bevölkerung unter erheblichen materiellen Entbehrungen (Deprivation). Konkret können sie sich mindestens vier der folgenden neun Ausgaben nicht leisten: Miete und Versorgungsleistungen / angemessene Beheizung der Wohnung / unerwartete Ausgaben / jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder gleichwertiger Proteinzufuhr / einen einwöchigen Urlaub an einem anderen Ort / ein Auto / eine Waschmaschine / einen Farbfernseher / ein Telefon.

Der dritte Armutsindikator bezieht sich auf die Erwerbstätigkeit: Im Jahr 2017 lebten in der EU 34,4 Millionen Personen bzw. 9,3 Prozent der unter 60-jährigen Bevölkerung in Haushalten, in denen die Erwachsenen (18 bis unter 60 Jahre, ohne Studierende) im Vorjahr insgesamt nur 20 Prozent oder weniger gearbeitet haben.

Insgesamt gab es im Jahr 2017 in den EU-28-Staaten 112,9 Millionen Personen, die von mindestens einer der drei Arten sozialer Ausgrenzung (Armutsgefährdung, materielle Entbehrung, Haushalt mit niedriger Erwerbstätigkeit) betroffen waren – das entsprach deutlich mehr als einem Fünftel der EU-Bevölkerung (22,5 Prozent). Von den Mitgliedstaaten der EU wiesen Bulgarien (38,9 Prozent), Rumänien (35,7 Prozent) und Griechenland (34,8 Prozent) dabei die höchsten Anteile auf. Außerhalb der EU waren die Anteile beispielsweise bei den EU-Beitrittskandidaten Türkei (45,1 Prozent), Nordmazedonien (41,1 Prozent) und Serbien (38,7 Prozent) sehr hoch. Tschechien (12,2 Prozent), Finnland (15,7 Prozent) und die Slowakei (16,3 Prozent) waren die drei EU-Staaten, wo der Anteil der Personen, die von mindestens einer der drei Arten sozialer Ausgrenzung betroffen waren, am niedrigsten war. Darauf folgten die Niederlande, Slowenien, Frankreich, Dänemark, Schweden, Österreich und Deutschland (19,0 Prozent).

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich die Angaben auf das Erhebungsjahr 2017 (Einkommensbezugsjahr 2016).

Die Armutsgefährdungsquote gibt an, wie hoch der Anteil der armutsgefährdeten Personen an einer Gesamtgruppe ist. Als armutsgefährdet gelten Personen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Bei einem Einkommen von weniger als 40 Prozent des mittleren Einkommens wird häufig von strenger Armut gesprochen. In beiden Fällen werden bei der Einkommensberechnung sowohl die unterschiedlichen Haushaltsstrukturen als auch die Einspareffekte, die durch das Zusammenleben entstehen, berücksichtigt. Die verfügbaren Einkommen werden also gewichtet (Nettoäquivalenzeinkommen).

Die Armutsgefährdungsquote wird hier bezogen auf die einzelnen Staaten gemessen und nicht anhand eines einheitlichen (EU-)Schwellenwertes für alle Länder.

Um das mittlere Einkommen zu berechnen, wird der Median (Zentralwert) verwendet. Dabei werden hier alle Personen ihrem gewichteten Einkommen nach aufsteigend sortiert. Der Median ist der Einkommenswert derjenigen Person, die die Bevölkerung in genau zwei Hälften teilt. Das heißt, die eine Hälfte hat ein höheres, die andere ein niedrigeres gewichtetes Einkommen. 60 Prozent dieses Medianwertes stellen die Armutsgefährdungsgrenze dar.

Weitere Informationen zur Berechnung der Armutsgefährdungsquote erhalten Sie Interner Link: hier...

Strenge Armut

Armutsgefährdungsquote in Prozent, ausgewählte europäische Staaten, 2017

Strenge Armut:
Personen mit einem
Einkommen von weniger als
40 Prozent desmittleren
Einkommens 1
in Prozent
Europäische Union (EU-28) 6,1
Euroraum (19 Länder) 6,0
Rumänien 12,1
Bulgarien 10,6
Spanien 10,5
Griechenland 9,3
Litauen 9,1
Italien 8,8
Lettland 8,2
Kroatien 8,1
Portugal 7,5
Estland 6,5
Luxemburg 5,8
Vereinigtes Königreich 5,6
Slowakei 5,3
Österreich 5,2
Polen 5,2
Schweden 4,6
Ungarn 4,6
Deutschland 4,4
Dänemark 4,1
Niederlande 3,6
Belgien 3,4
Slowenien 3,3
Irland 3,2
Frankreich 3,1
Malta 2,8
Zypern 2,7
Tschechien 2,2
Finnland 1,9
   
Serbien 14,1
Nordmazedonien 10,8
Türkei 8,9
Norwegen 4,1
Schweiz 4,1
Island 2,1

Fußnote: 1 Berechnungsgrundlagen: 40% des medianen Äquivalenzeinkommens, modifizierte OECD-Skala / 2016 statt 2017: Irland, Island, Nordmazedonien, Norwegen, Schweiz, Serbien, Türkei, Vereinigtes Königreich; entsprechend: EU-28 und Euroraum geschätzt. / Erhebungsjahr 2017, Einkommensbezugsjahr 2016.

Quelle: Eurostat: EU-SILC Erhebung: Streuung um die Armutsgefährdungsschwelle (Stand: 11/2018)

Weitere Inhalte