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Bruttoinlandsprodukt (BIP)

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Bruttoinlandsprodukt (BIP)

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In Milliarden Euro, Anteil der EU-Mitglieder am BIP der EU in Prozent, ausgewählte europäische Staaten, 2017

In Milliarden Euro, Anteil der EU-Mitglieder am BIP der EU in Prozent, ausgewählte europäische Staaten, 2017

In Milliarden Euro, Anteil der EU-Mitglieder am BIP der EU in Prozent, ausgewählte europäische Staaten, 2017

Quelle: Eurostat: Online-Datenbank: GDP and main aggregates (09/2018)
Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

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Im Jahr 2017 entfiel gut die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts der Europäischen Union auf lediglich drei Staaten: Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich. Hingegen lag der Anteil der zehn Staaten mit dem niedrigsten BIP innerhalb der EU bei lediglich 2,6 Prozent. EU-weit erhöhte sich das BIP zwischen 2009 und 2017 um 24,5 Prozent. Weit über dem Durchschnittlich lag das Wachstum dabei in Malta (81,5 Prozent), Irland (72,9 Prozent) und Estland (66,9 Prozent). Auf der anderen Seite war Griechenland das einzige EU-Land, in dem sich das BIP in diesem Zeitraum reduzierte (minus 25,2 Prozent). Positiv, aber weit unter dem EU-Durchschnitt, verlief die Entwicklung in Zypern, Spanien, Kroatien, Italien sowie Portugal.

Fakten

Im Jahr 2017 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) bei 15.351 Milliarden Euro. Auf lediglich drei Staaten – Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich – entfiel dabei rund die Hälfte des BIP der EU (51,4 Prozent). Werden noch Italien, Spanien und die Niederlande hinzugerechnet erhöht sich der Anteil auf genau drei Viertel. Der Anteil der zehn Staaten mit dem niedrigsten BIP innerhalb der EU lag hingegen bei lediglich 2,6 Prozent.

Ohne die Veränderung der Kaufkraft zu berücksichtigen, ist das BIP der EU-28 laut Eurostat zwischen 1995 und 2007 stetig gestiegen – im Durchschnitt um 4,9 Prozent pro Jahr. Im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 hat sich das BIP der EU-28 von 2007 auf 2008 deutlich langsamer erhöht (plus 0,6 Prozent) und von 2008 auf 2009 war es mit einem Minus von 5,8 Prozent sogar stark rückläufig. Im Zeitraum 2009 bis 2017 nahm das BIP dann wieder von Jahr zu Jahr zu – jährlich um durchschnittlich 2,8 Prozent (so auch von 2016 auf 2017).

EU-weit erhöhte sich das BIP zwischen 2009 und 2017 von 12,3 auf 15,4 Billionen Euro – das entspricht einer Steigerung um 24,5 Prozent. Allerdings setzt sich dieser Gesamtwert aus zum Teil sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den Mitgliedstaaten zusammen. Überdurchschnittlich stark war das Wachstum in diesem Zeitraum in Malta (81,5 Prozent), Irland (72,9 Prozent), Estland (66,9 Prozent), Litauen (55,4 Prozent), Schweden (53,3 Prozent) und Rumänien (51,4 Prozent). Auf der anderen Seite steht Griechenland – das einzige EU-Land, in dem das BIP rückläufig war. Zwischen 2009 und 2017 reduzierte sich das BIP Griechenlands um ein Viertel (minus 25,2 Prozent). Positiv, aber weit unter dem EU-Durchschnitt, verlief die Entwicklung in Zypern (4,8 Prozent), Spanien (8,1 Prozent), Kroatien (8,5 Prozent), Italien (9,2 Prozent) sowie Portugal (10,9 Prozent).

Nach Angaben der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) hatte die EU im Jahr 2017 einen Anteil von 21,5 Prozent am weltweiten Bruttoinlandsprodukt. Werden zur EU noch die Staaten hinzugerechnet, die nach der Definition der UNCTAD zu Europa gehören, steigt der Anteil auf 25,2 Prozent. Damit lag der Anteil nur leicht unter dem von Nordamerika (26,4 Prozent), aber deutlich unter dem Anteil von Asien (36,6 Prozent). Im Jahr 2009 lag der Anteil Europas am Welt-BIP noch über den Anteilen aller anderen Regionen.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Informationen zur Entwicklung des realen BIP und zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 erhalten Sie Interner Link: hier...

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Das BIP ist gegenwärtig das wichtigste gesamtwirtschaftliche Produktionsmaß.

Informationen zum BIP (EU/USA/China) erhalten Sie Interner Link: hier...

Im Gegensatz zur Europäischen Kommission zählt die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) Armenien, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei nicht zu Europa. Eine Übersicht zu diesem Thema finden Sie Interner Link: hier...

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

In Millionen Euro, ausgewählte europäische Staaten, 2017

Europäische Union (EU-28) 15.350.567
Euroraum (19 Länder) 11.188.371
Deutschland 3.277.340
Vereinigtes Königreich 2.327.730
Frankreich 2.291.705
Italien 1.716.935
Spanien 1.166.319
Niederlande 737.048
Schweden 475.231
Polen 465.605
Belgien 437.204
Österreich 369.899
Irland 294.110
Dänemark 288.981
Finnland 223.843
Portugal 194.614
Tschechien 191.643
Rumänien 187.940
Griechenland 177.735
Ungarn 123.495
Slowakei 84.985
Luxemburg 55.378
Bulgarien 50.430
Kroatien 48.990
Slowenien 43.000
Litauen 41.857
Lettland 26.857
Estland 23.615
Zypern 19.571
Malta 11.140
   
Russland 1 1.160.484
Türkei 753.904
Schweiz 601.327
Norwegen 354.287
Serbien 36.795
Island 21.696
Bosnien und Herzegowina 1 15.288
Albanien 11.576
Mazedonien, ehem. j.R. 10.066
Kosovo 2 6.070
Montenegro 1 3.954

Fußnote: 1 2016

Fußnote: 2 gemäß der Resolution 1244/99 des UN-Sicherheitsrats / 2016

Quelle: Eurostat: Online-Datenbank: GDP and main aggregates (09/2018)

Quellen / Literatur

Eurostat: Online-Datenbank: GDP and main aggregates (09/2018); United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD): Online-Datenbank: UNCTADstat (Stand: 02/2019)

Fussnoten

Lizenz

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht.
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