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Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), Kandidatenländer und weitere Länder Europas, Stand: März 2018

Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), Kandidatenländer und weitere Länder Europas, Stand: März 2018

Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), Kandidatenländer und weitere Länder Europas, Stand: März 2018

Quelle: Europäische Union: http://europa.eu
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Die Grenzen Europas verändern sich im Laufe der Zeit. Zudem entscheidet der Blickwickel darüber, welche Staaten zu Europa gehören und welche nicht: Je nachdem, ob Europa politisch, geologisch, ökonomisch oder kulturell betrachtet wird, kommt es zu unterschiedlichen Abgrenzungen. Noch größer werden die Unterschiede, wenn nicht nur Staaten betrachtet werden, sondern zum Beispiel auch politisch umstrittene Gebiete oder Gebiete, die politisch zu Europa gehören, aber geologisch auf einem anderen Kontinent liegen. Die Europäische Kommission hat mit 50 Staaten einen sehr weiten Begriff von Europa.

Fakten

Die Grenzen Europas sind nicht starr, sondern immer wieder Veränderungen ausgesetzt. Entsprechend existieren unterschiedliche Interpretationen und mehrere Definitionen des Begriffs "Europa" nebeneinander. Zum Beispiel unterscheidet die Europäische Kommission zwischen den EU-Mitgliedstaaten, Kandidatenländern und weiteren Ländern in Europa – zusammen 50 Staaten.

Die Europäische Union (EU) hat 28 Mitgliedstaaten. Nach der Gründung durch sechs Staaten – Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande – traten im Laufe der Jahre 22 neue Mitgliedstaaten der Union bei:

  • 1973: Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich

  • 1981: Griechenland

  • 1986: Portugal und Spanien

  • 1995: Finnland, Österreich und Schweden

  • 2004: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern

  • 2007: Bulgarien und Rumänien

  • 2013: Kroatien

Den Status von EU-Beitrittskandidaten hatten im März 2018 fünf Staaten: Die Türkei (seit 1999), Nordmazedonien (2005), Montenegro (2010), Serbien (2012) und Albanien (2014). Mit der Türkei wurden im Oktober 2005 die Beitrittsverhandlungen eröffnet, mit Montenegro im Juni 2012 und mit Serbien im Januar 2014. Mit Albanien und Nordmazedonien wurden bisher keine Beitrittsverhandlungen aufgenommen.

Bosnien und Herzegowina sowie Kosovo sind laut der Europäischen Kommission potenzielle Kandidatenländer. Die 15 weiteren Ländern in Europa sind Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Island, Liechtenstein, die Republik Moldau, Monaco, Norwegen, Russland, San Marino, die Schweiz, die Ukraine sowie die Vatikanstadt.

Auf UN-Ebene nennt die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) unter Europa separat 43 Staaten – im Gegensatz zur Europäischen Kommission werden Armenien, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei nicht zu Europa gezählt. Kosovo wird nicht separat erfasst und Liechtenstein und Monaco werden optional der Schweiz bzw. Frankreich hinzugerechnet. Das UN Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA) ordnet darüber hinaus Zypern Westasien statt Europa zu. Im Gegensatz dazu sind in der Staatenliste des Statistischen Bundesamtes sowohl die Türkei als auch Zypern bei Europa aufgeführt. Allerdings fehlt, anders als bei den beiden UN-Institutionen, der Staat Vatikanstadt.

Sowohl die UNCTAD als auch das UN/DESA nennen unter Europa separat Färöer (als Teil von Dänemark) sowie die Kolonie Gibraltar (Vereinigtes Königreich, von Spanien beansprucht). Vom UN/DESA werden auch die Insel Man und die Kanalinseln, die zwar unmittelbar der englischen Krone unterstehen, aber nicht zum Vereinigten Königreich gehören, einzeln erfasst. Die UNCTAD grenzt die Insel Man und die Kanalinseln statistisch optional vom Vereinigten Königreich ab – ebenso beispielsweise Liechtenstein von der Schweiz oder Monaco und die französischen Übersee-Departements von Frankreich.

Je nachdem, ob Europa politisch, geologisch, ökonomisch oder kulturell betrachtet wird, kommt es zu unterschiedlichen Abgrenzungen. Beispielsweise ist Grönland politisch ein Teil von Dänemark, gehört geologisch jedoch zu Nordamerika. Schließlich können die Unterschiede auch aus verschiedenen methodischen Festlegungen resultieren. Im Statistischen Jahrbuch des Statistischen Bundesamtes gilt hinsichtlich der territorialen Abgrenzung in der Regel, dass Dänemark ohne Färöer und Grönland, Frankreich einschließlich der Überseegebiete, die Niederlande ohne Überseegebiete, Portugal einschließlich der Azoren und Madeira, Spanien einschließlich der Balearen und Kanarischen Inseln sowie einschließlich Ceuta und Melilla und bei Zypern nur die Republik Zypern, also der griechischer Teil der Insel, betrachtet wird.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Bei einem Referendum des Vereinigten Königreichs am 23. Juni 2016 stimmten 51,9 Prozent für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit"). Am 29. März 2017 hat das Vereinigte Königreich dem Europäischen Rat seine Absicht zum Austritt aus der EU förmlich mitgeteilt und damit das Verfahren nach Artikel 50 des Vertrags von Lissabon angestoßen. Bis zum Abschluss der Austrittsverhandlungen bleibt das Vereinigte Königreich Mitglied der EU und zwar mit allen Rechten und Pflichten, die sich daraus ableiten.

Weitere Informationen zum Kosovo erhalten Sie hier...

Zu den französischen Übersee-Departements gehören Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Réunion und Mayotte. Siehe hierzu das Interner Link: Länderverzeichnis für den amtlichen Gebrauch in der Bundesrepublik Deutschland.

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Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), Kandidatenländer und weitere Länder Europas, Stand: März 2018

EU-Mitgliedstaaten Länder des
Euro-Währungs-
gebiets
Kandidaten-
länder 3
potenzielle
Kandidaten-
länder
weitere Länder
Europas
Belgien (1958) 1 Belgien Albanien Bosnien und Herzegowina Andorra
Bulgarien (2007) Nordmazedonien Kosovo 4 Armenien
Dänemark (1973) Montenegro Aserbaidschan
Deutschland (1958) 1 Deutschland Serbien Belarus
Estland (2004) Estland Türkei Georgien
Finnland (1995) Finnland Island
Frankreich (1958) 1 Frankreich Liechtenstein
Griechenland (1981) Griechenland Moldau, Republik
Irland (1973) Irland Monaco
Italien (1958) 1 Italien Norwegen
Kroatien (2013) Russland
Lettland (2004) Lettland San Marino
Litauen (2004) Litauen Schweiz
Luxemburg (1958) 1 Luxemburg Ukraine
Malta (2004) Malta Vatikanstadt
Niederlande (1958) 1 Niederlande
Österreich (1995) Österreich
Polen (2004)
Portugal (1986) Portugal
Rumänien (2007)
Schweden (1995)
Slowakei (2004) Slowakei
Slowenien (2004) Slowenien
Spanien (1986) Spanien
Tschechien (2004)
Ungarn (2004)
Vereinigtes Königreich (1973) 2
Zypern (2004) Zypern

Fußnote: 1 1951: Unterzeichnung des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl – EGKS; 1957: Unterzeichnung der "Römischen Verträge" (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft – EWG / Europäische Atomgemeinschaft – EURATOM).

Fußnote: 2 Brexit: Das Vereinigte Königreich bleibt rechtlich gesehen bis zum Abschluss der Austrittsverhandlungen Mitglied der Europäischen Union und zwar mit allen Rechten und Pflichten, die sich daraus ableiten.

Fußnote: 3 diese Länder befinden sich im Prozess der Umsetzung (oder Integration) der EU-Rechtsvorschriften in nationales Recht.

Fußnote: 4 gemäß der Resolution 1244/99 des UN-Sicherheitsrats.

Quelle: Europäische Union: http://europa.eu

Quellen / Literatur

UNCTADstat: Countries, geographic groups hierarchy; UN/DESA, Population Division: World Population Prospects: The 2017 Revision; Statistisches Bundesamt: Staatenliste Europa; Europäische Union: http://europa.eu; Auswärtiges Amt: Länderverzeichnis für den amtlichen Gebrauch in der Bundesrepublik Deutschland (Stand: 31.01.2018)

Fussnoten

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