Zahlen und Fakten: Globalisierung
1.10.2017

UN – United Nations

Die Entwicklung der Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen, 1945 bis 2011, Stand: März 2017

UN – United Nations

Quelle: Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC): www.unric.org
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Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen (United Nations – UN) in Kraft. Seit dem Jahr 2011 gehören den UN 193 Staaten und damit fast alle Staaten der Welt an. Trotz des Problems, dass viele Regierungen nicht demokratisch legitimiert sind, sind die UN die einzige Organisation, die eine universelle Akzeptanz für sich in Anspruch nehmen kann. Die UN haben unter anderem die Menschenrechte und Grundfreiheiten im globalen Rahmen kodifiziert, zahlreiche Friedenseinsätze durchgeführt und sich verschiedener globaler Probleme angenommen. Während die Generalversammlung, der alle Mitgliedstaaten angehören, als zentrales Beratungsorgan lediglich völkerrechtlich nicht verbindliche Resolutionen erlassen kann, kann der Sicherheitsrat als einziges Gremium für alle UN-Mitglieder bindende Beschlüsse fassen. Der Sicherheitsrat hat 15 Mitglieder – fünf ständige Mitglieder, die über ein Vetorecht verfügen, und zehn Mitglieder, die für jeweils zwei Jahre gewählt werden.

Fakten

Der 1920 gegründete Völkerbund war der erste Versuch, eine politische Weltorganisation zu schaffen. Da sich die USA am Völkerbund nicht beteiligten und andere wichtige Staaten austraten, blieb er jedoch unbedeutend. Noch während des Zweiten Weltkriegs nahmen der britische Premierminister Churchill und der amerikanische Präsident Roosevelt die Idee einer Weltfriedensorganisation wieder auf. Allerdings sollte sich die Weltgemeinschaft diesmal so organisieren, dass sie sowohl legitimiert als auch handlungsfähig sein würde. Anfang 1942 unterzeichneten nach den USA, dem Vereinigten Königreich, der Sowjetunion und China 22 weitere Nationen die "Erklärung der Vereinten Nationen". Am 25. Juni 1945 nahmen 50 Staaten in San Francisco die Charta der Vereinten Nationen (United Nations – UN) einstimmig an – Polen folgte als 51. Gründungsmitglied am 15. Oktober 1945. Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der UN in Kraft.

Auch wenn das UN-System in vielfacher Hinsicht kritisiert wurde und zahlreiche Verbesserungsvorschläge existieren, gewährleisteten die UN in der Vergangenheit die Kommunikation im Kalten Krieg und begleiteten den Übergang von der Kolonialzeit zur Ära der unabhängigen Nationalstaaten. Die UN haben die Menschenrechte und Grundfreiheiten im globalen Rahmen kodifiziert, zahlreiche Friedenseinsätze durchgeführt und sich verschiedener globaler Probleme angenommen. Schließlich fördern die UN den Dialog zwischen den ökonomisch starken und schwachen Staaten.

Den UN gehören 193 Staaten und damit fast alle Staaten der Welt an (Stand: März 2017). In den UN sind die Mitgliedstaaten durch ihre jeweiligen Regierungen vertreten. Trotz des Problems, dass viele Regierungen nicht demokratisch legitimiert sind, sind die UN die einzige Organisation, die eine universelle Akzeptanz für sich in Anspruch nehmen kann.

Die Hauptorgane der UN sind die Generalversammlung, der Sicherheitsrat, der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC), der Treuhandrat, der Internationale Gerichtshof (IGH/ICJ) und das Sekretariat, an dessen Spitze der Generalsekretär steht. Zum UN-System gehören eine Vielzahl von Unterorganen, Kommissionen, Sonderorganisationen, Programmen und andere zwischenstaatliche Institutionen, die zum großen Teil erst im Laufe der Jahre gegründet wurden.

Der Generalversammlung gehören alle 193 Mitgliedstaaten der UN an. Der Sicherheitsrat hat 15 Mitglieder. Neben den fünf ständigen Mitgliedern China, Frankreich, Russland, den USA und dem Vereinigten Königreich wählt die Generalversammlung die anderen zehn Mitglieder für jeweils zwei Jahre. Jedes Jahr wechseln fünf nichtständige Mitglieder. Während die Generalversammlung als zentrales Beratungsorgan lediglich völkerrechtlich nicht verbindliche Resolutionen erlassen kann, kann der Sicherheitsrat als einziges Gremium für alle UN-Mitglieder bindende Beschlüsse fassen. Allerdings verfügen alle fünf ständigen Mitglieder über ein Vetorecht.

Artikel 17 der UN-Charta bestimmt, dass die Ausgaben der UN von den Mitgliedern nach einem von der Generalversammlung festzusetzenden Verteilungsschlüssel zu tragen sind. Der Beitragsschlüssel für die Pflichtbeiträge zum regulären Haushalt orientiert sich an der relativen Zahlungsfähigkeit der Mitgliedstaaten. Prinzipiell dient dabei das Bruttonationaleinkommen als Grundlage, wobei die Werte der letzten sechs Jahre in die Berechnung einfließen. Für Staaten mit hoher Außenverschuldung und/oder niedrigem Pro-Kopf-Einkommen errechnen sich zum Teil hohe Abschläge auf den Beitragssatz, bei den ökonomisch starken Staaten führen die Berechnungen zu Zuschlägen. Für den Beitragssatz wurde eine Kappungsgrenze von 22 Prozent der gesamten Beiträge festgelegt (die faktisch nur die USA betrifft), der Mindestbeitragssatz liegt bei 0,001 Prozent. Wenn ein Mitglied mit der Zahlung seiner finanziellen Beiträge zwei Jahre im Rückstand ist, verliert es sein Stimmrecht in der Generalversammlung (Ausnahmen sind möglich).

Die derzeit geltende Beitragsskala für die Jahre 2016 bis 2018 wurde im Dezember 2015 von der UN-Generalversammlung verabschiedet: Die fünf größten Beitragszahler sind die USA (22,0 Prozent), Japan (9,7 Prozent), China (7,9 Prozent), Deutschland (6,4 Prozent) und Frankreich (4,9 Prozent). Sie finanzieren zusammen gut die Hälfte des regulären UN-Haushalts (50,8 Prozent), der sich für das Biennium 2016/2017 inklusive aller Nachträge auf 5,6 Milliarden US-Dollar beläuft (also 2,8 Mrd. US-Dollar pro Jahr). Werden noch das Vereinigte Königreich (4,5 Prozent), Brasilien (3,8 Prozent), Italien (3,7 Prozent), Russland (3,1 Prozent) und Kanada (2,9 Prozent) hinzugenommen, haben die Top 10 unter den Beitragszahlern einen Anteil von 68,9 Prozent am regulären UN-Haushalt.

Zusätzlich zum regulären UN-Haushalt leisten die Mitgliedstaaten Pflichtbeiträge zur Finanzierung der Friedensmissionen. Für diese gilt ein modifizierter Verteilungsschlüssel. Die Haushalte der einzelnen Friedensmissionen werden gesondert jeweils für ein Jahr von Juli bis zum darauffolgenden Juni verabschiedet. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes beläuft sich der für die 15 Friedensmissionen veranschlagte Betrag für den Zeitraum Juli 2016 bis Juni 2017 auf rund 7,9 Milliarden US-Dollar. Deutschland trägt hiervon derzeit 6,4 Prozent (503 Mio. US-Dollar). Laut der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen lagen die Pflichtbeiträge zur Finanzierung der Friedensmissionen auch in den Jahren 2000 bis 2015 über den Beiträgen zum regulären UN-Haushalt. Dabei hat sich die Differenz im Laufe der Jahre insgesamt immer weiter vergrößert.

Über je eigene reguläre Haushalte verfügen die Internationalen Strafgerichtshöfe für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und Ruanda (ICTR, wurde 2016 abgewickelt) und der dazugehörige Internationale Residualmechanismus (IRMCT). Schließlich werden die zahlreichen Programme und Fonds der UN (UNDP, UNEP, UNFPA, UNHCR, UNICEF usw.) aus freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten finanziert.

Die komplexe Organisation der UN ist unvermeidbar, aber nicht unproblematisch. Angesichts der Aufgabenverschiebung und der wachsenden Anzahl der Institutionen ist die Koordination schwierig. Hinzu kommt, dass die politische Praxis der UN auf den Prinzipien Konsens und Kompromiss beruht. Durch unterschiedliche politische Interessen, Traditionen und Herrschaftsformen sind die Entscheidungsprozesse häufig kompliziert und langwierig.

Um die Handlungsfähigkeit der UN zu erhöhen, müssten die UN-Mitgliedstaaten die UN nicht nur politisch unterstützen (unter anderem indem sie das Völkerrecht stärken) und ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen, sondern auch die Reform der UN vorantreiben. Im Mittelpunkt steht dabei die Reform des Sicherheitsrats in Bezug auf die Mitgliederzahl, die Mitgliedszeiten und die Ausübung des Vetorechts der fünf ständigen Mitglieder sowie die Frage nach einer Kompetenzerweiterung des Generalsekretärs bzw. die Veränderung des institutionellen Aufbaus der UN. Auch wenn der Wunsch nach Reformen weit verbreitet ist, bleiben die Vorschläge, die seit Jahren von verschiedenen Seiten unterbreitet werden, umstritten. Entsprechend ist die konkrete Umsetzung von tiefgreifenden Reformen bisher ausgeblieben.

Datenquelle

United Nations (UN): www.un.org; Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC): www.unric.org; Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN): http://www.dgvn.de; Auswärtiges Amt: http://www.auswaertiges-amt.de

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Das Bruttonationaleinkommen (BNE, früher BSP) wird berechnet, indem vom Bruttoinlandsprodukt die an das Ausland fließenden Löhne und Gewinne (Faktoreinkommen) abgezogen und entsprechend die vom Ausland ans Inland fließenden Faktoreinkommen addiert werden.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Das BIP ist gegenwärtig das wichtigste gesamtwirtschaftliche Produktionsmaß.

UN – United Nations

Die Entwicklung der Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen, 1945 bis 2011, Stand: März 2020

Jahr Anzahl Mitgliedstaaten
1945 51 (Gründungs-mitglieder) Ägypten1, Argentinien, Äthiopien, Australien, Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik2, Belgien, Bolivien3, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Frankreich, Griechenland, Guatemala, Haiti, Honduras, Indien, Irak, Iran4, Jugoslawien27, Kanada, Kolumbien, Kuba, Libanon, Liberia, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Panama, Paraguay, Peru, Philippinische Republik5, Polen, Saudi-Arabien, Südafrikanische Union6, Syrien1, Tschechoslowakei7, Türkei, Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik8, Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich, Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken9, Uruguay, Venezuela
1946 55 Afghanistan, Island, Schweden, Siam10
1947 57 Jemen11, Pakistan
1948 58 Birmanische Union12
1949 59 Israel
1950 60 Indonesien13
1955 76 Albanien, Bulgarien, Ceylon14, Finnland, Irland, Italien, Jordanien, Kambodscha, Laos15, Libyen16, Nepal, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Ungarn
1956 80 Japan, Marokko, Sudan, Tunesien
1957 82 Ghana, Malaiischer Bund17
1958 82 Guinea
1960 99 Dahome18, Elfenbeinküste19, Gabun, Kamerun, Kongo (Brazzaville)20, Kongo (Leopoldville)21, Mali, Niger, Nigeria, Obervolta22, Republik Madagaskar23, Senegal, Somalia, Togo, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Zypern
1961 104 Mauretanien, Mongolei, Sierra Leone, Tanganjika24
1962 110 Algerien, Burundi, Jamaika, Ruanda, Trinidad und Tobago, Uganda
1963 113 Kenia, Kuwait, Sansibar24
1964 115 Malawi, Malta, Sambia
1965 117 Gambia, Malediven, Singapur17
1966 122 Barbados, Botsuana, Guyana29, Lesotho
1967 123 Jemen11
1968 126 Äquatorialguinea, Mauritius, Swasiland30
1970 127 Fidschi
1971 132 Bahrain, Bhutan, Oman, Katar, Vereinigte Arabische Emirate
1973 135 Bahamas, Bundesrepublik Deutschland25, Deutsche Demokratische Republik25
1974 138 Bangladesch, Grenada, Guinea-Bissau
1975 144 Kap Verde31, Komoren, Mosambik, Papua-Neuguinea, São Tome und Principe, Suriname
1976 147 Angola, Samoa, Seychellen
1977 149 Dschibuti, Vietnam
1978 151 Dominica, Salomonen
1979 152 St. Lucia
1980 154 St. Vincent und die Grenadinen, Simbabwe
1981 157 Antigua und Barbuda, Belize, Vanuatu
1983 158 St. Christoph und Nevis26
1984 159 Brunei Darussalam
1990 159 Liechtenstein, Namibia
1991 166 Demokratische Volksrepublik Korea, Estland, Föderierte Staaten von Mikronesien, Lettland, Litauen, Marshall-Inseln, Republik Korea
1992 179 Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina27, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Kroatien27, Republik Moldau, San Marino, Slowenien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan
1993 184 Andorra, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien27, Eritrea, Monaco, Slowakische Republik7, Tschechische Republik7
1994 185 Palau
1999 188 Kiribati, Nauru, Tonga
2000 189 Bundesrepublik Jugoslawien27, Tuvalu
2002 191 Schweiz, Timor-Leste
2006 192 Montenegro27
2011 193 Südsudan28

1 Ägypten und die Arabische Republik Syrien gehörten am 24. Oktober 1945 zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen. Auf Grund einer Volksabstimmung am 21. Februar 1958 schlossen sich Ägypten und die Arabische Republik Syrien zusammen und gründeten die Vereinigte Arabische Republik, welche die Mitgliedschaft als einzelner Staat fortsetzte. Nachdem die Arabische Republik Syrien am 13. Oktober 1961 wieder ein unabhängiger Staat geworden war, nahm es auch seine Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen wieder auf. Die Vereinigte Arabische Republik wurde am 2. September 1971 in Arabische Republik Ägypten umbenannt.

2 Am 19. September 1991 teilte die Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Belarus geändert wurde.

3 Am 7. April 2009 änderte Bolivien seinen Namen in Bolivien (Plurinationaler Staat).

4 Am. 5. März 1981 teilte Iran dem Generalsekretär mit, dass der Name in Iran (Islamische Republik) geändert wurde.

5 1947 änderte die Philippinische Republik ihren Namen in Philippinen um.

6 1961 änderte die Südafrikanische Union ihren Namen in Südafrika um.

7 Die Tschechoslowakei war am 24. Oktober 1945 ein Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. In einem mit 10. Dezember 1992 datierten Brief informierte der Ständige Vertreter den Generalsekretär darüber, daß die Tschechoslowakische Bundesrepublik mit 31. Dezember 1992 zu existieren aufhören wird und sich die Tschechische und die Slowakische Republik als Nachfolgestaaten für eine Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen bewerben. Nach Erhalt der Bewerbung am 8. Januar 1993 empfahl der Sicherheitsrat der Generalversammlung die Aufnahme der Slowakischen und der Tschechischen Republik als Mitglieder der Vereinten Nationen. Die Tschechische Republik und die Slowakische Republik wurden am 19. Januar 1993 Mitglieder der Vereinten Nationen. Am 17. Mai 2016 teilte die Ständige Vertretung der Tschechischen Republik den Vereinten Nationen mit, dass Tschechien der Kurzname für das Land sei.

8 Am 24. August 1991 änderte die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik ihren Namen in Ukraine um.

9 Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken war am 24. Oktober 1945 ein Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. In einem mit 24. Dezember 1991 datierten Brief informierte Boris Jelzin, Präsident der Russischen Föderation, den Generalsekretär, daß die Mitgliedschaft der Sowjetunion im Sicherheitsrat und allen anderen Organen der Vereinten Nationen mit Unterstützung der 11 Mitgliedsländer der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten durch die Russische Föderation aufrechterhalten wird.

10 Am 11. Mai 1949 teilte Siam dem Generalsekretär mit, dass der Name in Thailand geändert wurde.

11 Die Jemenitische Arabische Republik war seit 30. September 1947, die Demokratische Volksrepublik Jemen seit 14. Dezember 1967 Mitglied der Vereinten Nationen. Die Vereinigung beider Staaten zu einem gemeinsamen Staat mit der Bezeichnung Jemen erfolgte am 22. Mai 1990.

12 Am 18. Juni 1989, teilte die Birmanische Union den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Union Myanmar geändert wurde. Am 30. März 2011 teilte die Union Myanmar mit, dass der Name in Republik der Union Myanmar geändert wurde.

13 In einer schriftlichen Erklärung vom 20. Januar 1965 gab Indonesien seinen Entschluß bekannt, "zu diesem Zeitpunkt und unter den gegenwärtigen Umständen" seine Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen aufzugeben. Am 19. September 1966 erklärte Indonesien telegrafisch, es wolle "die volle Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen wieder aufnehmen und sich wieder an deren Tätigkeiten beteiligen". Die Generalversammlung nahm diesen Entschluß am 28. September 1966 zur Kenntnis und lud die Vertreter Indonesiens ein, ihren Sitz in der Generalversammlung wieder einzunehmen.

14 Am 19. September 1991 teilte Ceylon den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Sri Lanka geändert wurde.

15 Am 2. Dezember 1975 änderte Laos seinen Namen in Demokratische Volksrepublik Laos.

16 1969 teilte das Königreich Libyen den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Libysch-Arabische Dschamahirija geändert wurde. Nach Verabschiedung von Resolution 66/1 der Generalversammlung, übermittelte die Ständige Vertretung Libyens den Vereinten Nationen offiziel eine Erklärung des Nationalen Übergangsrats vom 3. August 2011 zur Änderung des offiziellen Namens Libysch-Arabische Dschamahirija in "Libyen" und zur Änderung der libyschen Nationalflagge. Am 22. Dezember 2017 teilte die Ständige Vertretung Libyens den Vereinten Nationen formell mit, dass die Regierung den offiziellen Namen Libyens in "Staat Libyen" ändert.

17 Am 17. September 1957 wurde der Malaiische Bund Mitglied der Vereinten Nationen. Nach der Aufnahme von Singapur, Sabah (Nord-Borneo) und Sarawak in den Bund wurde dieser am 16. September 1963 umbenannt in Malaysia. Singapur wurde am 9. August 1965 unabhängig und ist seit 21. September 1965 Mitglied der Vereinten Nationen.

18 Am 30. November 1974 teilte Dahome den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Republik Benin geändert wurde.

19 1985 teilte die Elfenbeinküste den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Côte d’Ivoire geändert wurde.

20 1970 änderte Kongo (Brazzaville) seinen Namen in Volksrepublik Kongo und am 15. November 1971 in Kongo.

21 Zaire wurde am 20. September 1960 Mitglied der Vereinten Nationen. Am 17. Mai 1997 wurde der Name in Demokratische Republik Kongo geändert.

22 1984 teilte Obervolta den Vereinten Nationen mit, dass der Name in Burkina Faso geändert wurde.

23 1975 änderte die Republik Madagaskar ihren Namen in Madagaskar.

24 Tanganjika war seit 14. Dezember 1961 Mitglied der Vereinten Nationen, Sansibar seit 16. Dezember 1963. Nach Ratifizierung der Vereinigungsurkunde am 26. April 1964 schlossen sich Tanganjika und Sansibar zur Vereinigten Republik von Tanganjika und Sansibar zusammen und setzten die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen als ein Staat fort. Die Republik wurde am 1. November 1964 in Vereinigte Republik Tansania umbenannt.

25 Die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland wurden am 18. September 1973 Mitglieder der Vereinten Nationen. Durch den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 haben sich die beiden deutschen Staaten vereinigt und bilden einen souveränen Staat.

26 Am 16. Dezember 1986 änderte St. Christoph und Nevis seinen Namen in St. Kitts und Nevis.

27 Die Sozialistische Bundesrepublik Jugoslawien war bis zu ihrer Auflösung eines der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen, das die Charta am 26. Juni 1945 unterzeichnet und am 19. Oktober 1945 ratifiziert hatte. Nach der Auflösung der Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien kam es zur Neugründung der Staaten Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien.
Die Republik Bosnien und Herzegowina wurde am 22. Mai 1992 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen (Resolution A/RES/46/237 der Generalversammlung vom 22. Mai 1992).
Die Republik Kroatien wurde am 22. Mai 1992 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen (Resolution A/RES/46/238 der Generalversammlung vom 22. Mai 1992). Die Republik Slowenien wurde am 22. Mai 1992 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen (Resolution A/RES/46/236 der Generalversammlung vom 22. Mai 1992).
Mit Resolution A/RES/47/225 vom 8. April 1993 beschloss die Generalversammlung die Aufnahme eines Staates mit der provisorischen Bezeichnung "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien". Diese provisorische Bezeichnung wird in den Vereinten Nationen bis zur Beilegung der über den Namen des neuen Staates entstandenen Meinungsverschiedenheiten verwendet. Nach einer Mitteilung der Ständigen Mission vom 14. Februar 2019 an den Protokoll- und Verbindungsdienst wurde der Name des Landes vom früheren Namen, Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, in die Republik Nordmazedonien (Kurzform: Nordmazedonien) geändert. Datum des Inkrafttretens: 14. Februar 2019.
Die Bundesrepublik Jugoslawien wurde am 1. November 2000 als Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen (Resolution A/RES/55/12 der Generalversammlumg vom 1. November 2000).
Nach Verabschiedung und Verkündung der Bundesverfassung von Serbien und Montenegro durch die Versammlung der Bundesrepublik Jugoslawien am 4. Februar 2003 wurde der Name des Staates in Serbien und Montenegro geändert.
Die Mitgliedschaft des Staatenbundes Serbien und Montenegro in den Vereinten Nationen und in allen Organen und Organisationen des Organisationsverbundes der Vereinten Nationen wird von der Republik Serbien auf der Grundlage von Artikel 60 der Bundesverfassung von Serbien und Montenegro fortgesetzt. Dieser Artikel wurde mit der Unabhängigkeitserklärung durch die Nationalversammlung Montenegros vom 3. Juni 2006 in Kraft gesetzt.
Die Republik Montenegro wurde am 28. Juni 2006 als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen (Resolution A/RES/60/264 der Generalversammlung vom 28. Juni 2006).

28 Auf Grundlage eines Referendums vom Januar 2011 unter internationaler Beobachtung erfolgte am 9. Juli 2011 offiziell die Loslösung der Republik Südsudan vom Sudan. Die Republik Südsudan wurde am 14. Juli durch die Generalversammlung als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.

29 Am 3. Januar 2018 teilte Ständige Vertretung von Guyana den Vereinten Nationen formell mit, dass der offizielle Name der Republik Guyana laut Verfassung von Guyana "Kooperative Republik Guyana" lautet.

30 Nach einer Mitteilung der Ständigen Vertretung vom 30. Mai 2018 an den Protokoll- und Verbindungsdienst wurde der Name des Landes vom früheren Namen, Königreich Swasiland (Kurzform: Swasiland), in Königreich Eswatini (Kurzform: Eswatini) geändert. Datum des Inkrafttretens: 19. April 2018.

31 Die Republik Kap Verde hat ihren offizielen Namen in Republik Cabo Verde geändert. Der Antrag wurde dem Generalsekretär am 24. Oktober 2013 durch den Ständigen Vertreter des Landes vorgelegt.


Quelle: Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC): www.unric.org


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