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Militärausgaben

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In Milliarden US-Dollar, nach Regionen und Staaten, 2024

In Milliarden US-Dollar, nach Regionen und Staaten, 2024

In Milliarden US-Dollar, nach Regionen und Staaten, 2024

Quelle: SIPRI Military Expenditure Database 2025, https://www.sipri.org/databases/milex
Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

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  • Nach Ende des Kalten Krieges waren die Ausgaben der Staaten für das Militär rückläufig. Seit 1998 sind sie fast jedes Jahr gestiegen.

  • Die größte Ausgabensteigerung fand von 2023 auf 2024 statt.

  • 2024 lagen die Militärausgaben weltweit bei gut 2.700 Mrd. US$. Davon entfielen 36,7 % auf die USA, 11,5 % auf China, 5,5 % auf Russland und 3,3 % auf Deutschland (EU-27: 13,6 %).

  • Zwischen 2005 und 2024 sank der Anteil der USA von 51,3 auf 36,2 %. Der Anteil Chinas erhöhte sich von 4,7 auf 11,9 %.

  • Im Verhältnis zur Wirtschaftskraft gaben die Ukraine (2024: 34,5 % des BIP), Israel und Algerien (8,8 bzw. 8,0 %) am meisten für das Militär aus. Bei den pro-Kopf-Ausgaben waren es Israel (4.989 US$), die USA (2.895 US$) und Singapur (2.591 US$).

Fakten

Nach Angaben des Friedensforschungsinstituts SIPRI lagen die Militärausgaben im Jahr 1988 weltweit bei 1.750 Milliarden US-Dollar (in konstanten Preisen 2023). Aufgrund des Endes des Kalten Krieges bzw. durch den Zerfall der Sowjetunion sanken die Ausgaben auf 1.388 Milliarden US-Dollar im Jahr 1992 und bis 1998 weiter auf 1.183 Milliarden US-Dollar. Seit 1998 sind die Militärausgaben nahezu jedes Jahr gestiegen. Die größte Steigerung fand dabei von 2023 auf 2024 statt: In nur einem Jahr erhöhten sich die Ausgaben von 2.447 auf 2.677 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 229 Milliarden US-Dollar bzw. 9,4 Prozent.

Im Jahr 2024 lagen die Militärausgaben weltweit bei 2.718 Milliarden US-Dollar (laufende Preise). Bezogen auf die einzelnen Regionen hatte Nordamerika mit 37,8 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil. Darauf folgten Asien mit 19,7 Prozent sowie West- und Zentraleuropa mit 17,4 Prozent (EU-27: 13,6 Prozent). Auf den Mittleren Osten entfielen 9,0 Prozent der weltweiten Militärausgaben, auf Osteuropa 8,1 Prozent. Die verbleibenden Ausgaben entfielen auf andere Staaten Asiens (3,5 Prozent), Zentral- und Südamerika (2,7 Prozent) sowie Afrika (1,9 Prozent).

Bezogen auf die einzelnen Staaten fällt vor allem die Stellung der USA auf: Im Jahr 2024 entfiel mit 36,7 Prozent deutlich mehr als ein Drittel der weltweiten Militärausgaben allein auf die USA. Mit großem Abstand folgte China mit einem Anteil von 11,5 Prozent. Zusammen mit Russland (5,5 Prozent), Deutschland (3,3 Prozent), Indien (3,2 Prozent), dem Vereinigten Königreich und Saudi-Arabien (jeweils 3,0 Prozent) entfielen rund zwei Drittel der weltweiten Militärausgaben auf nur sieben Staaten (66,1 Prozent). Bei den Top 15 steigt der Anteil auf 80,4 Prozent.

In konstanten Preisen (2023) sind die Militärausgaben der USA zwischen 2005 und 2024 von gut 830 auf knapp 970 Milliarden US-Dollar gestiegen, der Anteil an den weltweiten Ausgaben sank im selben Zeitraum jedoch von 51,3 auf 36,2 Prozent. In China vervierfachten sich die Militärausgaben von rund 75 Milliarden US-Dollar im Jahr 2005 auf rund 320 Milliarden US-Dollar 2024. Entsprechend erhöhte sich der Anteil Chinas an den weltweiten Militärausgaben zwischen 2005 und 2024 von 4,7 auf 11,9 Prozent. Auch in Russland vervierfachten sich die Ausgaben in dieser Zeit von 35 auf 150 Milliarden US-Dollar, der Anteil stieg von 2,2 auf 5,6 Prozent. In Deutschland verdoppelten sich die Militärausgaben zwischen 2005 und 2024 von 44 auf 86 Milliarden US-Dollar, der Anteil an den weltweiten Militärausgaben stieg dabei leicht von 2,7 auf 3,2 Prozent.

Eine andere Reihenfolge ergibt sich, wenn bei den Staaten die Militärausgaben ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung gesetzt werden. Infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben sich die Militärausgaben der Ukraine gegenüber dem Jahr 2021 etwa verzehnfacht und 2024 entsprachen die Ausgaben mehr als einem Drittel des Bruttoinlandsprodukts der Ukraine (34,5 Prozent). An zweiter und dritter Stelle standen im Jahr 2024 Israel und Algerien, wo die Militärausgaben 8,8 bzw. 8,0 Prozent des jeweiligen BIP entsprachen. Darauf folgten Saudi-Arabien (7,3 Prozent des BIP), Russland (7,1 Prozent), Myanmar (6,8 Prozent), Oman (5,6 Prozent), Armenien (5,5 Prozent) und Aserbaidschan (5,0 Prozent). Obwohl die absoluten Militärausgaben der USA weit über denen der anderen Staaten liegen, entsprachen sie aufgrund der hohen Wirtschaftsleistung der USA lediglich 3,4 Prozent des BIP. In Deutschland waren es 1,9 Prozent und in China 1,7 Prozent des jeweiligen BIP.

Bei den Staaten mit den höchsten Militärausgaben pro Kopf waren die Top 10: Israel (4.989 US$), die USA (2.895 US$), Singapur (2.591 US$), Saudi-Arabien (2.386 US$), Norwegen (1.880 US$), die Ukraine (1.728 US$), Dänemark (1.670 US$), Kuwait (1.596 US$), Luxemburg (1.303 US$) und die Niederlande (1.276 US$). In Deutschland lagen die Militärausgaben im Jahr 2024 bei 1.044 US-Dollar pro Kopf.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Eine Übersicht zur Einteilung der Regionen beim SIPRI finden Sie Externer Link: hier...

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