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Kommentar: Sprachenpolitik in der Ukraine | Ukraine-Analysen | bpb.de

Ukraine Zivilgesellschaft / Lokale Selbstverwaltung und Resilienz (14.07.2023) Von der Redaktion: Sommerpause – und eine Ankündigung Analyse: Die neuen Facetten der ukrainischen Zivilgesellschaft Statistik: Entwicklung der ukrainischen Zivilgesellschaft Analyse: Der Beitrag lokaler Selbstverwaltungsbehörden zur demokratischen Resilienz der Ukraine Chronik: 19. April bis 3. Mai 2023 Wissenschaft im Krieg (27.06.2023) Kommentar: Zum Zustand der ukrainischen Wissenschaft in Zeiten des Krieges Kommentar: Ein Brief aus Charkiw: Ein ukrainisches Wissenschaftszentrum in Kriegszeiten Kommentar: Warum die "Russian Studies" im Westen versagt haben, Aufschluss über Russland und die Ukraine zu liefern Kommentar: Mehr Öffentlichkeit wagen. Ein Erfahrungsbericht Statistik: Auswirkungen des Krieges auf Forschung und Wissenschaft der Ukraine Chronik 5. bis 18. April 2023 Innenpolitik / Eliten (26.05.2023) Analyse: Zwischen Kriegsrecht und Reformen. Die innenpolitische Entwicklung der Ukraine Analyse: Die politischen Eliten der Ukraine im Wandel Statistik: Wandel der politischen Elite in der Ukraine im Vergleich Chronik: 22. März bis 4. April 2023 Sprache in Zeiten des Krieges (10.05.2023) Analyse: Die Ukrainer sprechen jetzt hauptsächlich Ukrainisch – sagen sie Analyse: Was motiviert Ukrainer:innen, vermehrt Ukrainisch zu sprechen? Analyse: Surschyk in der Ukraine: zwischen Sprachideologie und Usus Chronik: 8. bis 21. März 2023 Sozialpolitik (27.04.2023) Analyse: Das Sozialsystem in der Ukraine: Was ist nötig, damit es unter der schweren Last des Krieges besteht? Analyse: Die hohen Kosten des Krieges: Wie Russlands Krieg gegen die Ukraine die Armut verschärft Chronik: 22. Februar bis 7. März 2023 Besatzungsregime / Wiedereingliederung des Donbas (27.03.2023) Analyse: Etablierungsformen russischer Herrschaft in den besetzten Gebieten der Ukraine: Wege und Gesichter der Okkupation Karte: Besetzte Gebiete Dokumentation: Human Rights Watch: Torture, Disappearances in Occupied South. Apparent War Crimes by Russian Forces in Kherson, Zaporizhzhia Regions (Ausschnitt) Dokumentation: War and Annexation. The "People’s Republics" of eastern Ukraine in 2022. Annual Report (Ausschnitt) Dokumentation: Terror, disappearances and mass deportation Dokumentation: Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gegen Wladimir Putin wegen der Verschleppung von Kindern aus besetzten ukrainischen Gebieten nach Russland Analyse: Die Wiedereingliederung des Donbas nach dem Krieg: eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung Chronik 11. bis 21. Februar 2023 Internationaler Frauentag, Feminismus und Krieg (13.03.2023) Analyse: 8. März, Feminismus und Krieg in der Ukraine: Neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten Umfragen: Umfragen zum Internationalen Frauentag Interview: "Der Wiederaufbau braucht einen geschlechtersensiblen Ansatz" Statistik: Kennzahlen und Indizes geschlechterspezifischer Ungleichheit Korruptionsbekämpfung (08.03.2023) Analyse: Der innere Kampf: Korruption und Korruptionsbekämpfung als Hürde und Gradmesser für den EU-Beitritt der Ukraine Dokumentation: Statistiken und Umfragen zu Korruption Analyse: Reformen, Korruption und gesellschaftliches Engagement Chronik: 1. bis 10. Februar 2023 Kriegsentwicklung / Jahrestag der Invasion (23.02.2023) Analyse: Unerwartete Kriegsverläufe Analyse: Die Invasion der Ukraine nach einem Jahr – Ein militärischer Rück- und Ausblick Kommentar: Die Unterstützung der NATO-Alliierten für die Ukraine: Ursachen und Folgen Kommentar: Der Krieg hat die Profile der EU und der USA in der Ukraine gefestigt Kommentar: Wie der Krieg die ukrainische Gesellschaft stabilisiert hat Kommentar: Die existenzielle Frage "Sein oder Nichtsein?" hat die Ukraine klar beantwortet Kommentar: Wie und warum die Ukraine neu aufgebaut werden sollte Kommentar: Der Krieg und die Kirchen Karte: Kriegsgeschehen in der Ukraine (Stand: 18. Februar 2023) Statistik: Verluste an Militärmaterial der russischen und ukrainischen Armee Chronik: 17. bis 31. Januar 2023 Meinungsumfragen im Krieg (15.02.2023) Kommentar: Stimmen die Ergebnisse von Umfragen, die während des Krieges durchgeführt werden? Kommentar: Vier Fragen zu Umfragen während eines umfassenden Krieges am Beispiel von Russlands Krieg gegen die Ukraine Kommentar: Meinungsumfragen in der Ukraine zu Kriegszeiten: Zeigen sie uns das ganze Bild? Kommentar: Meinungsforschung während des Krieges: anstrengend, schwierig, gefährlich, aber interessant Kommentar: Quantitative Meinungsforschung in der Ukraine zu Kriegszeiten: Erfahrungen von Info Sapiens 2022 Kommentar: Meinungsumfragen in der Ukraine unter Kriegsbedingungen Kommentar: Politisches Vertrauen als Faktor des Zusammenhalts im Krieg Kommentar: Welche Argumente überzeugen Deutsche und Dänen, die Ukraine weiterhin zu unterstützen? Dokumentation: Umfragen zum Krieg (Auswahl) Chronik: Chronik 9. bis 16. Januar 2023 Ländliche Gemeinden / Landnutzungsänderung (19.01.2023) Analyse: Ländliche Gemeinden und europäische Integration der Ukraine: Entwicklungspolitische Aspekte Analyse: Monitoring der Landnutzungsänderung in der Ukraine am Beispiel der Region Schytomyr Chronik: 26. September bis 8. Januar 2023 Wirtschaft unter Kriegsbedingungen / Friedensverhandlungen (14.12.2022) Analyse: Acht Monate Kriegswirtschaft: Die Fiskalpolitik ist entscheidend Kommentar: Verhandlungslösung? Kommentar: Keine Verhandlungen um jeden Preis Kommentar: Warum der Krieg nicht zu einem weiteren eingefrorenen Konflikt werden darf Dokumentation: Das Telefongespräch von Bundeskanzler Olaf Scholz und dem Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin am 2. Dezember 2022 Chronik: 13. bis 25. September 2022 Frauen im Krieg / "Filtration" (29.11.2022) Analyse: Wie ukrainische Frauen die schwere Last des Krieges schultern Analyse: "Filtration": System, Ablauf und Ziele Dokumentation: Bericht von Human Rights Watch zu den "Filtrationslagern" Chronik: 29. August bis 12. September 2022 Humanitäre Krise / Serhij Zhadan (03.11.2022) Analyse: Der nahende Winter und gezielte russische Angriffe auf die kritische Infrastruktur verschärfen die humanitäre Krise in der Ukraine Dokumentation: Dankesrede von Serhij Zhadan zur Verleihung des Friedenspreises 2022 dekoder: Serhij Zhadan Chronik: 15. bis 28. August 2022 Hilfe für die Ukraine während des Krieges / Perspektiven und Probleme des Wiederaufbaus (17.10.2022) Analyse: Internationale Hilfen für die Ukraine: Der "Ukraine Support Tracker" zeigt Kluft zwischen Zusagen und Umsetzung auf Dokumentation: Militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine aus Deutschland Analyse: Ein "grüner" Marshall-Plan für die Ukraine? Dokumentation: German Marshall Fund: Designing Ukraine’s Recovery in the Spirit of the Marshall Plan: Principles, Architecture, Financing, Accountability: Recommendations for Donor Countries Dokumentation: Civil Society Manifesto 2022 (Lugano Declaration) Kommentar: Wie ein grüner Wiederaufbau aussehen kann Kommentar: Wiederaufbau und Neubau. Perspektiven für die Ukraine im und nach dem Krieg Kommentar: Korruption in der Ukraine: Wie wichtig ist das Problem? Dokumentation: The Cost of Reconstruction: Calculations of the National Recovery Council Chronik: 9. Juli bis 14. August 2022 Kriegsverbrechen / Kriegsgeschehen (21.07.2022) Editorial: Dokumentation und Aufarbeitung von Kriegsverbrechen Analyse: Russlands Aggression in der Ukraine Analyse: Welche Rolle ein "Sondertribunal zum Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine" für die Opfer des Krieges spielen könnte Dokumentation: Ukraine mobilizes international law: ways to punish Russia for aggression and more Dokumentation: OSZE ODIHR: Report on Violations of International Humanitarian and Human Rights Law, War Crimes and Crimes Against Humanity Committed in Ukraine (1 April – 25 June 2022) Dokumentation: Eastern Ukrainian Center for Civic Initiatives: Most of the civilians killed in Bucha were males of conscription age. A digest of international humanitarian law violations Dokumentation: Amnesty International: Ukraine: Angriff auf Theater in Mariupol ist Kriegsverbrechen russischer Truppen Dokumentation: Human Rights Watch: Ukraine: Executions, Torture During Russian Occupation (Ausschnitt) Chronik: 16. Juni bis 8. Juli 2022 Krieg und Wohnungsmarkt / EU-Kandidatenstatus (13.07.2022) Analyse: Wohnraum und Krieg in der Ukraine Kommentar: Warum der EU-Kandidatenstatus für die Ukraine sicherheitspolitisch geboten und längst überfällig ist Kommentar: Was der EU-Kandidatenstatus für die Ukraine bedeutet Kommentar: Der Status eines EU-Kandidatenlandes für die Ukraine: symbolische Bedeutung und praktische Implikationen Kommentar: "Heute wird über die Zukunft Europas entschieden" Kommentar: Auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft: Alte und neue ukrainische Wege zur europäischen Integration Dokumentation: Schlussfolgerungen des Europäischen Rates zur Ukraine und zu den Beitrittsgesuchen der Ukraine, der Republik Moldau und Georgiens, 23. Juni 2022 Chronik: 1. bis 15. Juni 2022 Krieg, Geschichte und Erinnerungskultur (22.06.2022) Analyse: Geschichte als "Waffe"? Russlands Instrumentalisierung der Erinnerungskultur im Zuge des Angriffskrieges gegen die Ukraine Analyse: Das Asow-Regiment und die russische Invasion Analyse: Stepan Bandera: Geschichte, Erinnerung und Propaganda Kommentar: Erinnerungskultur in der "Zeitenwende". Die deutsche Weltkriegserinnerung und der Ukrainekrieg Kommentar: "Russland – das verstehe ich, Ukraine – das verstehe ich nicht" Chronik: 25. April bis 31. Mai 2022 Flucht vor dem Krieg / Zukunft der Ukraine-Forschung / Auswirkungen des Krieges auf die Bildung / Kriegsgeschehen in der Ukraine (30.05.2022) Analyse: Flucht in und aus der Ukraine Kommentar: Die Osteuropäische Geschichte und die Ukraine nach Russlands Angriff Kommentar: Ukraine-Studien in Deutschland. Beobachtungen eines Historikers Kommentar: Wir brauchen eine De-Kolonisierung und Aufwertung der Osteuropaforschung Kommentar: Fehler im Betriebssystem Kommentar: Wir brauchen dringend und schnell eine interdisziplinäre Ukrainistik an deutschsprachigen Universitäten Dokumentation: Bildung und Krieg Chronik: 10. bis 24. April 2022 Deutschland und der Krieg (04.05.2022) Kommentar: Abschied vom Wolkenkuckucksheim. Deutschlands langsamer Wiedereintritt in die Weltpolitik Kommentar: Es war nicht alles falsch! Oder doch? Kommentar: Deutschlands Selbstbild – ein Kollateralschaden des Krieges? Kommentar: Der russisch-ukrainische Krieg und die Zukunft Europas Kommentar: Russlands Krieg gegen die Ukraine und die deutsche Erinnerungskultur Kommentar: Frieden und Sicherheit für die Ukraine und Europa entstehen nicht am Reißbrett des Westens Kommentar: Kommunikationsstrategien im Krieg: Andrij Melnyk und Vitali Klitschko Kommentar: Deutschland in den russischen staatsnahen Medien Cyber-Operationen / Digitalisierung (02.05.2022) Analyse: Cyber-Operationen im Kontext des Russland-Ukraine-Krieges 2022 Dokumentation: Cybervorfälle im Verlauf von Russlands Krieg gegen die Ukraine (Februar bis April 2022) Analyse: Zur persönlichen Einstellung von Beschäftigten des öffentlichen Sektors gegenüber aktuellen eGovernment-Initiativen in der Ukraine Dokumentation: Top-10-Vorschläge aus der ukrainischen Zivilgesellschaft für das Ministerium für digitale Transformation für 2021–22 Chronik: 11. März bis 9. April 2022 Selenskyjs vs. Putins Rhetorik / Gesellschaftlicher Widerstand / Deutschlands Blick auf die Ukraine / Selenskyjs Erfolge / Ukrainische Verhandlungsposition / Russische Kriegsverbrechen (11.04.2022) Analyse: Zweierlei Spiegelungen. Putins und Selenskyjs rhetorische Strategien Analyse: Was mobilisiert den ukrainischen Widerstand? Analyse: Deutschland, die Ukraine, Russland und das Erbe des deutschen Kolonialismus in Osteuropa Analyse: Herausragende Leistung: Selenskyj als Präsident der geeinten Ukraine dekoder: Neutrale Ukraine – ein Ausweg aus dem Krieg? Dokumentation: Human Rights Watch: Ukraine: Apparent War Crimes in Russia-Controlled Areas Dokumentation: Internationale Hilfen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine Chronik: 2. bis 10. März 2022 Russlands Angriffskrieg / Friedensverhandlungen / Selenskyjs Rede im Bundestag (28.03.2022) Analyse: Russlands Überfall auf die Ukraine: Warum gerade jetzt? Kommentar: "Keine Kompromisse mit dem neofaschistischen Russland" dekoder: Wie kann man diesen Krieg beenden? dekoder: Warum Putin die Ukraine grundsätzlich missversteht Dokumentation: Ansprache des Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, im Deutschen Bundestag Dokumentation: Statement der EU-Regierungschefs zu Russlands Krieg gegen die Ukraine Dokumentation: Mehr als nur Waffenruhe: Die Ukraine braucht dringend einen Schutz für Aktivist*innen und eine De-Okkupation (Erklärung der Kyjiwer Gespräche) Chronik: 24. Februar bis 1. März 2022 Russlands Angriff auf die Ukraine / Kosaken (14.03.2022) Von der Redaktion der Forschungsstelle Osteuropa Bremen: Spendenaufruf Kommentar: Putins Angriff auf die Ukraine und die erzwungene Rückkehr zur Logik des kalten Krieges Kommentar: Russland will die Ukraine kontrollieren – und wird langfristig das Gegenteil erreichen Kommentar: Die Ukraine kämpft für Europa Dokumentation: Offene Briefe gegen Russlands Krieg in der Ukraine Dokumentation : Internationale Hilfen für die Ukraine Dokumentation : Diplomatische Gespräche im Vorfeld des Krieges Analyse: Kosakenorganisationen in der heutigen Ukraine Chronik: 18. – 23. Februar 2022 Russlands aggressive Ukraine-Politik / Deutschland im Russland-Ukraine Konflikt / Konfliktlösung in der Sackgasse? (22.02.2022) Von der Redaktion: Die Russland-Ukraine-Krise im Kontext Kommentar: Drei Lehren und drei Hinweise zur Außenpolitik Putins gegenüber der Ukraine und dem Westen Kommentar: Kriegsoptimismus im Russland-Ukraine-Konflikt: Grund zum Pessimismus? Kommentar: Die Russland-Ukraine Krise: Wo steht Deutschland? Kommentar: Die Russland-Ukraine-Krise 2022 Ein Moment der Wahrheit für Deutschland Kommentar: Wir schulden der Ukraine Unterstützung – und eine klare Linie Kommentar: Russlands Passportisierung des Donbas: Von einer eingeschränkten zu einer vollwertigen Staatsbürgerschaft? Kommentar: Die OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine: Wunsch und Wirklichkeit Kommentar: Das Normandie-Format und die Minsker Abkommen: Können sie zu einer Deeskalation im Konflikt mit Russland beitragen? Umfragen: Meinungsumfragen zu den Spannungen zwischen Russland und der Ukraine Dokumentation: Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf der 58. Münchener Sicherheitskonferenz, 19.02.2022, München Chronik: 8. bis 17. Februar 2022 Bewaffneter Konflikt in der Ostukraine / Lage in den nicht von der Ukraine kontrollierten Gebieten (14.02.2022) Analyse: Leben im Schatten: Überlebensstrategien der Menschen in der "Volksrepublik Donezk" Analyse: Die Silowiki in den "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk: Entstehung der bewaffneten Einheiten Analyse: Der illegale Handel mit Kohle aus den Donezker und Luhansker "Volksrepubliken" Analyse: Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und ihre sozio-ökonomischen Folgen in den nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebieten der Regionen Donezk und Luhansk Analyse: Die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen: Was ist möglich? Chronik: 24. Januar bis 7. Februar 2022 Einstellungen zur Sowjetunion (03.02.2022) Analyse: Einstellungen junger Ukrainerinnen und Ukrainer zur sowjetischen Vergangenheit Chronik: 1. bis 23. Januar 2022 Agrarstrukturentwicklung in der Ukraine (10.01.2022) Einleitung: Von der Redaktion Akquisitionsverhalten ukrainischer Agrarholdings Wandel im ukrainischen Geflügelsektor Chronik: 22. November bis 31. Dezember 2021 Weitere Angebote der bpb Redaktion

Kommentar: Sprachenpolitik in der Ukraine

Gerhard Simon Köln Von Gerhard Simon

/ 5 Minuten zu lesen

Seit jeher ist die Ukraine ein zweisprachiges Land. Russisch war lange Zeit vorherrschend, doch dies wandelte sich seit der Unabhängigkeit zugunsten des Ukrainischen. Welches Konfliktpotential steckt in der Sprachenpolitik?

An ukrainischen Schulen wird überwiegend in der Landessprache unterrichtet. (© picture alliance/TASS/dpa)

Dieser Text erschien zuerst auf Externer Link: "Ukraine verstehen". Die Website ist Teil des Ukraineprogramms des Externer Link: Zentrum Liberale Moderne und bietet Berichte, Analysen und Kommentare über die Entwicklungen im Land. Das Projekt wird gefördert von der International Renaissance Foundation.
Wir danken dem Zentrum Liberale Moderne und Prof. Dr. Gerhard Simon für die Erlaubnis zum Nachdruck.

Die Redaktion der Ukraine-Analysen

Einleitung

Die Ukraine ist ein zweisprachiges Land und steht damit in Europa keineswegs allein. Allerdings hat das zumeist entspannte, manchmal aber auch konfliktgeladene Nebeneinander der ukrainischen und russischen Sprache seine Besonderheiten, die in dieser Form nirgendwo in Europa eine Parallele finden. Bekanntlich ist die Ukraine ein Nachzügler auf der europäischen Bühne. Jahrhundertelang ohne eigene Staatlichkeit, haben die Ukrainer ihre Identität wesentlich im Medium der ukrainischen Sprache bewahrt. Es war deshalb folgerichtig, dass die neue Ukraine nach 1991 in ihrer Verfassung die ukrainische Sprache zur alleinigen Staatssprache erklärte. Allerdings bedeutete dies keineswegs die Ausschaltung des Russischen, ja man kann sagen, die Erklärung des Ukrainischen zur Staatssprache war vor einem Vierteljahrhundert eher ein Wechsel auf die Zukunft als eine lebensweltliche Realität.

Die Wirklichkeit ist vielmehr durch eine weitverbreitete Zweisprachigkeit von Millionen Ukrainern bestimmt, die in Europa ihresgleichen sucht. Allerdings ist diese Zweisprachigkeit im Land höchst unterschiedlich verteilt: Im Westen des Landes ist die erste dieser zwei Sprachen das Ukrainische und im Osten das Russische, wobei es keine scharf markierte Grenze gibt. Die in der geographischen Mitte gelegene Hauptstadt Kiew ist in gewissem Sinn das Herz dieser Zweisprachigkeit: Man spricht (noch) überwiegend wie der Osten, orientiert sich aber politisch wie der Westen. Auf dem Euro-Majdan in Kiew 2013/14 wurde hauptsächlich Russisch gesprochen, aber das Ziel war die Westintegration der Ukraine.

Zwei grundsätzliche Momente sind zu bedenken: Erstens, die weit verbreitete Bilingualität vermindert das Konfliktpotential, und zweitens, die ukrainische Sprache drängt seit der Unabhängigkeit in vielen Bereichen nach vorn. Die Ukraine wird dennoch ein zweisprachiges Land bleiben.

Der historische Hintergrund

Wie ist die Zweisprachigkeit entstanden? Sie ist in vieler Hinsicht der historischen Entwicklung geschuldet. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts war die ukrainische Sprache im Zarenreich im öffentlichen Raum verboten. Es gab vor 1905 keine einzige Schule mit ukrainischer Unterrichtssprache und keine Kirchengemeinde, in der Ukrainisch gepredigt wurde. Der Druck ukrainischer Bücher war verboten. Der russische Imperialismus behauptete (und behauptet dies bis heute), die Ukrainer seien kein eigenständiges Volk, sondern ein Teil der großrussischen Nation. Das alles galt nicht für die westlichen, bis 1918 zu Österreich-Ungarn gehörenden Territorien der Ukraine, wo die muttersprachliche Kultur und Wissenschaft im Gegenteil einen großen Aufschwung nahmen.

Die Entfaltung der ukrainischen Nationsbildung im Zarenreich wurde zusätzlich durch die Industrialisierung gebremst, die im Osten der Ukraine ihren Schwerpunkt hatte. Im Zuge der Industrialisierung wanderten Hunderttausende Russen und Russischsprachige in die neuen Industriezentren ein. Der ersten Industrialisierungswelle in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgte eine zweite in sowjetischer Zeit. Bis heute sind deshalb die Städte insbesondere im Osten und Süden der Ukraine russisch geprägt, das Umland aber spricht ukrainisch. Die Ukrainer waren bis weit ins 20. Jahrhundert hinein im Wesentlichen eine bäuerliche Bevölkerung.

Die sowjetische Sprachen- und Nationalitätenpolitik forcierte – nach einer kurzen pro-ukrainischen Phase in den 1920er Jahren – die russische Sprache und Kultur und reduzierte das Ukrainische in der Tendenz auf die Funktion einer dörflichen Umgangssprache. Deshalb war die Ukraine am Ende der Sowjetzeit in hohem Maß sprachlich russifiziert. In vielen Bereichen wie den Hochschulen, in den Medien oder der Wirtschaft dominierte das Russische. Es gab – außer im Westen des Landes – Millionen von Ukrainern, für die das Russische zur Erstsprache geworden war.

Der aktuelle Hintergrund

Vieles hat sich seit der Unabhängigkeit geändert. Das Prestige des Ukrainischen hat deutlich zugenommen. In vielen Bereichen, wie in der Politik auf der gesamtstaatlichen Ebene, in der Belletristik oder im Hochschulwesen dominiert heute das Ukrainische. In anderen Bereichen, wie in den Printmedien oder der Unterhaltungsindustrie, ist nach wie vor das Russische vorherrschend.

92 % der Bürger bezeichnen sich laut einer neuen Umfrage des Rasumkow-Zentrums als Ukrainer, 6 % als Russen (s. Grafik 1). Das ist eine deutliche Verschiebung seit der letzten sowjetischen Volkszählung von 1989, als sich 72 % als Ukrainer und 22 % als Russen deklarierten. Die stark russisch geprägten, jetzt besetzten Territorien des östlichen Donbas und der Krim werden allerdings in den Umfragen seit 2014 nicht mehr erfasst. Das Sprachverhalten hat mit der nationalen (Neu)Identifizierung nicht Schritt gehalten. 68 % der Ukrainer geben jetzt Ukrainisch als ihre Muttersprache an, 14 % das Russische (s. Grafik 2). Nach der gleichen Umfrage erklären 55 %, zu Hause überwiegend Ukrainisch zu sprechen, 23 % überwiegend Russisch (s. Grafik 4). Diese Zahlen zeigen: Viele Ukrainer, insbesondere im Osten und Süden des Landes sprechen Russisch, identifizieren sich aber als Ukrainer. Eine Diskriminierung der russischen Sprache ist eine Erfindung der russischen Propaganda.

Der ins vierte Jahr gehende Krieg hat aber auch an der Sprachenfront Spuren hinterlassen: Die Politik fördert jetzt in bestimmten Bereichen aktiv die ukrainische Sprache. Das wird von der Mehrheit der Menschen unterstützt. Manche russischen sozialen Netzwerke wurden in der Ukraine abgeschaltet, weil sie von russischen Sicherheitsdiensten genutzt wurden, auch um kriegsrelevante Daten abzufischen. Ebenso wurden manche russischsprachige Bücher sowie Radio- und Fernsehsendungen wegen antiukrainischer Propaganda verboten. Der Import russischer Bücher ist seit 2017 generell erschwert. Dadurch soll nicht zuletzt die ukrainische Buchproduktion stimuliert werden, die bislang im Schatten russischer Bücher stand, die wegen hoher Auflagen billiger angeboten werden. Schließlich verabschiedete das Parlament 2017 ein Gesetz, das die elektronischen Massenmedien, die landesweit senden, verpflichtet, 75 % der Zeit in ukrainischer Sprache auszustrahlen. Für die regionalen Radio- und Fernsehstationen gilt eine Quote von 50 %.

Ein wichtiges Medium der Ukrainisierung ist seit vielen Jahren das Schul- und Vorschulwesen. Heute besuchen fast 90 % der Schüler Schulen mit ukrainischer Unterrichtssprache. Dieser Anteil ist höher als der Anteil der Ukrainer an der Bevölkerung, entspricht aber in etwa dem Anteil der Bürger, die sich als Ukrainer identifizieren (siehe oben), sich also der ukrainischen politischen Nation zurechnen. 9 % der Schüler lernen an Schulen mit russischer Unterrichtssprache; zudem haben 25 % der Schüler Russisch als obligatorisches Unterrichtsfach (Interner Link: Ukraine-Analysen 189).

Das neue Bildungsgesetz vom September 2017 hat zu einem internationalen Streit über Schulsprachen geführt. Das Gesetz sieht eine Intensivierung des Ukrainischunterrichts in den Minderheitenschulen des Landes vor. Dagegen hat insbesondere die ungarische Regierung lautstarken Protest auf internationaler Bühne bis in die Nato hinein erhoben. Der Vorwurf lautet: Das neue Gesetz führe zur Schließung der ungarnsprachigen Minderheitenschulen in Transkarpatien. Hier leben 150.000 Ungarn, die 12 % der Bevölkerung Transkarpatiens ausmachen. Die ukrainische Regierung weist die Vorwürfe zurück und betont, am Fortbestand der ungarnsprachigen wie auch der Bildungseinrichtungen der anderen Minderheiten werde nicht gerüttelt. Allerdings werde man den Ukrainischunterricht an allen Minderheitenschulen intensivieren, weil die Schulabsolventen derzeit erhebliche Mängel im Ukrainischen aufwiesen und deshalb auf dem Arbeitsmarkt und in den Hochschulen nicht konkurrenzfähig seien. Dieser Streit zeigt, wie rasch die Sprachenfrage sich politisch instrumentalisieren lässt. Hier lauert stets Konfliktpotential. Darüber darf aber nicht in Vergessenheit geraten, dass die allgegenwärtige ukrainisch-russische Zweisprachigkeit im Alltag in aller Regel erstaunlich reibungslos funktioniert.

Fussnoten

Prof. Dr. Gerhard Simon ist Historiker. Er war Leitender Wissenschaftlicher Direktor im Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln und lehrte an den Universitäten Köln und Bonn.