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15.1.2013

Aktivität 1: Wo bestehen Regeln?

Bestehende Regeln werden bewusst gemacht, indem gemeinsam über Beispiele nachgedacht wird, zu denen alle etwas beitragen können.

FreizeitaktivitätenFreizeit

Einstieg

Die folgende Aktivität können Sie auf zwei Arten beginnen. Aus beiden Anfängen können Sie den für Ihre Klasse passenden heraussuchen.

1. Alternative:
Stellt euch vor, ein neuer Freund/eine neue Freundin (euer Cousin/eure Cousine, ein/e Austauschschüler/in) macht bei euch Urlaub, ihr möchtet ihn/sie mit in bestimmte Situationen eures Lebens/Alltags nehmen.
Überlegt euch genau, was der Freund/die Freundin wissen muss, um dort gut zurechtzukommen. Dann weiter zu "Hier einige Fragen, um zur Auseinandersetzung anzuregen".

2. Alternative:
Hier werden die Schüler/innen durch eine kleine Fantasiereise angeregt, was das Hineindenken in die Thematik erleichtern kann. Allerdings müssen Sie hierbei bedenken, dass diese Alternative etwas mehr Zeit benötigt, da nach der Fantasiereise die ersten Ideen auch gemeinsam besprochen werden sollen.
Dadurch müssen Sie hier für die darauf folgende Stationsarbeit etwas weniger Zeit einplanen.

Fantasiereise

Du sitzt an der Bushaltestelle. Der Bus kommt nicht. Stattdessen landet mitten auf der Straße ein Ufo. Es ist grün mit roten Punkten und hat ganz viele Lampen, die in allen Farben blinken. Die Lampen sind so hell, dass du deine Hand schützend vor deine Augen halten musst. Als du dich an das Licht gewöhnt hast, siehst du, wie ein Außerirdischer aussteigt. Er ist nur halb so groß wie du, grün und hat einen ganz langen Rüssel. Er sagt etwas zu dir, was du aber nicht verstehst. Dann dreht er solange an einem Rad an seinem Bauch, bis er deine Sprache spricht und du ihn verstehst.
Er erzählt: Ich habe dich schon lange von meinem Stern XZ 301 in der 341. Galaxie aus beobachtet und habe mich über so einiges gewundert, was ihr hier macht und was ich nicht verstanden habe. Ihr macht hier einiges anders als bei mir zu Hause. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, dich zu besuchen. Würdest du mich mitnehmen und mir erklären, wie das bei euch auf der Erde so ist?" PDF-Icon Fantasiereise

Anschließend sollen die Schüler/innen erzählen, wohin sie ihren neuen Freund/ihre neue Freundin mitnehmen würden und was sie ihm/ihr dort alles erklären müssten. Dazu können Sie folgende Impulse verwenden.

Hier einige Fragen, um zur Auseinandersetzung anzuregen:
Überlegt euch genau, was der Außerirdische wissen muss, um bei euch gut zurechtzukommen, zum Beispiel:
  • Was muss er wissen, was muss er tun, was darf er auf keinen Fall tun, weil es sonst Ärger gibt?
  • Welche Verbote muss er kennen?
  • Was kommt immer gut an?
  • Was erzählst du ihm, wie er sich verhalten soll? Was ihr tun könnt, damit er bei deinen Eltern gut ankommt und damit er nicht aneckt?
  • Was sollte er nicht tun, wenn er keinen Ärger haben will?
  • Was erzählst du ihm, wie er sich am besten verhalten sollte, um gut anzukommen und nicht anzuecken?
Um einen Impuls zu geben, können Sie auch Beispiele nennen, wie so ein Hinweis oder guter Rat lauten könnte:
  • Also bei uns zu Hause zum Beispiel ist es üblich, die Schuhe auszuziehen bevor man reingeht. Wenn man das vergisst, gibt es immer ein richtiges Geschrei.
  • Bei uns in der Clique begrüßen wir uns mit Hand abklatschen. Hände schütteln wäre total albern.

Stationenarbeit

Nachdem die ersten Impulse gesetzt wurden, sollen sich die Schüler/innen bei der nachfolgenden Stationenarbeit noch einmal auf verschiedene Weise Gedanken über die einzelnen Bereiche machen. Dazu haben Sie bereits vor der Stunde in jeder Ecke des Zimmers ein oder zwei Tische als Stationspunkte zusammengestellt.
  • Sie fordern die Schüler/innen auf, sich von ihren Plätzen zu erheben und sich ein wenig im Raum zu bewegen.
  • Dabei sollen sie einen Blick auf die vier Stationen (Schule, Freizeit, Familie, Freunde) werfen. Sie sollen sich überlegen, wohin sie demnächst einen neuen Freund/eine neue Freundin mal mitnehmen möchten.
  • Dann sollen sie sich an der jeweiligen Station einfinden (jede Station muss von mindestens zwei Schülern bzw. Schülerinnen besetzt sein). An den Stationen sind auf Stationskarten nur die Bereiche vermerkt (Familie/Zuhause, Schule, Freunde in der Schulpause, Freizeit/Freunde auf dem Bolzplatz). PDF-Icon Stationskarten
Sie sollten darauf achten, dass die Stationszettel sowie das benötigte Material (Schreibkarten und Schreibstifte, Malstifte und Malpapier, Klebestift, Schere) schon an den Tischen vorhanden sind, um eventuelle Unruhen zu vermeiden.

Im Folgenden sind Möglichkeiten genannt, wie die Schüler/innen die einzelnen Stationen (Familie, Schule, Freunde, Freizeit) bearbeiten können. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, welche Aktivität Sie an welcher Station einsetzen möchten. Sie können auch die Schüler/innen selbst wählen lassen.

Die genauen Anweisungen und Arbeitsaufträge finden Sie hier: PDF-Icon Arbeitsaufträge
Die Bearbeitungsalternativen sind:
  • ein Bild malen
  • mit einem Freund/einer Freundin darüber sprechen
  • Ideen auf Karten schreiben
  • Rollenspiel
  • aus vorgegebenen Piktogrammen (mit Erläuterung, siehe PDF-Icon Piktogramme) eines heraussuchen und selbst weitermalen

Ablauf

  • Die Schüler/innen sollen eine der Aufgaben alleine oder in Partnerarbeit an der von ihnen gewählten Station erledigen. Die jeweilige Bearbeitungsweise ist auf den Arbeitsaufträgen vermerkt.
  • Danach kommen alle wieder zurück in den Stuhlkreis. Sie stellen ihre Bilder vor oder erzählen von ihren Vorstellungen, was ihnen in den vorherigen Schritten aufgefallen ist. Sie können zum Beispiel sagen: "Ich war an Station ..., dort war es wichtig zu wissen ..." Oder sie stellen etwas szenisch dar. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu Verständnisnachfragen.
  • Daran schließt sich eine Diskussion im Plenum an.
    • Hier sollten spezifische Regelungen gesammelt werden.
    • Außerdem wird die Frage andiskutiert, aus welchem Grund es in jedem der Bereiche Vereinbarungen, Regeln etc. gibt. Lassen Sie die Sprache darauf kommen, dass in allen Lebensbereichen Vereinbarungen und Regeln für das Zusammenleben wichtig sind.


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