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15.1.2013

Grundgedanke dieses Bausteins

Es gibt schon viele von Regelungen bestimmte Dinge und Abläufe, mit denen die Schüler/innen im Alltag konfrontiert werden. Sie gehen über das engere persönliche Umfeld der Schüler/innen hinaus.

Altersbegrenzung bei ComputerspielenAltersbegrenzung bei Computerspielen
In diesem Baustein soll die Perspektive auf gesellschaftliche Bereiche ausgeweitet werden, die vom persönlichen Umfeld weiter weg sind (Kommune, Stadtteil, Stadt, Land, gesetzliche Regelungen). Ebenso wie vorher in den Bereichen Familie, Freunde, Schule, Freizeit gilt auch hier: Die Schüler/innen sollen sich darüber klar werden, was diese Bereiche auszeichnet, was sie unterscheidet und inwiefern man selbst davon betroffen ist, inwiefern man Einfluss nehmen kann.

Das Zusammenleben bestimmende Regelungen und Übereinkünfte in diesen Bereichen sind für die Schüler/innen meistens sehr abstrakt, in dem Sinne: Das sind Dinge, die nichts für mich sind, auf die ich keinen Einfluss habe, die mich auch gar nicht betreffen. Wichtig ist deshalb, an Alltagserfahrungen der Schüler/innen anzusetzen, d. h. an Bereichen, in denen sie direkt betroffen sind. Beispiele können sein:
  • Öffnungszeiten von Spielplatz oder Schwimmbad
  • Ermäßigungen bei Klassenfahrten
  • Buchkostenzuschuss
  • lokale und regionale Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Eintrittspreise in öffentlichen Einrichtungen wie Freibad
  • Altersbegrenzung im Kino
  • aber auch gravierendere Dinge wie Schulpflicht
Den Schülern und Schülerinnen soll zunächst klar werden, dass es eine Reihe von solchen Vereinbarungen gibt, von denen sie betroffen sind und die also für sie gelten. Sie sind aber nicht naturgegeben, sondern darüber ist entschieden worden und kann entschieden werden.

Politik in einem allgemeinen Sinne ist immer auf ein Gemeinwesen bezogen (also auf Menschen, die aus bestimmten Gründen zusammengehören und eine Gruppe bilden) und darauf, wie das Gemeinwesen gestaltet werden kann. Von diesem "weiten" Politikbegriff muss auch in der politischen Bildung ausgegangen werden, insbesondere bei Menschen dieser Altersgruppe und dieses Milieus. Zu Politik im engeren Sinne besteht oft keine Beziehung.Sie wird meist abgelehnt, in dem Sinn: Da wird oft nur gequatscht, was man erstens kaum versteht und bei dem zweitens nichts Gutes herauskommt.

Eine Verbindung zu den vorangegangenen Bausteinen besteht darin, dass es auch im persönlichen Umfeld oft länger dauert, bis man sich verständigt hat. Langwierige und schwierige Debatten entstehen dadurch, dass jede/r zu Wort kommen will und muss. Es ist wichtig, klar zu machen, dass das eigene "Gequatsche" bspw. über Musik auf Politik übertragbar ist: Diskussionen sind nötig, damit jeder zu Wort kommen kann und um Regeln aufzustellen oder sie zu verändern bzw. aufzulösen.


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